Voll autonomes Autofahren und rechtliche Hürden – Quo Vadis?

Von Jürgen Vagt

Sascha Pallenberg oder in Fachkreisen wird er auch Palle genannt verdient seine Brötchen nicht mehr als freier Unternehmer, sondern als angestellter Blogger beim Daimler: https://blog.daimler.com/2016/12/09/sascha-pallenberg-wechselt-von-mobilegeeks-zu-daimler/
Nun hat er einen sehr kritischen Beitrag zum Thema rechtlichen Hürden und autonomes Fahren veröffentlicht und jetzt gibt es eine Kritik an der Kritik. https://www.mobilegeeks.de/artikel/autonome-autos-unueberwindbaren-rechtlichen-huerden/
Er schreibt eigentlich viel Wahres, aber das gilt nur für autonome Fahren. Also wenn der Fahrer keine Möglichkeit hat, das Fahrzeug zu steuern, dann ist das Auto autonom von Fahrer. Das machen aber auch Journalisten falsch und stiften eine Begriffsverwirrung http://www.spiegel.de/spiegel/das-erste-auto-das-komplett-ohne-fahrer-auskommt-a-1177468.html . In dem Fahrzeug von Waymo gibt es Pedale und Bremsen, so dass der Fahrer ins Fahrgeschehen eingreifen kann, damit ist das kein autonomes Fahren. Der Hersteller sagen nur, dass das Auto voll automatisiert Fahren kann. Dieses Fahrzeug soll also jede Fahrsituation eigenständig bewältigen können, der menschliche Fahrer muss niemals eingreifen.

Softwarekonzerne wollen das autonome Auto

Und Autokonzerne wollen es um jeden Preis verhindern. Diesen Konflikt hat der gute Palle leider vergessen, denn wenn das autonome Auto kein Lenkrad und keine Schaltung hat, dann kann jeder Softwarekonzern ein Auto bauen und die Autokonzerne verlieren Ihre Macht und Ihr Geschäftsmodell. Google als Vertreter der Softwareseite hat es mit seinem autonomen Fahrzeug auch schon vorgemacht http://automatisiertes-auto.de/die-modellversuche-mit-automatisierte-autos-von-google-eine-erste-bilanz/
Palle schreibt viel rechtliche Hürden und die Notwendigkeit einer ethisch normativen Debatte. Genau momentan wird viel darüber diskutiert, wen das autonome Auto im Zweifelsfall töten soll. Ein Mann oder eine Frau oder ein Kind.
Mir geht es eher um die Brancheninteressen, die der gute Pallenberg vergessen hat. Denn die Wiener Konvention verhindert das autonome Auto, ein riesiges Vertragswerk, dass die Autozulassung in vielen Nationen regelt. Momentan sagt die Wiener Konvention, dass die Verantwortung beim Autofahren beim menschlichen Fahrer liegt. Auf dieser rechtlichen Basis hat die Autoindustrie Ihr Geschäftsmodell aufgebaut und das soll so bleiben und die Softwareindustrie will das ändern, weil Sie mit dem autonomen Auto viel Geld verdienen könnten. Diesen latenten Konflikt sollten Sie nicht vergessen, wenn Sie Nachrichten zu diesem Themenfeld hören. Mehr dazu hier: http://elektroautovergleich.org/buecher-und-kurse-rund-ums-elektroauto/

Elektrisch angetriebener Streetscooter wird nun ein autonomes Fahrzeug

Von Jürgen Vagt

ich habe neben diesem Blog ja auch den Blog elektroautovergleich.org und hier haben wir ein Thema, wo sich beide Blogs kreuzen. Denn Streetscooter aus Aachen wird seinen elektrischen Lieferwagen nun automatisieren und damit wird dieses elektrische Nutzfahrzeug zu einem voll autonomen Nutzfahrzeug. Aber der Reihe nach, Streetscooter ist aus der bekannten technischen Universität Aachen gegründet worden, also treten hier Wissenschaftler aus dem Elfenbeinturm gegen die etablierte Konkurrenz der deutschen Automobilindustrie an und schlagen sich bislang hervorragend. Sie haben allerdings auch DHL (die ehemalige Post) als Industriepartner gewonnen, denn Dhl wollte nicht auf die klassischen Partner aus der Automobilindustrie warten und bis Volkswagen oder und Daimler ein elektrisches Lieferfahrzeug liefert.

Das elektrische Nutzfahrzeug wird autonom

Nun die Serienfertigung hat begonnen und in Aachen ist ein Werk gebaut worden, aber es soll auch bei diesen spannenden Startup in Richtung autonomes Fahren gehen. Den elektrischen Lieferwagen von Streetscooter werden einige Leser vielleicht schon kennen, denn in einem Modellversuch liefert die Post schon Ihre Briefe und Pakete mit dem Streetscooter aus. Aber auch hier sollen die Steuerfunktionen des menschlichen Fahrers durch ein automatisiertes System ersetzt werden. http://www.spiegel.de/auto/aktuell/post-testet-selbstfahrende-streetscooter-a-1172300.html

2018 wird von der Post getestet

Schon 2018 will die Post selbstfahrende Streetscooter in der Logistik testen, also sollen die Fahrzeuge bei der Zustellung auf der letzten Meile eingesetzt werden. Das Paket wird auf der Autobahn mit einem normalen, konventionellen LKW transportiert, aber auf dem letzten Kilometer will die Post das selbstfahrende Konzept testen, um eine abgasfreie oder um genau zu sein eine emissionsärmere Belieferung auszuprobieren. Einerseits werden lokale Emissionen vermieden und es entstehen keine Abgase beim Fahren, aber anderseits kann so auch die Lärmbelastung in den Städten reduziert werden. Das autonome Fahren bietet auch die Möglichkeit, dass man die Belieferung zu außergewöhnlichen Zeiten vornimmt, so dass man nicht mehr auf die üblichen Arbeitszeiten Rücksicht nehmen muss. Mehr dazu hier: http://elektroautovergleich.org/buecher-und-kurse-rund-ums-elektroauto/

Erste automatisierte Busse im Nahverkehr – Erste Versuche in Brandenburg

Von Jürgen Vagt

ja nun kann man Brandenburg wieder besiedeln, denn voll automatisierte Busse oder selbstfahrende Busse sind eine riesige Chance für den öffentlichen Nahverkehr. Das gilt insbesondere für strukturschwache Regionen wie eben Brandenburg, denn einerseits kann man die autonomen Busse häufiger fahren lassen und selbst dann sind Sie immer noch kostengünstiger als konventionelle Busse. Denn die Personalkosten fallen einfach weg und damit kann man die Busse häufiger fahren lassen. Ich bin ja selbst ein Kind der Provinz und mein Partyleben begann auch erst mit dem Führerschein, so gesehen kann ich mitfühlen, wenn man über die Ödnis in der Provinz klagt. Aber die Personalkosten machen bei LKW-Speditionen ungefähr 30 % der Gesamtkosten aus und das wird beim öffentlichen Nahverkehr mit Bussen ähnlich sein. Und diese Kosten fallen dann beim hoch automatisierten Busfahren weg.

Die Busse werden kleiner

Einerseits sind die Testversuche durch Kostenreduktionen bei den Busfahreren motiviert und, anderseits werden die Busse auch kleiner. https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2017/11/fahrerlose-busse-ostprignitz-ruppin-test.html . Denn wenn man neue Busgenerationen plant, dann wird man auch Gedanken über die typischen Auslastungen von Bussen gemacht machen und Busse werden an diese Ansprüche ausgerichtet. Ich sehe eben in allen Modellversuchen http://automatisiertes-auto.de/automatisierter-bus-in-sylt-zukunft-des-oepnv/, dass die Testbusse bedeutend kleiner sind als die konventionellen Busse im öffentlichen Nahverkehr. Als Konzept setzt sich eine Art Sammeltaxi durch, also praktisch Kleinbusse die ohne einen klassischen Fahrplan auskommen. Eigentlich durch die Bank weg werden selbstfahrende, autonome Busse mehr dem Taxi als klassischen Bussen Konkurrenz machen werden.

Die letzte Meile ist der Anfang

Die Einführung der selbstfahrenden Busse wird also eher über den Zubringerverkehr beginnen, so wie in der Prignitz werden die selbstfahrenden Busse für die Strecken vom Bahnhof ins Stadtgebiet hinein fahren. Aber bei den gegenwärtigen Modellversuchen ist man noch sehr weit weg von dem Konzept der reinen Schwarmmobilität, denn dort kann man einfach per Smartphone den nächsten selbstfahrenden Bus anrufen und wird dann zu Fahrtziel befördert werden und die Abrechnung erfolgt dann per Smartphone. Mehr dazu hier: http://elektroautovergleich.org/buecher-und-kurse-rund-ums-elektroauto/

Ford geht mit einem Uber-konkurrent zusammen

Von Jürgen Vagt

Eine interessante Nachricht, denn hier mischen sich etablierte Hersteller und neue Akteure innerhalb der Automobilindustrie. Und Ford als immerhin drittgrößter Autohersteller der Welt hat sich mit einer Ride- Sharing Plattform Lyft zusammen getan. Ziel ist dieser Kooperation ist es, die selbstfahrenden bzw. hochgradig automatisierten Autos von Ford den Nutzern verfügbar zu machen und so ein Geschäftsmodell für beiden Partner zu werden. Aber erst mal muss in Deutschland erklären, was eine Ridesharing-plattform ist. Nun Uber ist bekannt, aber eigentlich ist es eine Internetplattform auf des sich Anbieter und Nachfrager treffen und man kann als Kunde ein Auto zeitweise mieten und der Anbieter bekommt Geld. In Deutschland ist dieses Geschäftsmodell mehr oder weniger durchgehend verboten, um das Taxigewerbe zu schützen oder um Fahrgäste vor unqualifizierten Fahrer zu schützen. Urteilen Sie selbst, welcher Argumentation Sie folgen wollen.

Selbstfahrende Autos muss man nicht besitzen

Uber als bekannteste und populäre Ridesharingplattform ist bis auf Deutschland weltweit sehr erfolgreich und war vor ca. 3 Jahren sogar das Start up mit der höchsten Marktkapitalisierung. Aber Uber hat sich schon anders weit gebunden: http://automatisiertes-auto.de/uber-will-automatisierte-autos-von-mercedes-benz-einsetzen/
Ich beobachte zwei Bewegungen im Feld des automatisierten Autofahrens, denn einerseits kommen immer Softwarekonzerne in der Automobilbau und bringen Ihre Arbeitsweise und ihr Denken in den zukünftigen Automobilbau ein. Anderseits kommen immer mehr Carsharinganbieter auf den Markt, denn mit dem automatisierten Auto geht der Statusverlust des Autobesitzes einher. In Zukunft werden immer weniger ein Auto besitzen und es immer Autofahrten mit geliehenen Autos gefahren. https://www.welt.de/wirtschaft/article169150021/Warum-Ford-ausgerechnet-seinen-groessten-Rivalen-umarmt.html
Ich habe diese Branchenentwicklungen auch schon intensiver in meinen Ratgeber betrachtet: https://elopage.com/s/JuergenVagt/das-selbstfahrende-auto-wie-google-und-co-unsere-autos-automatisiert-und-die-autoindustrie-veraendert
Aber interessant ist es, aber der sich immer klarer abzeichnender Kostenvorteil des automatisierten Autos, denn gegenwärtig kostet ein Personenkilometer 80 Cent, aber die Robotertaxis werden nur 20 Cent pro Kilometer kosten. Auch wenn die Deutschen die Technologie noch sehr skeptisch sehen, dann werden Sie durch diesen massiven Kostenvorteil überzeugt.

Automatisiertes Autofahren und die Automobilzulieferindustrie

Von Jürgen Vagt

ich habe diesen Aspekt immer ein bisschen vernachlässigt, aber nun hat Bain und Company als Unternehmensberater eine Studie veröffentlicht und die Kollegen von t3n haben das Thema aufgegriffen. http://t3n.de/news/auto-zulieferer-deutschland-858145/
Ich habe mit dieses Machwerk angeschaut und meine, dass die Unternehmensberater mit dieser Studie die Mittelständler verunsichern wollen und schöne und teure Beratungsprojekte verkaufen wollen. Denn ich teile nicht den kritischen Tenor dieser Studie nicht, also ich glaube nicht, dass die deutsche mittelständische Automobilzulieferindustrie eine schlechte Ausgangsposition im Wettbewerb um das automatisiertes Auto hat. Momentan reden wir beim automatisierten Auto noch von einem Forschungsthema, deswegen ist es einfach zu spekulativ, wenn man über Marktentwicklungen der nächsten Jahre Meinungen äußert. Zudem sind die deutschen Automobilzulieferer führend , was die Patentanmeldungen angeht. http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/kuenstliche-intelligenz/bosch-haelt-die-meisten-patente-fuer-roboterautos-15171713.html

Software und Kapitalbedarf

In der Studie wird die Gefahr gesehen, dass die Automobilzulieferindustrie keine Kompetenzen in der Softwareentwicklung haben und dieses Defizit wird ein gravierender Nachteil in Wettbewerb ums automatisiertes Auto. Meiner Meinung kann es, aber es kann ein Vorteil für die Automobilzulieferindustrie sein, wenn man sich der Plattformen von großen Softwarehäuser bedient. http://automatisiertes-auto.de/nvida-baut-eine-plattform-fuer-autonome-auto/
Zudem wird die Kapitalschwäche des automobilen Mittelstandes kritisiert, aber mit dem automatisierten Auto hält die Digitalisierung in den Automobilbau Einzug und dadurch verlagert sich die Wertschöpfung von großen und damit kapitalintensiven Maschinen hinzu intelligenten Softwarecodes. Das bedeutet aber eben nicht, dass man große Investitionen braucht, sondern gute Programmierer.

Man muss groß sein, um im Wandel zu bestehen

Dieses Mantra wird in der besagten Studie hochgehalten, aber der Satz hat wohl noch nie gestimmt, denn die Schnellen und Wandlungsfähigen werden die Veränderungen meistern . Im Automobilbau entstehen gerade durch die Veränderungen immense Chancen für kleine und neue Aktivitäten http://www.spiegel.de/auto/aktuell/iaa-2017-elektroauto-aus-dem-zulieferer-baukasten-a-1168742.html , deswegen ist es Quatsch auf Größe und massiven Kapitaleinsatz zu setzen. Man ist als automobiler Zulieferer mit einer schlanken Unternehmenskultur besser bedient und zudem sollten man sich auch Arbeitsstrukturen wie agiles Management und Scrum anschauen.

Automatisiertes Parken – Daimler und Bosch kooperieren beim Parken per Smartphone

Von Jürgen Vagt

die beiden deutschen Schwergewichte im Automobilbau Daimler und Bosch tun sich zusammen, damit ein Zwischenschritt zum voll automatisierten Autofahren bzw. autonomen Auto erreicht wird. http://automatisiertes-auto.de/bosch-bringt-2018-robotertaxis-selbstfahrende-autos-schon-2018/
Erst soll das Parkhaus der Mercedes Museums automatisiert werden und dafür wird Bosch das Parkhaus mit einem Laserscanner ausstatten. Dann kann der geneigte Daimlerfahrer mittels einer Smartphoneapp den Parkvorgang starten, also fährt das Fahrzeug automatisiert in den nächsten freien Parkplatz und parkt. Die Laserscanner des Parkhauses senden Ihre Daten in die Cloud und dann das Auto empfängt diese Parkhausdaten. Mit diesen ständig aktualisierten Parkhausdaten kann dann das Auto eigenständig und automatisiert seinen Parkplatz finden. http://www.automobilwoche.de/article/20170724/NACHRICHTEN/170729946/automatisiertes-fahren-bosch-und-daimler-starten-parkhaus-parken-per-fingerdruck

Brücken zum voll autonomen Auto

Dies ist nur ein Teilschritt zum voll automatisierten Autofahren und irgendwie wirkt diese Konzepte wie eine Brückentechnologie und anderseits müssen Parkhausbetreiber erstmal einen sechsstelligen Betrag in diese Technologie investieren, damit Autos automatisiert einparken können. Und in den nächsten Jahren werden nur Fahrzeuge der Oberklasse mit dieser Technologie ausgestattet werden. Für mich bleibt der Erfolg dieser Zwischenschritte zum voll autonomen Auto fraglich, denn wenn unsere Technikauguren Recht behalten, dann können die automatisierten Autos völlig ohne technische Infrastrukturen komplett eigenständig fahren. Ob sich diese Investitionen in Infrastrukturen rechnen, bleibt fraglich.

Deutsche sind Technologietreiber

Für den Schlussabsatz bleibt festzuhalten, dass die deutschen etablierten Autoproduzenten sich gut in diesem Technologiefeld behaupten. Das sind positive Nachrichten, wenn Ihnen gerade der Dieselantrieb um die Ohren fliegt. Aber gerade Bosch ist federführend bei sehr innovativen Projekten in diesem Technologiethema und sowohl BMW als auch Daimler bringen sehr hoch entwickelte Automatisierungstools in Ihren Luxuslimousinen zum Einsatz.
Aber wir reden immer noch von Entwicklungszeiträumen von 10 bis 20 Jahren und in so einem dynamischen Technologiefeld kann sich eine Menge ändern, ob die etablierte deutsche Autoindustrie sich beim automatisierten Autofahren behaupten können, wird die Zeit zeigen. Mehr dazu unter: https://elopage.com/s/JuergenVagt/das-selbstfahrende-auto-wie-google-und-co-unsere-autos-automatisiert-und-die-autoindustrie-veraendert

Automatisierter Bus in Sylt – Zukunft des Öpnv

Von Jürgen Vagt

So der Bund hat jetzt erst einmal einen Fördertopf von 2,3 Millionen € aufgelegt, um zu zeigen, wie das automatisierte Fahren im Öpnv aussehen soll. Ich hatte ja schon über die Versuche berichtet, wie die Bahn Ihren Versuch in Berlin startet. http://automatisiertes-auto.de/autonom-fahrende-busse-in-berlin-die-automatisierung-erfasst-die-bahn/
Aber nun ist auf der Ferieninsel Sylt ein Versuch gestartet, der selbstfahrende Busse in ländlichen Regionen erproben soll. Damit wird im strukturschwachen Nordfriesland eine der zentralen Zukunftstechnologien der Automobilindustrie erprobt. Man hört natürlich die Standards über die aktuelle Landflucht und den demographischen Wandel, also der Altersschnitt der Bevölkerung steigt und die jungen und qualifizierten Menschen ziehen in die größeren Städte. Wie muss der Öpnv auf diese Herausforderungen reagieren? Voll automatisierte Busse kommen ohne menschliche Busfahrer aus und dadurch können Personalkosten gespart werden. Und man kann eben sich auch von starren Busplänen lösen, also Linie 11 fährt immer viertel nach der vollen Stunde. Denn man kann einfach per Smartphone den Roboterbus rufen und dann kann man diese modernen automatisierten Busse, wie ein Sammeltaxi nutzen.

Nur ausländische Hersteller bieten automatisierte Busse

Leider fällt auf, dass gegenwärtig nur ausländische Anbieter voll automatisierte Busse anbieten. Die wirklich innovativen Unternehmen kommen aus Frankreich und den USA und diese bieten Ihre Busse schon für ca. 250 000 € an. https://www.shz.de/lokales/sylter-rundschau/fahrerloser-bus-kommt-nach-sylt-id17428016.html
Trotz des immer noch frühen Stadiums dieses Innovationsfeldes werden keine Mondpreise aufgerufen. In diesem Spektrum ist auch Local Motors vertreten, die schon mit der Einbindung von Kunden in den Konstruktionsprozess experimentieren.
Aber nun zu Sylt, der Bürgermeister wollte das Projekt schon stoppen, weil es zu den ersten Unfällen gekommen ist, nun Friesen sind an sich etwas störrisch. Sylt ist ein weit auseinander gezogene Insel, die nur in den Sommermonaten stark mit Urlauber besiedelt ist. Im Winter stehen die Ferienwohnungen meist leer, so dass sich ein klassischer Linienverkehr nicht lohnt und diesen Bedingungen können die selbstfahrende Busse erprobt werden. Mehr dazu hier: https://elopage.com/s/JuergenVagt/das-selbstfahrende-auto-wie-google-und-co-unsere-autos-automatisiert-und-die-autoindustrie-veraendert

Das Auto der Zukunft – 5G als Datenstandard macht es möglich

Von Jürgen Vagt

eigentlich ist ganz Deutschland schon ins Sommerloch gefallen, aber ich möchte noch mal ein dröges aber wichtiges Zukunftsfeld darstellen. Bald soll 5G als Datenstandard das bestehende 4G (LTE) ersetzen und hier können ganze neue Dienste ums Auto entstehen, also der neue Datenstandard soll das Internet of Things ermöglichen. Also die digitale Vernetzung von physischen Geräten, man kann also bald seine Jalousien per Smartphone steuern. Der neue Datenstandard soll also besser mit Menschenansammlungen und der Integration von physischen Schnittstellen klarkommen. In der Vergangenheit sind diese Datenstandard wie Umts durch Mobilfunkbetreiber bestimmt worden, bei 5G sind auch andere Stakeholder wie die Automobilindustrie einbezogen worden. https://www.produktion.de/mobilitaet-zukunft-archiv/id-5g-und-das-auto-der-zukunft-112.html

Herausforderungen durch 5G

Bevor man jetzt ins Schwelgen über die neuen Möglichkeiten kommt, muss man festhalten, dass erst einmal die Hardware im Auto geändert wird. Das bedeutet, dass Autohersteller neue Antennen in Ihren Autos verbauen müssen und diese einerseits die Datenübertragung hinbekommen und anderseits eben auch bei 200 km/h und Sturm funktionieren. Zudem muss sagen, dass eine neue Modellgeneration erst nach 7 Jahren auf den Markt kommt. Nun hat die Autoindustrie ein Gremium gebildet, um die spezifischen Anforderungen an den neuen Datenstandard zu formulieren.

Was kann man erwarten?

Gunter Dueck, der bekannte Innovationsvordenker, verkündet schon mal, dass im Silicon Valley sich die ersten Start ups in diesem Feld gegründet haben. Aber in der letzten Woche habe ich schon über mögliche Plattformen spekuliert. http://automatisiertes-auto.de/nvida-baut-eine-plattform-fuer-autonome-auto/
Nun momentan lässt sich noch nicht sagen, wo die Reise hingeht. Die digitale Vernetzung setzt sich eher zögerlich beim Automobilbau durch, man keine sich seinen Facebook Newsfeed angucken. Und Spotify kann man sich auch in den Neuwagen holen, aber wenn der menschliche Fahrer von Steuern entlastet ist, dann kann man ganz andere Dienste ins Auto integrieren. Ich hatte ja auch schon in meinem Ebook dargestellt, dass die amerikanischen Softwaremultis mit dem automatisierten Auto dem Autofahrer Ihre Dienste während der Autofahrt anbieten wollen. Und mit 5g haben Sie diese Möglichkeit. https://elopage.com/s/JuergenVagt/das-selbstfahrende-auto-wie-google-und-co-unsere-autos-automatisiert-und-die-autoindustrie-veraendert

Audi und autonomes Fahren – Audi A 8 ist Vorreiter

Von Jürgen Vagt

schon letzte Woche habe ich kleine Lobeshymne auf ein deutsches Unternehmen angestimmt. http://automatisiertes-auto.de/bosch-bringt-2018-robotertaxis-selbstfahrende-autos-schon-2018/
Und nun wird Audi gelobt, aber der neue Audi A8 hat auch ein stattliches Niveau hinsichtlich seiner automatisierten Fahrfunktionen erreicht. http://www.sueddeutsche.de/auto/autonomes-fahren-der-neue-audi-a-kann-mehr-als-die-polizei-erlaubt-1.3584038
Audi ist in dem anderen großen Innovationsfeld der Automobilindustrie Elektromobilität kein Vorreiter, aber momentan hat Audi sehr hoch entwickelte Systeme im automatisierten Autofahren. Ich würde sagen, dass nur Tesla ebenbürtig ist. http://automatisiertes-auto.de/wird-der-tesla-3-schon-bald-voll-automatisiert-sein/
Beide Hersteller haben ein sehr hohes Automatisierungsniveau in Ihren Serienfahrzeugen und sind irgendwo Vorreiter in der Autoindustrie. Laut Audi soll die neuste Generation des A8 die Stufe 3 des autonomen Fahrens erreicht werden, diese Fahrzeuge können bis 60 km/h auf der Autobahn automatisiert fahren. Im Jahr 2017 ist das noch nicht mal erlaubt, aber im nächsten Jahr sollen diese Funktionen erlaubt werden. Die Systematik des automatisierten Fahrens habe ich in meinem Ratgeber dargelegt: https://elopage.com/s/JuergenVagt/das-selbstfahrende-auto-wie-google-und-co-unsere-autos-automatisiert-und-die-autoindustrie-veraendert

Hardware ist verändert – Die Software kann kommen

Wichtig ist insbesondere für Softwareentwickler und die Softwareindustrie, dass sich die Hardware im Autobau ändert und nun müssen einfach neue Funktionen entwickelt werden. Die Logik ist sehr ähnlich wie beim Smartphone, man kann ein App entwickeln und Sie kann dann von Autofahrer heruntergeladen werden. Mit diesem Herunterladen kann der Autofahrer die Funktionen in seinem Auto erweitern. So weit die Innovationstheorie, denn natürlich entscheiden Autohersteller, was im Auto an Software verbaut wird und es ist gegenwärtig nicht prognostizierbar, ob sich die Entwicklung so wie bei Android etc. Entwickeln wird. Beim Auto wird die Softwareentwicklung auch schnell sicherheitsrelevant.

Von der Oberklasse zum Kleinwagen

Ich werde immer sicherer, was den Erfolg des automatisierten Fahrens angeht, weil man hier einen klassischen Mechanismus in der Automobilindustrie sieht, denn so wie andere Innovationen wie ABS oder Airbag wird die Innovation in der Oberklasse eingeführt. Ca. 15 Jahre später findet man die Innovation im Kleinwagensegment. Automatisiertes Fahren wird also von etablierten Autoindustrie wie eine normale Innovation behandelt.

Bosch bringt 2018 Robotertaxis – selbstfahrende Autos schon 2018

Von Jürgen Vagt

Asche auf mein Haupt, eigentlich wollte ich schon vor Monaten über Bosch bloggen, aber nun muss ich unbedingt auf diese Nachricht reagieren. https://www.golem.de/news/autonomes-fahren-bosch-testet-selbstfahrende-taxis-ab-2018-1707-128808.html . Gut es handelt sich auch mehr, um ein groß angekündigtes Modellvorhaben bzw. Feldversuch, aber trotzdem kommen die Zeithorizonte immer mehr in Rutschen. Ich hatte ja schon in meinen Ebook beschrieben, welche Zukunftsprognosen über die Etablierung des selbstfahrende Autos bestehen : https://elopage.com/s/JuergenVagt/das-selbstfahrende-auto-wie-google-und-co-unsere-autos-automatisiert-und-die-autoindustrie-veraendert
Aber schon im nächsten Jahr also 2018 sollen selbstfahrende Taxis auf die Straße kommen und damit scheint das voll automatisierte Auto deutlich näher als die Meisten gedacht haben.

Testversuche in deutschen Städten

Bosch als größter Automobilzulieferer will schon 2018 versuchsweise vollständig selbstfahrenden Auto im Taxibetrieb einsetzen. Also handelt es sich laut Bosch schon um selbstfahrende Autos, die alle Fahrsituationen automatisiert bewältigen können und autonom vom menschlichen Fahrer sind. Allerdings sollen Menschen noch am Steuer sitzen, um Schwellenängste zu nehmen und weil es rechtlich vorgeschrieben ist, aber grundsätzlich könnten diese Roboterfahrzeuge ohne Menschen als Fahrer auskommen. Schon Anfang April hat Bosch und Daimler eine Entwicklungsplattform gegründet, die beiden traditionellen Partner werden einen dreistelligen Millionenbeitrag investieren.

Das Taxigewerbe muss sich warm anziehen
Seit es diesen Blog gibt, ist die Bedrohung des Taxigewerbes durch das automatisierte Auto ein zentrales Thema. http://automatisiertes-auto.de/automatisierte-autos-werden-fuer-taxifahrer-zu-bedrohung/
Und nun wird versuchsweise getestet, ob voll automatisierte Autos im Taxigewerbe funktionieren und ob dieser Ansatz von den Fahrgästen angenommen wird. Aber Bosch rechnet schon mit der Serienreife der Robotertaxis und das würde bedeuten, dass es bereits 2022 voll automatisierte Taxis gibt. Wenn die Aussagen von Bosch zutreffen, dann sehen wir schon in 5 Jahren Fahrzeuge mit der Automatisierungsstufe 5 auf deutschen Straßen. Also die höchste Stufe des automatisierten Autos, bei der der Mensch überflüssig ist. Nicht nur Toyota erwartet deutlich längere Zeiträume für die Etablierung des autonomen Autos, denn eigentlich hatten viele Experten voll automatisierte und autonome Autos erst im Jahr 2030 erwartet. http://automatisiertes-auto.de/autonome-autos-schon-2018-nein-sagt-toyota/