Automatisiertes Parken – Daimler und Bosch kooperieren beim Parken per Smartphone

Von Jürgen Vagt

die beiden deutschen Schwergewichte im Automobilbau Daimler und Bosch tun sich zusammen, damit ein Zwischenschritt zum voll automatisierten Autofahren bzw. autonomen Auto erreicht wird. http://automatisiertes-auto.de/bosch-bringt-2018-robotertaxis-selbstfahrende-autos-schon-2018/
Erst soll das Parkhaus der Mercedes Museums automatisiert werden und dafür wird Bosch das Parkhaus mit einem Laserscanner ausstatten. Dann kann der geneigte Daimlerfahrer mittels einer Smartphoneapp den Parkvorgang starten, also fährt das Fahrzeug automatisiert in den nächsten freien Parkplatz und parkt. Die Laserscanner des Parkhauses senden Ihre Daten in die Cloud und dann das Auto empfängt diese Parkhausdaten. Mit diesen ständig aktualisierten Parkhausdaten kann dann das Auto eigenständig und automatisiert seinen Parkplatz finden. http://www.automobilwoche.de/article/20170724/NACHRICHTEN/170729946/automatisiertes-fahren-bosch-und-daimler-starten-parkhaus-parken-per-fingerdruck

Brücken zum voll autonomen Auto

Dies ist nur ein Teilschritt zum voll automatisierten Autofahren und irgendwie wirkt diese Konzepte wie eine Brückentechnologie und anderseits müssen Parkhausbetreiber erstmal einen sechsstelligen Betrag in diese Technologie investieren, damit Autos automatisiert einparken können. Und in den nächsten Jahren werden nur Fahrzeuge der Oberklasse mit dieser Technologie ausgestattet werden. Für mich bleibt der Erfolg dieser Zwischenschritte zum voll autonomen Auto fraglich, denn wenn unsere Technikauguren Recht behalten, dann können die automatisierten Autos völlig ohne technische Infrastrukturen komplett eigenständig fahren. Ob sich diese Investitionen in Infrastrukturen rechnen, bleibt fraglich.

Deutsche sind Technologietreiber

Für den Schlussabsatz bleibt festzuhalten, dass die deutschen etablierten Autoproduzenten sich gut in diesem Technologiefeld behaupten. Das sind positive Nachrichten, wenn Ihnen gerade der Dieselantrieb um die Ohren fliegt. Aber gerade Bosch ist federführend bei sehr innovativen Projekten in diesem Technologiethema und sowohl BMW als auch Daimler bringen sehr hoch entwickelte Automatisierungstools in Ihren Luxuslimousinen zum Einsatz.
Aber wir reden immer noch von Entwicklungszeiträumen von 10 bis 20 Jahren und in so einem dynamischen Technologiefeld kann sich eine Menge ändern, ob die etablierte deutsche Autoindustrie sich beim automatisierten Autofahren behaupten können, wird die Zeit zeigen. Mehr dazu unter: https://elopage.com/s/JuergenVagt/das-selbstfahrende-auto-wie-google-und-co-unsere-autos-automatisiert-und-die-autoindustrie-veraendert

Automatisierter Bus in Sylt – Zukunft des Öpnv

Von Jürgen Vagt

So der Bund hat jetzt erst einmal einen Fördertopf von 2,3 Millionen € aufgelegt, um zu zeigen, wie das automatisierte Fahren im Öpnv aussehen soll. Ich hatte ja schon über die Versuche berichtet, wie die Bahn Ihren Versuch in Berlin startet. http://automatisiertes-auto.de/autonom-fahrende-busse-in-berlin-die-automatisierung-erfasst-die-bahn/
Aber nun ist auf der Ferieninsel Sylt ein Versuch gestartet, der selbstfahrende Busse in ländlichen Regionen erproben soll. Damit wird im strukturschwachen Nordfriesland eine der zentralen Zukunftstechnologien der Automobilindustrie erprobt. Man hört natürlich die Standards über die aktuelle Landflucht und den demographischen Wandel, also der Altersschnitt der Bevölkerung steigt und die jungen und qualifizierten Menschen ziehen in die größeren Städte. Wie muss der Öpnv auf diese Herausforderungen reagieren? Voll automatisierte Busse kommen ohne menschliche Busfahrer aus und dadurch können Personalkosten gespart werden. Und man kann eben sich auch von starren Busplänen lösen, also Linie 11 fährt immer viertel nach der vollen Stunde. Denn man kann einfach per Smartphone den Roboterbus rufen und dann kann man diese modernen automatisierten Busse, wie ein Sammeltaxi nutzen.

Nur ausländische Hersteller bieten automatisierte Busse

Leider fällt auf, dass gegenwärtig nur ausländische Anbieter voll automatisierte Busse anbieten. Die wirklich innovativen Unternehmen kommen aus Frankreich und den USA und diese bieten Ihre Busse schon für ca. 250 000 € an. https://www.shz.de/lokales/sylter-rundschau/fahrerloser-bus-kommt-nach-sylt-id17428016.html
Trotz des immer noch frühen Stadiums dieses Innovationsfeldes werden keine Mondpreise aufgerufen. In diesem Spektrum ist auch Local Motors vertreten, die schon mit der Einbindung von Kunden in den Konstruktionsprozess experimentieren.
Aber nun zu Sylt, der Bürgermeister wollte das Projekt schon stoppen, weil es zu den ersten Unfällen gekommen ist, nun Friesen sind an sich etwas störrisch. Sylt ist ein weit auseinander gezogene Insel, die nur in den Sommermonaten stark mit Urlauber besiedelt ist. Im Winter stehen die Ferienwohnungen meist leer, so dass sich ein klassischer Linienverkehr nicht lohnt und diesen Bedingungen können die selbstfahrende Busse erprobt werden. Mehr dazu hier: https://elopage.com/s/JuergenVagt/das-selbstfahrende-auto-wie-google-und-co-unsere-autos-automatisiert-und-die-autoindustrie-veraendert

Das Auto der Zukunft – 5G als Datenstandard macht es möglich

Von Jürgen Vagt

eigentlich ist ganz Deutschland schon ins Sommerloch gefallen, aber ich möchte noch mal ein dröges aber wichtiges Zukunftsfeld darstellen. Bald soll 5G als Datenstandard das bestehende 4G (LTE) ersetzen und hier können ganze neue Dienste ums Auto entstehen, also der neue Datenstandard soll das Internet of Things ermöglichen. Also die digitale Vernetzung von physischen Geräten, man kann also bald seine Jalousien per Smartphone steuern. Der neue Datenstandard soll also besser mit Menschenansammlungen und der Integration von physischen Schnittstellen klarkommen. In der Vergangenheit sind diese Datenstandard wie Umts durch Mobilfunkbetreiber bestimmt worden, bei 5G sind auch andere Stakeholder wie die Automobilindustrie einbezogen worden. https://www.produktion.de/mobilitaet-zukunft-archiv/id-5g-und-das-auto-der-zukunft-112.html

Herausforderungen durch 5G

Bevor man jetzt ins Schwelgen über die neuen Möglichkeiten kommt, muss man festhalten, dass erst einmal die Hardware im Auto geändert wird. Das bedeutet, dass Autohersteller neue Antennen in Ihren Autos verbauen müssen und diese einerseits die Datenübertragung hinbekommen und anderseits eben auch bei 200 km/h und Sturm funktionieren. Zudem muss sagen, dass eine neue Modellgeneration erst nach 7 Jahren auf den Markt kommt. Nun hat die Autoindustrie ein Gremium gebildet, um die spezifischen Anforderungen an den neuen Datenstandard zu formulieren.

Was kann man erwarten?

Gunter Dueck, der bekannte Innovationsvordenker, verkündet schon mal, dass im Silicon Valley sich die ersten Start ups in diesem Feld gegründet haben. Aber in der letzten Woche habe ich schon über mögliche Plattformen spekuliert. http://automatisiertes-auto.de/nvida-baut-eine-plattform-fuer-autonome-auto/
Nun momentan lässt sich noch nicht sagen, wo die Reise hingeht. Die digitale Vernetzung setzt sich eher zögerlich beim Automobilbau durch, man keine sich seinen Facebook Newsfeed angucken. Und Spotify kann man sich auch in den Neuwagen holen, aber wenn der menschliche Fahrer von Steuern entlastet ist, dann kann man ganz andere Dienste ins Auto integrieren. Ich hatte ja auch schon in meinem Ebook dargestellt, dass die amerikanischen Softwaremultis mit dem automatisierten Auto dem Autofahrer Ihre Dienste während der Autofahrt anbieten wollen. Und mit 5g haben Sie diese Möglichkeit. https://elopage.com/s/JuergenVagt/das-selbstfahrende-auto-wie-google-und-co-unsere-autos-automatisiert-und-die-autoindustrie-veraendert

Audi und autonomes Fahren – Audi A 8 ist Vorreiter

Von Jürgen Vagt

schon letzte Woche habe ich kleine Lobeshymne auf ein deutsches Unternehmen angestimmt. http://automatisiertes-auto.de/bosch-bringt-2018-robotertaxis-selbstfahrende-autos-schon-2018/
Und nun wird Audi gelobt, aber der neue Audi A8 hat auch ein stattliches Niveau hinsichtlich seiner automatisierten Fahrfunktionen erreicht. http://www.sueddeutsche.de/auto/autonomes-fahren-der-neue-audi-a-kann-mehr-als-die-polizei-erlaubt-1.3584038
Audi ist in dem anderen großen Innovationsfeld der Automobilindustrie Elektromobilität kein Vorreiter, aber momentan hat Audi sehr hoch entwickelte Systeme im automatisierten Autofahren. Ich würde sagen, dass nur Tesla ebenbürtig ist. http://automatisiertes-auto.de/wird-der-tesla-3-schon-bald-voll-automatisiert-sein/
Beide Hersteller haben ein sehr hohes Automatisierungsniveau in Ihren Serienfahrzeugen und sind irgendwo Vorreiter in der Autoindustrie. Laut Audi soll die neuste Generation des A8 die Stufe 3 des autonomen Fahrens erreicht werden, diese Fahrzeuge können bis 60 km/h auf der Autobahn automatisiert fahren. Im Jahr 2017 ist das noch nicht mal erlaubt, aber im nächsten Jahr sollen diese Funktionen erlaubt werden. Die Systematik des automatisierten Fahrens habe ich in meinem Ratgeber dargelegt: https://elopage.com/s/JuergenVagt/das-selbstfahrende-auto-wie-google-und-co-unsere-autos-automatisiert-und-die-autoindustrie-veraendert

Hardware ist verändert – Die Software kann kommen

Wichtig ist insbesondere für Softwareentwickler und die Softwareindustrie, dass sich die Hardware im Autobau ändert und nun müssen einfach neue Funktionen entwickelt werden. Die Logik ist sehr ähnlich wie beim Smartphone, man kann ein App entwickeln und Sie kann dann von Autofahrer heruntergeladen werden. Mit diesem Herunterladen kann der Autofahrer die Funktionen in seinem Auto erweitern. So weit die Innovationstheorie, denn natürlich entscheiden Autohersteller, was im Auto an Software verbaut wird und es ist gegenwärtig nicht prognostizierbar, ob sich die Entwicklung so wie bei Android etc. Entwickeln wird. Beim Auto wird die Softwareentwicklung auch schnell sicherheitsrelevant.

Von der Oberklasse zum Kleinwagen

Ich werde immer sicherer, was den Erfolg des automatisierten Fahrens angeht, weil man hier einen klassischen Mechanismus in der Automobilindustrie sieht, denn so wie andere Innovationen wie ABS oder Airbag wird die Innovation in der Oberklasse eingeführt. Ca. 15 Jahre später findet man die Innovation im Kleinwagensegment. Automatisiertes Fahren wird also von etablierten Autoindustrie wie eine normale Innovation behandelt.

Bosch bringt 2018 Robotertaxis – selbstfahrende Autos schon 2018

Von Jürgen Vagt

Asche auf mein Haupt, eigentlich wollte ich schon vor Monaten über Bosch bloggen, aber nun muss ich unbedingt auf diese Nachricht reagieren. https://www.golem.de/news/autonomes-fahren-bosch-testet-selbstfahrende-taxis-ab-2018-1707-128808.html . Gut es handelt sich auch mehr, um ein groß angekündigtes Modellvorhaben bzw. Feldversuch, aber trotzdem kommen die Zeithorizonte immer mehr in Rutschen. Ich hatte ja schon in meinen Ebook beschrieben, welche Zukunftsprognosen über die Etablierung des selbstfahrende Autos bestehen : https://elopage.com/s/JuergenVagt/das-selbstfahrende-auto-wie-google-und-co-unsere-autos-automatisiert-und-die-autoindustrie-veraendert
Aber schon im nächsten Jahr also 2018 sollen selbstfahrende Taxis auf die Straße kommen und damit scheint das voll automatisierte Auto deutlich näher als die Meisten gedacht haben.

Testversuche in deutschen Städten

Bosch als größter Automobilzulieferer will schon 2018 versuchsweise vollständig selbstfahrenden Auto im Taxibetrieb einsetzen. Also handelt es sich laut Bosch schon um selbstfahrende Autos, die alle Fahrsituationen automatisiert bewältigen können und autonom vom menschlichen Fahrer sind. Allerdings sollen Menschen noch am Steuer sitzen, um Schwellenängste zu nehmen und weil es rechtlich vorgeschrieben ist, aber grundsätzlich könnten diese Roboterfahrzeuge ohne Menschen als Fahrer auskommen. Schon Anfang April hat Bosch und Daimler eine Entwicklungsplattform gegründet, die beiden traditionellen Partner werden einen dreistelligen Millionenbeitrag investieren.

Das Taxigewerbe muss sich warm anziehen
Seit es diesen Blog gibt, ist die Bedrohung des Taxigewerbes durch das automatisierte Auto ein zentrales Thema. http://automatisiertes-auto.de/automatisierte-autos-werden-fuer-taxifahrer-zu-bedrohung/
Und nun wird versuchsweise getestet, ob voll automatisierte Autos im Taxigewerbe funktionieren und ob dieser Ansatz von den Fahrgästen angenommen wird. Aber Bosch rechnet schon mit der Serienreife der Robotertaxis und das würde bedeuten, dass es bereits 2022 voll automatisierte Taxis gibt. Wenn die Aussagen von Bosch zutreffen, dann sehen wir schon in 5 Jahren Fahrzeuge mit der Automatisierungsstufe 5 auf deutschen Straßen. Also die höchste Stufe des automatisierten Autos, bei der der Mensch überflüssig ist. Nicht nur Toyota erwartet deutlich längere Zeiträume für die Etablierung des autonomen Autos, denn eigentlich hatten viele Experten voll automatisierte und autonome Autos erst im Jahr 2030 erwartet. http://automatisiertes-auto.de/autonome-autos-schon-2018-nein-sagt-toyota/

Nvida baut eine Plattform für autonome Auto

Von Jürgen Vagt

Heute gibt es noch mal eine Erweiterung zum letzten Blog post, denn mit Volkswagen und Volvo haben nun zwei Autohersteller angekündigt, dass die Beiden die Entwicklungsplattform von Nvida nutzen wollen. https://www.computerbase.de/2017-06/autonomes-fahren-volvo-nvidia-drive-px/ .Bis 2021 sollen auf Basis dieser Zusammenarbeit schon autonome Fahrzeuge mit der Stufe 4 von 5 insgesamt möglichen Stufen vermarkten werden. Ford als Massenhersteller hat sehr ähnliche Ziele kommuniziert http://automatisiertes-auto.de/ford-will-nun-auch-das-autonome-auto/
Zudem ist interessant, dass sich langsam aber sicher die Softwareseite beim autonomen Fahren konkretisiert, denn nun Apple schon dargestellt, wie eine Softwareplattform fürs hochgradig bis voll automatisierte Auto aussehen soll. http://automatisiertes-auto.de/apple-baut-nur-die-software-fuers-autonome-autofahren/

Was bedeuten Softwareplattformen fürs autonome Autofahren

Nun Nvida beschreibt sein System als vollständig skalierbares System, also man kann ein kleinen Tempomat aus dem System ziehen, aber es können auch hochgradig automatisierte Fahrroboter gebaut werden. Es werden also Baukastensysteme angeboten, die nach den Bedürfnissen und den Anforderungen des jeweiligen Autoherstellers zusammen gebaut werden. Und dieses Muster wird wohl typisch für die Softwareplattformen in diesem Zukunftsfeld sein. Denn die Softwareanbieter bieten ein System an und aus diesem System können sich die Autohersteller das Passende heraus suchen. Es ist vielleicht noch ein bisschen früh für so eine weit reichende Prognose, aber es könnte werden, wie beim Smartphone. Also bei den Smartphoneplattformen gibt es gegenwärtig nur noch zwei zentrale Akteure wie Android und Windows.

Bekommt die Softwareseite mehr Macht durchs automatisierte Auto

Vielleicht nicht und wahrscheinlich nicht, wenn man bei der Analogie der Software bzw. Entwicklungsplattformen für die Smartphones bleibt. Denn auch wenn es nur zwei Plattformen gibt, haben Smartphonehersteller die Hosen an. So kann man heute 2017 mutmaßen, dass sich die Autohersteller eine mögliche Abhängigkeit durch die Plattformbetreiber entziehen können und auch bei automatisierten Auto weiterhin große Teile der Wertschöpfung auf sich vereinigen. Als wenn man die Situation bei den Smartphones aufs automatisierte Auto übertragen kann, dann müssen sich die Autohersteller auch in der fernen Zukunft kein Sorgen machen. https://elopage.com/s/JuergenVagt/das-selbstfahrende-auto-wie-google-und-co-unsere-autos-automatisiert-und-die-autoindustrie-veraendert

Apple baut nur die Software fürs autonome Autofahren

Von Jürgen Vagt

ich war mit meiner Überschrift nicht so aufmerksamsgeil wie Apple, denn Sie veröffentlichen stückchenweise Ihre Planungen ums automatisierte Auto um einen massiven Imageeffekt zu erzielen. Auch ich habe über die Ambitionen von Apple berichtet: http://automatisiertes-auto.de/apple-hat-schwierigkeiten-beim-selbstfahrenden-auto/
Und es hat sich sogar der Chef Tim Cook höchst persönlich herabgelassen, um die Planungen vorzustellen. Wieder mal springen alle Medien auf diese Nachricht, aber inhaltlich wurde nun eine Ausrichtung auf die Produktion von Software bekanntgegeben.
Aber der Reihe nach, denn im letzten Jahr haben die Softwarekonzerne aus den USA versucht sich einen etablierten Autohersteller einzuverleiben. http://automatisiertes-auto.de/kooperation-beim-autonomen-auto-fiat-und-google/
Das hat bislang nicht geklappt, denn die traditionelle Autoindustrie hat keine Lust eine verlängerte Werkbank für die amerikanischen Softwarekonzerne zu werden. Diese Bestrebungen waren im letzten Jahr ein großes Thema, aber momentan verteidigen sich insbesondere unsere deutschen Hersteller sehr erfolgreich. Mal eine kleine Randnotiz wenn der Dieselskandal weiter den Aktienkurs schwächt, dann ist Volkswagen ein idealer Übernahmekandidat für den amerikanischen Softewaremultis.

Apple wird kein vollwertiger Autohersteller

Ich hatte auch über dieses Branchengerücht spekuliert, aber mit dem jetzigen Statement hat der Vorstandsvorsitzender von Apple dieser Zukunftsversion für Apple eine Absage erteilt. Also wird Apple nur eine Softwareplattform für das automatisierte Auto erstellen und eben kein icar bauen und vertreiben. Die Bereitstellung einer Softwareplattform ist eben auch die unternehmerische Kernkompetenz von Apple und Sie sind auch nicht die Ersten, die auf den Weg zu einem Autohersteller scheitern. Aber das die Software fürs automatisierte Auto ist das Flaggschiff für die künstliche Intelligenz bei Apple. Ibm setzt seinen künstliche Intelligenzplattform Watson schon ein, um Ärzten bei der Diagnose und der Behandelung zu unterstützen. Nun ähnliches wird eben auch Apple geplant und diese Technologie sollen auch den menschlichen Fahrer durch die Software unterstützen, aber dafür muss Sie erst einmal entwickelt werden. Jetzt ist also klar, dass Apple ein Systemlieferant für die Autoindustrie werden will.

Ethische Regeln für automatisierte Autos – Ethik-Kommission legt Bericht vor

Von Jürgen Vagt

es hat knapp 9 Monate gedauert, aber nun sind die Handlungsempfehlungen der Ethik-Kommission fertig. http://automatisiertes-auto.de/ethische-massstaebe-fuer-automatisierte-autofahren/
Ich hatte ja schon im letzten Jahr über die Kommission unter Vorsitz des ehemaligen Bundesrichters Udo di Fabio berichtet. Zielsetzung war ein Vorschlag für die Politik, es sollten ethische Standards fürs autonome Fahren entwickelt werden. https://www.heise.de/newsticker/meldung/Ethik-Kommission-Keine-Loesung-fuer-echte-dilemmatische-Situationen-beim-autonomen-Fahren-3749184.html

Die Würde des Menschen ist unantastbar

Im Wesentlichen hat die Kommission den ersten und zentralen Artikel des Grundgesetzes auf dieses Technologiefeld übertragen. Im rechtlichen Sinne ist eine Güterbewertung vorgenommen worden. Also die Unversehrtheit von Menschen hat den höchsten Stellenwert, Sachschäden und Verletzungen von Tieren sind in Kauf zu nehmen. Es soll auch keine Bewertung von Menschen vorgenommen werden, also das Leben eines Rentners ist nicht weniger wert als das von Kindern. Sollen die Besitzer des Autos besser geschützt werden als andere Verkehrsteilnehmer, dies soll keine Regel werden. Hier finde ich den Empfehlungskatalog etwas schwammig. Der Verkehrssicherheit hätte es gedient, wenn das Professorengremium den Schutz von schwächeren Verkehrteilnehmern höher gewichtet hätte. Also ein Radfahrer ist an sich weniger gesichert als ein Autofahrer, denn der Autofahrer ist durch das Auto und dessen passive Sicherheit besser geschützt. Warum sollte das nicht von der Steuerungsmodulen des autonomen Auto berücksichtigt werden?
Allerdings gibt es diesen Bonus für Autofahrer beim gegenwärtigen Kauf auch, denn wenn ich mir eine SUV besser gesagt einen geländegängigen Panzerspähwagen kaufe, bin ich auch besser gesichert als Radfahrer und Fußgänger. Also wird die jetzige Lebenswirklichkeit in die automatisierte Zukunft fortgeschrieben. https://elopage.com/s/JuergenVagt/das-selbstfahrende-auto-wie-google-und-co-unsere-autos-automatisiert-und-die-autoindustrie-veraendert
Es ist ein 20 Punkte Empfehlungsliste geworden, aber mir fehlt ein anderer Aspekt. Denn in den nächsten Jahren müssen automatisierte Autos in den Straßenverkehr eingeführt werden, also die autonomen Autos verlassen die abgesperrten Testgelände und müssen in die freie Wildbahn. So etwas passiert auch bei kleineren Innovationen wie ABS oder Airbag, aber beim automatisierten Fahren ist die Dimension eine Andere. Hierzu sollte es eine gesellschaftliche Diskussion geben, denn halbfertige automatisierte Fahrzeuge im Straßenverkehr würden alle Verkehrsteilnehmer ausbaden.

Automatisierte Autos bekommen ein eigenes Radar

Von Jürgen Vagt

der Autozulieferer Bosch und der GPS Spezialist Tom-Tom haben eine neue Radartechnologie vorgestellt mit der man die Position eines Autos zentimetergenau bestimmen kann.
http://www.chip.de/news/Auto-Position-zentimetergenau-ermitteln-Bosch-und-TomTom-setzen-auf-Radar_116375182.html .Mit dieser Technologie ist eine zentrale Grundlage für das automatisiertes Autofahren gelegt und ich will diese Nachricht zum Anlass nehmen, ein paar dieser technischen Grundlagen des automatisierten Autofahrens zu beleuchten. Die reine IT im Auto ist nicht so entscheidend, aber der kleine Boom des autonomen Fahrens seit 2 – 3 Jahren ist die aufgrund von Durchbrüchen in der Sensortechnik entstanden. Ich habe die Geschichte des autonomen Autos ausführlicher in meinem Ebook dargestellt: https://elopage.com/s/JuergenVagt/das-selbstfahrende-auto-wie-google-und-co-unsere-autos-automatisiert-und-die-autoindustrie-veraendert.
Die Steuerungssoftware ist an sich nicht spannend, aber das automatisierte Auto muss sein Umfeld analysieren und verstehen, damit das Fahrzeug die richtigen Entscheidungen treffen kann, um das Fahrziel des Fahrers zu erreichen.

Radartechnologie im Auto

Einerseits braucht man Karten und zweitens müssen diese Karten aktuell gehalten werden. Auch wenn man heute in seinem Navigationsgerät schon digitale Karten hat, muss die Technik noch moderner und aktueller werden. Denn in den Fahrzeugen muss der menschliche Fahrer durch Steuerungssoftware ersetzt werden und daher müssen die Karten intelligenter werden und aktuelle Veränderungen wie Baustellen oder Überflutungen müssen gespeichert werden. http://automatisiertes-auto.de/daimler-und-bosch-geben-gas-beim-autonomen-auto/
Und diese Daten werden von ausgerüsteten Fahrzeugen in die Cloud geschickt und dann werden diese Daten von anderen Fahrzeugen genutzt. So bleibt das Kartenmaterial immer aktuell und die automatisierten Fahrzeuge haben immer die nötigen Daten, um zu navigieren. Aber trotzdem braucht ein voll automatisiertes Auto ein eigenes Radar, um die Handlungen der anderen Verkehrsteilnehmer zu verstehen und eigenständige Entscheidungen zu treffen. Das ist sicherlich eine aufwändige technische Komponente im Auto, aber es das bordeigene Radar ist notwendig um das automatisierte Auto zu navigieren. Und diese Technik ist eben von Bosch und TomTom vorgestellt worden. Nun diese Technik soll in die Großserie kommen. Im Passatnachfolger wird das Konzept schon erprobt.

Automatisierte Autos und öffentlicher Nahverkehr – Erste Start ups starten

Von Jürgen Vagt

grundsätzlich hat dieses Start up nichts mit automatisierten Autos zu tun, aber das Konzept ist richtungsweisend. Nun worum geht es, im Prinzip werden Sammeltaxis in Berlin eingeführt und Sammeltaxis gibt es auch in fast allen Städten in der Schwellennationen. Also man ruft per Smartphone einen Kleinbus und dieser kommt nach einer gewissen Zeit und man muss sein Fahrziel angeben, dann fährt der Kleinbus zum Fahrziel. Nach dieser Fahrt ist der Kleinbus wieder frei und kann von anderen Kunden genutzt werden. Es gibt also keine festen Fahrpläne und Fahrzeiten wie beim klassischen öffentlichen Nahverkehr, laut Angaben des Gründers sind die Preise leicht über den Preisen der U-Bahn, aber deutlich unter den Taxi-preisen. Das Ganze kann man als Kommune oder Verkehrsverbund angehen und dieses Start up doortodoor bietet die entsprechende Software an.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/oepnv-maxim-nohroudi-wie-sich-der-nachverkehr-aendert-a-1151243.html

Ist das der Öpnv der Zukunft

Erst mal ist das eine Software, die von Akteuren im öffentlichen Nahverkehr gekauft werden soll. Man kann mit diesem Angebot einen on-Demand Nahverkehr aufbauen, der kostengünstiger ist als der klassische öffentlicher Nahverkehr. Spektakulär sind auch die Prognosen, wie diese Sammeltaxen – Konzepte den Bestand an privaten Fahrzeugen in den Städten reduzieren könnten. Also bedeuten diese Konzepte, dass Autohersteller immer weniger Autos absetzen werden, falls sich diese Sammeltaxis durchsetzen werden.

Automaten ersetzen Menschen

Bislang hat diese Geschichte nichts mit automatisierten Autos zu tun, aber es bei diesen Sammeltaxis nur noch ein kleiner Schritt bis in diesen Sammeltaxis der menschliche Fahrer durch die Automatisierung ersetzt wird. Auch hierfür gibt es schon Konzepte: http://automatisiertes-auto.de/autonom-fahrende-busse-in-berlin-die-automatisierung-erfasst-die-bahn/
So könnt der Öpnv der Zukunft aussehen und diese Sammeltaxen wären der Sargnagel für den Individualverkehr und der Normalbürger müsste kein eigenes Auto besitzen. Nun erstmal werden sich die Sammeltaxis in größeren Städten etablieren, aber diese Sammeltaxis sind auch eine große Chance für ländliche Räume. Mit diesen Sammeltaxis wird der Nahverkehr wieder attraktiver, dann kann man auch Brandenburg besiedeln. Dazu gibt es bald einen Onlinekurs: http://elektroautovergleich.org/buecher-und-kurse-rund-ums-elektroauto/