Automatisierte Autos werden für Taxifahrer zur Bedrohung

Von Jürgen Vagt

ich habe ja eben schon über die Bedeutung des automatisierten Autos oder Busses im öffentlichen Nahverkehr geschrieben: http://automatisiertes-auto.de/automatisierte-busse-im-oeffentlichen-nahverkehr-test-in-der-schweiz und http://automatisiertes-auto.de/in-london-sollen-bald-selbstfahrende-autos-fahren .
Das heißt, es könnten zum immensen Veränderungen im Transportsektor führen und bei solche Veränderungen werden Gewinner und Verlierer in dem Transportgewerbe entstehen. Kann also das autonome Auto das Taxi mit einen menschlichen Fahrer ersetzen? Wie ich schon in meinem Post über den Schweizer Testlauf des französischen Busherstellers Nayga beschrieben habe, kann eine Automatisierungstool in einen Verkehrsbus eine zentralisierte Steuerung erlauben und würde somit Effizienzpotenziale im öffentlichen Nahverkehr heben. Es könnte von starren Buslinen abgeweicht werden und eine Art zentralisierte Bedarfssteuerung über die Smartphones der potenziellen Kunden aufgebaut werden. Damit würde der öffentliche Nahverkehr effizienter und der öffentliche Nahverkehr könnte die Kundenbedürfnisse besser abdecken.

Automatisierte Autos ersetzen den menschlichen Taxifahrer

Uber bietet ja schon seit ein paar Jahren das Ridesharing über angeschlossene Fahrer an und wurde damit zum Schrecken des internationalen Taxigewerbes und Uber ist ein zentraler Förderer des automatisierten Autos. Denn schon sind Milliardenaufträge für die konventionelle Autoindustrie im Gespräch und da habe ich ja auch schon drüber berichtet: http://automatisiertes-auto.de/uber-will-automatisierte-autos-von-mercedes-benz-einsetzen/ .
Das Szenario wäre klar, Uber und die anderen Ridesharingplattformen ersetzt den menschlichen Fahrer durch automatisierte Autos und wird so noch rentabler. Denn auch für eine Ridesharingplattform ist die menschlichen Fahrer ein großer Kostenfaktor, so wie bei anderen Logistik Unternehmen auch. Verlieren die Taxifahrer nun durch das automatisiertes Auto Ihren Job?. Wahrscheinlich nicht sofort, aber wenn sich das automatisierte Auto durchsetzt, dann ist das ein realistisches Zukunftsszenario. Und wenn sich das traditionelle Taxigewerbe auflöst, dann könnten auch neue Geschäftsfelder für die traditionellen Autohersteller oder für die us-amerikanischen Softwarekonzerne entstehen. Denn auch Ford in den USA steigert seine Forschungsaktivitäten im Bereich des automatisierten Autos, wenn die Tätigkeiten auch weniger herausgehoben wird als bei deutschen Herstellern. http://automatisiertes-auto.de/mercedes-lkws-fahren-automatisiert-ueber-die-autobahn . Das muss aber auch nichts heißen, denn wenn die traditionellen Autohersteller mit automatisierten Autos das Taxigewerbe übernehmen werden, muss man in Jahrzehnten denken. http://www.focus.de/auto/news/autonomes-fahren-in-new-york-taxifahrer-vor-dem-aus_id_5384374.html .

Automatisierte Busse im öffentlichen Nahverkehr – Test in der Schweiz

Von Jürgen Vagt

ich hatte das schon in meinem Buch (Das selbstfahrende Auto) vorausgesagt, dass sich das automatisierte Autofahren über den öffentlichen Nahverkehr entfalten wird. Denn im öffentlichen Nahverkehr gibt es keine irrationalen Widerstände gegen den Computer am Steuer, denn angestellte Fahrer müssen sich der Automatisierung beugen. Zudem kann die Automatisierung den öffentlichen Nahverkehr Effizienzgewinne bescheren, denn es bietet sich an, die automatisierte Busse zentralisiert zu steuern und damit eine gewisse geografische Region besser und umfangreicher mit Transportdienstleistungen zu versorgen. Zudem scheint schon der Hybrid bei Verkehrsbussen veraltet zu sein, so wie man aus den Städten und Leipzig hört, werden an 2020 schon voll elektrische Busse angeschafft. Auch in Berlin werden schon voll elektrische Busse für den Einsatz der in öffentlichen Nahverkehr der Hauptstadt getestet.

Automatisierte und voll elektrische Busse werden in der Schweiz getestet

Nun geht es aber um einen konkreten Versuch in Sitten in der Schweiz: http://ecomento.tv/2016/03/25/sitten-erstmals-autonome-elektrobusse-in-der-schweiz-unterwegs .
Und die neue Qualität dieses Versuches ist es, das auf zwei Linien im Stadtgebiet der Schweizer Stadt Sitten getestet werden soll. Der französischer Bushersteller Navya wird die Praxistauglichkeit seines Busses Arma in einer Kooperation mit Flottenmanagement- Dienstleistern Best Mile testen. Der Arma von Navya kann nur 20 Passagieren Platz bieten und schafft in der Spitze 45 Kmh, also erinnert der Arma mehr an ein Shuttlefahrzeug als an einen klassischen Verkehrsbus. Aber solche Konzepte wie der Arma könnten die Zukunft der Busse im öffentlichen Nahverkehr darstellen, denn mit kleineren Busse kann man flexibler auf Kundenbedürfnisse reagieren, man könnte wie in Schwellennationen ein Sammeltaxi bieten, denn der Kunde könnte über sein Smartphone den Kleinbus rufen und die gewünschte Wegstrecke absolvieren. Denn durch kleinere Busse kann von jetzt üblichen starren Streckennetz mit eindeutigen Buslinien abweichen. Der im Vergleich zu den konventionellen Verbrenner basierten Busse schwächere elektrisch angetriebene Kleinbus muss auch in seinen Ausmaßen kleiner werden. Das gilt auch für den angekündigten Test in London: http://automatisiertes-auto.de/in-london-sollen-bald-selbstfahrende-autos-fahren/

Mercedes Lkws fahren automatisiert über die Autobahn

Von Jürgen Vagt

Seit letzten Herbst gibt es ja Testfahrten von Mercedes-Benz Lkws auf deutschen Autobahnen und nun gibt es eine Weiterführung dieser Testfahrten, bei denen das Platooning getestet wird. Was ist das? Das ist das Konvoifahrten von automatisierten Lkw, die dann eine Autobahnfahrt völlig autonom ohne irgendwelchen Steuerungsimpuls durch den menschlichen Fahrers absolvieren kann. Dieses automatisierte Lkw-fahren wurde durch den Lkw Vorstand Bernhard auf der A8 im Stuttgarter Raum präsentiert.
Warum wird es ein so hochrangiger Pressetermin auf die Beine gestellt, um dieses automatisierte Lkw fahren zu präsentieren und der schwäbische Autobauer hat verlautbart, dass bereits 500 Millionen Euro in die Entwicklung des automatisierten Lkws geflossen sind.
Nun ich habe ich schon in meinem Buch (Das selbstfahrende Auto) prognostiziert, dass das automatisierte Autofahren über den Lkw Verkehr Einzug in die Automobilität halten wird. Die Nachricht, das Mercedes-Benz unter Realbedingungen das voll automatisierte LKW fahren testet, bestätigt meine These. Denn Ersten gibt es bei angestellten Lkw Fahrern keine irrationalen Widerstände gegenüber dem automatisierten Autofahren und zweitens werden durch den automatisierten Lkw verkehr Kosten für die Logistikunternehmen eingespart werden.
Zudem ist automatisierte Lkw fahren in der Gegenwart auf der Autobahn ist keine große Herausforderung mehr, da die Fahrsituation auf der Autobahn ziemlich simpel und eintönig ist.
Diese Faktoren zusammengenommen, kann man wohl meinen, dass bald im normalen Lkw Verkehr automatisierte Lkws im Konvoi fahren werden. Damit wird wohl auch der Lkw Verkehr eher als der Autoverkehr automatisiert. Nun hat Renault-Nissan schon für das Jahr 2020 einen voll automatisiertes Auto angekündigt. http://automatisiertes-auto.de/renault-nissan-will-klare-gesetzliche-vorgaben-fuer-das-autonome-autofahren/
Dieses automatisierte Lkw fahren hat auch für den normalen Autofahrer mehrere Vorteile, denn mit diesen automatisierten Kolonnenfahren wird das Unfallrisiko reduziert, denn der menschliche Fehler wird bei vielen LKWs reduziert und damit werden auch Überholvorgänge und übermäßiger Dieselverbrauch reduziert. Mit dem automatisierten Lkw Fahren könnten somit auch Staus reduziert werden und der Verkehr würde auf Autobahnen flüssiger werden.

Hürde für das automatisierte Auto fällt – Die Wiener Konvention wird geändert.

Von Jürgen Vagt

In dieser Woche ist eine wichtige Hürde für das voll automatisierte Auto gefallen, denn nun ist eine Änderung der Wiener Konvention rechtskräftig geworden und damit wird vornehmlich in Europa eine zentrale Hürde für das hochgradig automatisierte bzw. voll automatisierte Auto genommen.
Aber die Reihe nach, denn die Wiener Konvention ist eine internationale Übereinkunft, die für die Unterzeichnernationen die Verkehrssicherheit länderübergreifend regeln soll und mit diesem Regelwerk werden auch die Rahmenbedingungen für die Autoindustrie gesetzt.
Momentan werden die Straßenversuche der automatisierten Autos von Google ja in den USA durchgeführt und das liegt auch daran, dass die USA die Wiener Konvention nicht unterschrieben hat. Denn bis zu dieser Woche hat die Wiener Konvention von den Unterzeichnerstaaten verlangt, dass in den Rechtsprechungen das voll automatisierte Autofahren mehr oder weniger verboten ist. Denn die Wiener Konvention verlangte, dass ein menschlicher Fahrer die Kontrolle und Steuerung über das Fahrzeug behalten muss und damit ist eine hohe Hürde für das voll automatisierte Auto gelegt worden.
Aber vor 18 Monaten ist eine Regelung beschlossen worden, so dass der menschliche Fahrer nicht mehr dauerhaft das Fahrzeug beherrschen muss, damit könnten voll automatisierte Autos möglich werden.
http://www.golem.de/news/autobahnpilot-wiener-uebereinkommen-erlaubt-vollautomatisierte-autos-1603-119922.html
Konkret bedeutet das, in der aktuellen Modellenreihe der E-Klasse von Mercedes – Benz gibt es zwar ein Automatisierungstool, aber wenn das diese E-Klasse in eine enge Kurve fährt, schaltete sich diese Automatisierung aus. Unter der jetzigen Rechtsprechung ist der Autohersteller verpflichtet eine Freihanderkennung zu verbauen, so dass das Auto erkennt, wenn der Fahrer die Hände von Steuer nimmt, dann schaltete sich das Automatisierungstool aus und der menschliche Fahrer muss übernehmen. Mit den Änderungen der Wiener Konvention fällt diese Regelung weg, in der neue Rechtsprechung kann der Fahrer auf die Kontrolle während der Autofahrt verzichten. Das bedeutet man kann von Füssen bis nach Flensburg fahren ohne ins Steuer zu greifen.

Wie werden automatisierte Autos getestet?

Von Jürgen Vagt

Ich hatte ja schon über den ersten Unfall des selbstfahrenden Autos in dem Versuch von Google berichtet und dieser Unfall hatte ja auch große Medienaufmerksamkeit auf sich gezogen. http://automatisiertes-auto.de/das-voll-automatisierte-auto-von-google-rammt-einen-bus/ .
Die Mehrzahl der Experten gehen davon aus, dass das automatisierte Auto die Anzahl der Unfälle und der Verkehrstoten reduzieren wird. Der Mensch macht eben in komplexen Verkehrssituationen weniger Fehler als ein Rechner, daher wird der Mensch als Fehler im automobilen Straßenverkehr ausgeschlossen. In der Gegenwart werden 90 % aller Verkehrstoten durch menschlich bedingte Fehler verursacht und da setzt das automatisierte Auto an. Aber ein Rechner wird eben auch nicht perfekt funktionieren und es wird die Nachricht kommen, wenn ein automatisiertes Auto einen tödlichen Unfall verursachen wird. Selbst Google, die das automatisiertes Auto pausenlos in Ihren Pressemitteilungen loben, erwartet Unfälle, die nicht nur mit Blechschäden ausgehen werden. Ein tödlicher Unfall würde die Etablierung des Elektroautos massiv behindern und die Akzeptanz der Kunden gefährden. Nun stellt sich auch die Frage, ob die Tests der automatisierten Autos auf öffentliche Straßen ausgeweitet werden soll. Und die Öffentlichkeit muss auch über die Tests und Teststandards informiert werden, denn Sie muss Vertrauen in das automatisierte Auto fassen. Daher ist es wichtig, sich mit diesen Teststandards zu befassen. Ich hatte ja schon über die erste Bilanz des Versuches mit dem selbstfahrenden Googlefahrzeug berichtet: http://automatisiertes-auto.de/die-modellversuche-mit-automatisierte-autos-von-google-eine-erste-bilanz/ .
Man muss sicherlich anmerken, dass die Tests in öffentlichen Straßenverkehr immer einen gewissen Zufall unterliegen, also wäre der Einsatz einer Simulationssoftware wichtig. Denn innerhalb einer Simulation könnten Milliarden Verkehrssituationen getestet werden und man würde die Prognose über die Sicherheit eines automatisiertes Auto auf eine deutliche breite und stabile Datenlage stellen. Allerdings müssen diese Simulationsergebnisse auch einen breiteren gesellschaftlichen Diskurs öffnen, denn die Gemeinschaft muss ja auch mit den neuen Risiken durch das automatisierte Auto leben oder in erster Linie das automatisierte Auto als Kunde akzeptieren.

Uber will automatisierte Autos von Mercedes Benz einsetzen!

Von Jürgen Vagt

Eine Nachricht wie ein Donnerschlag für das automatisierte Auto, denn der Taxidienst Uber will 100000 automatisierten S-Klassen und in seinem Taxidienst einsetzen. Das wäre die größte Einzelbestellung in der Geschichte von Mercedes Benz und würde einen Wert von 10 Milliarden Euro entsprechen. Allerdings gibt es auch widersprüchliche Nachrichten, denn andere Quellen meinen das der Taxidienst Uber nur Angebote für automatisierte Autos von einige deutschen Autoherstellern eingeholt worden. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/uber-stellt-daimler-mega-auftrag-in-aussicht-a-1083091.html . Uber geht es aber nicht um die S-Klasse von Mercedes Benz an sich, sondern um selbstfahrende Fahrzeuge. Also Auto, die voll automatisiert fahren, und ohne menschliche Fahrer auskommt. In der Gegenwart gibt es keine Autohersteller in Deutschland, der voll automatisierte Autos anbietet, denn momentan werden nur mit teilweise automatisierten Autos angeboten.
Wenn man den Verlautbarungen des Mercedes – Benz Konzerns glauben darf, dann kommen voll automatisiertes Autos im Jahr 2020 von Mercedes – Benz auf den Markt.

Automatisierte Autos im Taxidienst

Stellt sich die Frage, wie diese Nachricht einzuschätzen ist? In den letzten Jahren ist Uber mit seinem Mitfahrtdienst Uberpop in deutschen Städten an den rechtlichen Rahmenbedingungen gescheitert, denn in allen großen deutschen Städten haben diesen Dienst verboten. Aber es soll Gespräche auf höchster Ebene der beiden Vorstandsvorsitzender gegeben haben. Nun wie ich auch schon in meinem Buch prognostiziert habe, könnten automatisierte Autos den öffentlichen Nahverkehr verändern, denn automatisierte Fahrzeuge könnten in Zukunft Taxis und Busse ersetzen und diese automatisierte Autos könnten zentral gesteuert werden. Aber warum soll dafür die Oberklasselimousine von Mercedes-Benz mit einem Preisschild von über 100000 € eingesetzt werden. Das wäre eine sehr teureres Unterfangen. Aber grundsätzlich wird es in der Fachwelt als realistisch angesehen, dass selbstfahrende Autos eine zentrale Rolle im öffentlichen Nahverkehr spielen werden. Aber ob Mercedes -Benz sich mit so einem Geschäft ein Gefallen tut ist eine andere Frage. Denn so ein immens großer Deal würde die Macht zugunsten von Uber verschieben und damit käme es auch zu einer Abhängigkeit eines klassischen Autoherstellers von einem Start up und das wollte die konventionelle Autoindustrie eigentlich verhindern.

Entwicklungsoffensive von BMW für das automatisierte Auto

Von Jürgen Vagt

BMW hat die Möglichkeit genutzt, auf dem Genfer Autosalon die Zukunftspläne für das automatisierte Auto darzustellen. Renault Nissan hat ja schon die Möglichkeit genutzt, um klare gesetzlichen Vorgaben und für das automatisierte Auto zu fordern und eine halbautonome Version des Nissan Qshqui für das Jahr 2017 anzukündigen. http://automatisiertes-auto.de/renault-nissan-will-klare-gesetzliche-vorgaben-fuer-das-autonome-autofahren
Wie sieht es denn nun bei BMW aus, in einem Pressegespräch hat der BMW Aufsichtsrat Fröhlich die strategische Bedrohung durch die Softwarekonzerne aus Kalifornien näher dargestellt.
Diese Konfrontation der Autokonzerne und der Softwareindustrie habe ich ja schon in meinem Buch (Das selbstfahrende Auto) näher dargestellt.
Aber auf dem Pressegespräch sagte BMW – Aufsichtsrat Klaus Fröhlich laut http://www.macerkopf.de/2016/03/07/bmw-aufsichtsrat-ansatz-bereich-autos/ , dass die Autoindustrie aufpassen muss nicht zu namenlosen Produzenten zu verkommen, die ein Anhängsel der Softwarekonzerne Google und Apple sind. Ähnlich wie heute Foxcom mit Ihren riesigen Fabriken das Iphone baut und Apple nur sein Logo daraufsetzt, könnten die heutigen Autohersteller zu Produzenten des automatisierten Autos verkaufen, während Google und Apple die Marken in der Wahrnehmung der Kunden sind.
Wenn die heutigen Autohersteller zu Zulieferern verkommen, werden die Unternehmen im Vordergrund und mit einem direkten Kontakt zu den Kunden die Gewinne und großen Margen einstreichen. Wie ich es auch schon in meinem Buch beschriebenen habe, könnte eine Machtverlagerung durch das automatisierte Auto zugunsten der Softwareindustrie erfolgen.
Die Entwicklungstendenz zu automatisierten Auto wird laut BMW Aufsichtsrat Fröhlich dafür verantwortlich sein, dass der Anteil der Programmier in der Forschungsabteilung von jetzt 20 % auf 50 % in den nächsten fünf Jahren angehoben werden soll.
Das ist natürlich plausibel, denn die Autoindustrie hat bei Programmieraufgaben einen Nachholbedarf gegenüber der Softwareindustrie und daher müssen die Kompetenzen aufgebaut werden, damit die konventionellen Autohersteller die Software – und Sensortechnik des automatisierten Autos beherrschen. Allerdings muss die Softwareindustrie auch bei der Autoproduktion nachholen, daher hat Apple auch Gespräche mit BMW gesucht, um gemeinsam an der automatisierten Version des BMW i3 zu bauen.
Apple will die moderne elektrische Antriebstechnik des BMW i3 mit der hauseigenen Technologie des automatisierten Autos kombinieren.

Opel Mutter General Motors kauft sich Kompetenzen für autonome Autos hinzu

Von Jürgen Vagt

General Motors hat für eine Milliarde Dollar ein Start up gekauft, dass seit 2013 Nachrüstsätze für konventionelle Autos baut. Mit den Nachrüstsätzen von Cruise Automation kann man sein konventionelles Auto zu einem automatisierten Auto bzw. zu einem selbstfahrenden Auto umbauen. Mit diesem Firmenzukauf will General Motors seine Kompetenzen in der Produktion von selbstfahrenden bzw. automatisierten Autos ausbauen. Das ist die erste klare Positionierung seitens General Motors im Feld der automatisierten Autos. Die großen Volumenhersteller also die Hersteller der globalen Brot- und Butterautos wie General Motors und Volkswagen sind eher zögerlich im Vergleich zu Herstellern, die komfortorientiert sind und eine ältere Zielgruppe haben.
Aber nun hat General Motors immerhin eine Milliarde Dollar in ein Unternehmen mit 40 Mitarbeitern gesteckt und dies ist schon die zweite Übernahme in diesem Jahr, mit der sich General Motors für den Wettbewerb um das automatisierte Auto stärken will.
General Motors hat angekündigt, dass man so schnell wie möglich zusammen mit seinen Töchtern automatisierte Autos auf den Markt bringen will, allerdings sind bislang auf keine Zeitangaben erfolgt. Wie ich schon berichtet habe, will Renault-Nissan bereits 2017 halbautonome Autos auf den Markt bringen.
http://automatisiertes-auto.de/renault-nissan-will-klare-gesetzliche-vorgaben-fuer-das-autonome-autofahren
So gesehen gibt es auch in diesem noch jungen Technologiefeld noch erheblichen Nachholbedarf für General Motors.
Einerseits gibt es natürlich den normalen Vertrieb von Produktionsfahrtzeugen, aber anderseits will General Motors auch automatisierte Autos für den Flottenbetrieb bauen und hat hierzu eine Kooperation mit dem Uber-Konkurrent Lyft abgeschlossen. Ich hatte über diese Entwicklungsrichtung der Automobilindustrie durch die zunehmende Automatisierung des Autos spekuliert, also das aus Autoherstellern Betreiber des öffentlichen Nahverkehrs werden.
Das könnte dann ein neues Geschäftsfeld der Autoindustrie werden, denn wenn Autos oder kleine Busse automatisiert fahren oder zentral gesteuert werden, dann wäre es für Autohersteller nur noch ein kleiner Schritt zum Mobilitätsdienstleister. Der Einsatz von Roboterautos als Fahrzeuge des öffentlichen Nahverkehrs will General Motors nun gemeinsam mit der Ridesharingplattform Lyft testen.

Das automatisierte Auto soll zum Autokino werden!

Von Jürgen Vagt

Ford in den USA hat einen Patentantrag gestellt, damit aus dem automatisierten Auto ein Autokino wird. In die autonom fahrende in Autos sollen eine Leinwand eingezogen werden. Aus dem Autohimmel wird eine Leinwand abgesenkt, die Frontscheibe des Autos abdecken soll. Der Fahrer kann die Zeit während des Autofahrens nutzen, um Filme auf der Leinwand zu schauen, er muss sich ja nicht mehr auf das Fahren konzentrieren, denn das übernimmt das Automatisierungstool des Autos. http://www.golem.de/news/patentantrag-ford-will-das-autonome-auto-zum-kino-machen-1603-119640.html
Ich hatte ja schon darüber berichtet wie Google das automatisierte Auto als Lieferwagen einsetzen will. http://automatisiertes-auto.de/google-erhaelt-ein-patent-fuer-einen-automatisierten-lieferwagen/
Aber man hört jetzt auch von Möglichkeiten, wie sich der Innenraum eines Fahrzeuges ändern soll, damit man die Vorteile des automatisierten Autos nutzen kann. So entwickelt Ford auch einen Ansatz, damit man aus den Innenraum in eine Lounge umbauen kann. Die Sitze lassen sich dann so verstellen, dass sich die Passagiere gegenüber sitzen, denn der Fahrer muss sich ja nicht mehr auf das Steuern des Autos konzentrieren.

Volkswagen will auch das automatisierte Auto

Von Jürgen Vagt

ich hab ja schon eben den Standpunkt von Renault-Nissan und von dessen Vorstand-vorsitzender Charlos Ghosn dargestellt:
http://automatisiertes-auto.de/renault-nissan-will-klare-gesetzliche-vorgaben-fuer-das-autonome-autofahren .
Aber auch Volkswagen nutzte die Gelegenheit auf den Genfer Autosalon seine Zukunftsvisionen zu präsentieren und Matthias Müller der neue Vorstandsvorsitzender von Volkswagen kündigte ein autonomes Auto bis 2020 an.
Johann Jungwirth der gegenwärtige Chefentwickler des automatisierten Autos bei Mercedes Benz und der ehemalige Entwickler des automatisierten Autos bei Apple wurde von Volkswagen abgeworben und soll nun bei Volkswagen das automatisierte Auto entwickelt werden.
In der Präsentation hat Martin Müller die altbekannten Prognosen dargestellt, die für das automatisierte Auto sprechen, denn einerseits könnten die 1,25 Millionen Verkehrstoten reduziert werden und anderseits fährt der durchschnittliche Mensch 37600 Stunden in seinem Leben Auto. Das automatisierte Auto könnte diese Zeit dem Autofahrer wieder geben und man könnte diese Zeit dann anders nutzen.
Das erste autonome Auto von Volkswagen soll im Jahr 2020 kommen, aber erst einmal werden Entwicklungszentren in Potsdam, im Silicon Valley und China gebaut: http://www.20min.ch/wissen/news/story/Auch-VW-tueftelt-an-selbstfahrendem-Auto-15958025