China und das automatisierte Auto – eine frische Liebe!

Von Jürgen Vagt

Was tut sich denn in China in Sachen Elektroauto und man kommt nicht an dem Reich der Mitte vorbei, wenn man über automobile Themen bloggt, denn es ist einfach ein riesiger Absatzmarkt und eigene chinesische Autohersteller exportieren auch schon fleißig nach Europa.
Momentan wird das Thema ja dominiert durch die Versuche in Kalifornien http://automatisiertes-auto.de/die-modellversuche-mit-automatisierte-autos-von-google-eine-erste-bilanz/ und durch die verbessernden Rahmenbedingungen in Deutschland. http://automatisiertes-auto.de/bund-gibt-gruenes-licht-fuer-das-automatisierte-autofahren/
Aber in China testet der chinesische Suchmaschinengigant Baidu seine voll automatisierten Autos und will diese Fahrzeuge nach Kalifornien exportieren.
Zuerst soll ein Forschungszentrum in Sunnyvalley gebaut werden, in dem automatisierten Auto für Versuche gebaut werden. Hierzu sind ehemalige Tesla Angestellte eingestellt worden und langfristig sollen auch Massenautos gebaut werden.
Also versucht ein Internetkonzern aus China im Feld des automatisierten Autos Fuß zu fassen, bislang sind ja nur die amerikanischen Softwarekonzerne als neue Konkurrenten für die etablierten Autohersteller zu erkennen. Ich hatte ja schon über die Aktivitäten von Google und Apple berichtet: http://automatisiertes-auto.de/apple-will-sein-auto-uebers-carsharing-vermarkten/ .
Aber natürlich haben auch die chinesischen Softwarekonzerne die technischen Kompetenzen , um automatisierte Autos zu produzieren und zu vermarkten.

Wie kann man automatisierte Autos in China verkaufen

In China findet gerade die größte Automesse statt, die von 800000 Menschen besucht worden ist. Es wird deutlich, dass das automatisierte Auto in der Luxusklasse einziehen wird, denn hier sind wie weltweit auch komfort orientierte Käufer vertreten und diese Zielgruppe wäre am Ehesten bereit für ein Automatisierungstool einen Aufpreis zu zahlen. Denn wenn man ganz und teilweise das Autofahren vom Fahrcomputer übernehmen lässt, wäre das ein eindeutiges Komfortfeature. So ein Tool wäre ein eindeutiges Verkaufsargument für ein Oberklassenfahrzeug und hier ergibt sich eine Chance für die deutschen Hersteller und insbesondere für die deutschen Premiumhersteller. Und man darf den chinesischen Automarkt nicht unterschätzen, denn wenn man sich die Gruppe der über 65-Jährigen anschaut, dann muss man feststellen, dass diese chinesische Gruppe ungefähr so groß ist wie die Automärkte in Frankreich und Italien zusammen.

Wird der Tesla 3 schon bald voll automatisiert sein

Von Jürgen Vagt

Die Markteinführung des Tesla 3 hat ja Ende März große Wellen geschlagen, da über 300000 Vorbestellungen für das Fahrzeug, das nächstes Jahr an den Kunden ausgeliefert wird, eingegangen sind. Um diese Zahl in Relation zu setzen muss man wissen, dass Volkswagen 400000 Einheiten im Monat absetzt und vom Golf pro Jahr 220000 Einheiten allein in Deutschland abgesetzt werden. Aber der Tesla 3 ist das erste voll elektrische Fahrzeug in der Kompaktklasse und soll Tesla, der gegenwärtig nur die automobile Oberklasse bedient, völlig neue Kundengruppen erschließen. Damit baut also Tesla ein voll elektrisches Auto, das in direkter Konkurrenz zum Golf und den anderen Fahrzeugen der Kompaktklasse steht, und wird zum ernsthaften Autohersteller. Dann stellt sich die Frage, wie automatisiert bzw. wie autonom vom menschlichen Fahrer der Tesla sein wird, denn nicht nur beim Thema des elektrischen Antriebes, sondern auch beim automatisierten Auto ist Tesla ein Vorreiter.
Ich hatte ja schon über die Automatisierungstools von Tesla in der Oberklasse berichtet: http://automatisiertes-auto.de/tesla-will-updates-per-wlan-ein-sicherheitsrisiko/

Wird der Tesla 3 ein voll automatisiertes Auto


Aber natürlich kann man erwarten, dass Tesla auch seinen Kompaktwagen 3 automatisiert. Momentan steht fest, dass ein Autopilot für 3000 € als Aufpreis möglich sein wird. Dieser wird dann ermöglichen, dass man Autobahn oder Freewaystrecken per Autobahnpilot absolviert und auch ein automatisches Einparken soll durch den Autobahnpiloten ermöglicht werden. Das ist technisch nicht so weltbewegend wie es sich anhört, denn automatisiertes Einparken wird schon von Lexus der Nobelmarke von Toyota seit 2008 angeboten.
Aber die Aussagen von Elon Musk dem Tesla Chef über die Zukunft des Verkehrs bringen Musik in das Thema, denn Tesla will auch im öffentlichen Nahverkehr und im Taxigewerbe aktiv werden. Über den potenziellen Einsatz von automatisierten Autos habe ich schon in dem Zusammenhang mit Daimler berichtet: http://automatisiertes-auto.de/uber-will-automatisierte-autos-von-mercedes-benz-einsetzen/
Und wenn man die Aussagen von Elon Musks richtig deutet, dann kann man erwarten, dass Tesla mit seinen Kompaktmodell 3 in dem Markt für automatisierte Taxis eintreten will. https://www.wired.de/collection/latest/das-model-3-koennte-teslas-erstes-selbstfahrendes-auto-werden

Apple will sein Auto übers Carsharing vermarkten

Von Jürgen Vagt

Wie im Flüsterton wird diese Nachricht von der FAZ verbreitet, Apple soll ein Auto in Berlin entwickeln. Also nicht im Ländle, aber eben doch mit Experten aus der deutschen Automobilindustrie, es soll sich um eine Gruppe von 15-20 Experten handeln, die das Auto für Apple entwickeln sollen. Man hört, dass das Appleauto im Jahr 2019 auf den Markt gebracht werden soll, und zudem auch hoch oder voll automatisiert fahren soll.
Und wenigstens ein Teil der Entwicklungsarbeit soll in der deutschen Hauptstadt und von deutschen Fachleuten geleistet werden.
Man hat laut Faz junge Leute zusammengesucht, um das Appleauto zu bauen. Also hat man junge und erfahrene Leute zusammen gesammelt, die sich unbelastet an die Herausforderung der Fahrzeugentwicklung machen.
Also ist das neue Auto von Apple kein Produkt des Silicon Valleys, sondern es werden auch europäische Einflüsse in das Fahrzeug eingearbeitet werden.

Carsharing als Vertriebskanal

Wenn die Berichte zuverlässig sind und bei Entwicklungsarbeiten halten sich alle Autohersteller sehr bedeckt, dann soll der Vertrieb über Carsharing erfolgen. Es soll also kein klassischer Vertrieb geben und keine Applefahrzeuge direkt an den Privat – oder Firmenkunden verkauft werden. Das ist aber plausibel, denn so muss der Softwarekonzern Apple kein Netz an Werkstätten und Vertriebspartnern aufbauen. Zudem haben die technikaffinen Kunden von Apple auch keine Lust mehr sich um Ihr eigenes Auto zu kümmern und Apple kann an dem Wachstumsthema Carsharing teilhaben.
Die Autohersteller postulieren ja ohnehin den Trend zu Mobilitätsdienstleistern, also die deutschen wie internationalen Hersteller wollen in den nächsten Jahrzehnten wollen Mobilitätsdienstleistungen anbieten. Das bedeutet, dass die Autokonzerne weg von klassischen Produktverkauf kommen wollen.
Also könnte der Vertriebsweg über das Carsharing ein Weg für Apple sein, den Aufbau eines Vertriebs – und Servicenetz zu umgehen.
Und die Produktion könnte man an einen Lohnfertiger abgeben und in diesem Zusammenhang wurde Magna Steyr genannt. Dieses österreichische Unternehmen übernimmt gegenwärtig die Produktion von vier Fahrzeugen, die vier Marken repräsentieren.

Automatisierte Busse sammeln in der Schweiz erst einmal Orientierungsdaten

Von Jürgen Vagt

Mir ist ein interessanter Artikel in die Hände gefallen, der sehr anschaulich die Schwierigkeiten bei der Einführung des automatisierten Autofahrens beschreibt. Denn im Wesentlichen ist die Sensortechnik noch nicht so weit, wie es nötig wäre. http://www.zeit.de/mobilitaet/2016-04/autonomes-fahren-wallis-sion-sensoren-kleinbusse .
Ich hatte ja schon über den Test in der Schweiz berichtet: http://automatisiertes-auto.de/automatisierte-busse-im-oeffentlichen-nahverkehr-test-in-der-schweiz/ .
Hier werden ja zwei automatisierte Busse eingesetzt, um zu testen, wie automatisierte Busse sich im öffentlichen Nahverkehr einbinden lassen. In der Schweizer Stadt Soin werden mehrere Aspekte der Zukunftmobilität erprobt, denn einerseits wird ein neues Konstruktionsprinzip bei Bussen erprobt und anderseits werden hier auch Busse mit einem voll elektrischen Antrieb getestet.
Zudem wird auch die Einbettung des automatisierten Busses in den öffentlichen Nahverkehr getestet, denn diese Verkehrsbusse fahren nicht in konventionellen Zeitplänen, sondern werden durch das Smartphone herbeigerufen.
Dieser Einsatz von automatisierten Busse könnte den öffentlichen Nahverkehr flexibler und kostengünstiger werden, weil man von den starren Fahrplänen abweichen kann, und die Steuerung könnte über Smartphones flexibler wäre. Das ist auch Gegenstand der Londoner Versuche: http://automatisiertes-auto.de/in-london-sollen-bald-selbstfahrende-autos-fahren/

Orientierung des automatisierten Busses

Um den Bus erst einmal in der Stadt fahren zu lassen, müssen von den Fahrstrecken 3 D Karten erzeugt werden und das bedeutet, dass die Strecken in der Schweizer Stadt Sion vermessen und erfasst werden müssen. Aber problematisch ist es eben, wenn die Fahrsituationen komplex und unübersichtlich werden. Wenn Fahrsituationen sehr vorhersehbar und stupide sind, dann kann man das automatisierte Auto oder der automatisierten Busse einsetzen, wie bei den Autobahnversuchen von Daimler. http://automatisiertes-auto.de/mercedes-lkws-fahren-automatisiert-ueber-die-autobahn/
Aber die Fahrsituationen in einer Stadt sind bei Weitem komplexer und unvorhersehbarer , denn es können Menschen auf die Straße treten und ist ein Gegenstand auf der Straße harmloser Müll oder ein Ball, der vom einem Kind geholt wird.
Diese subjektive Gefahrenanalyse kann der Mensch mehr oder weniger gut treffen, aber das automatisierte Auto oder Bus erst lernen und dazu müssen erst Millionen von Fahrsituationen erfasst und gespeichert werden.

Bund gibt grünes Licht für das automatisierte Autofahren

Von Jürgen Vagt

ich hatte es ja angekündigt und nun ist es Gesetz geworden, denn die deutsche Bundesregierung hat die Änderung der Wiener Konvention umgesetzt, so dass die gesetzlichen Bedingungen für das automatisierte Auto besser geworden sind. http://automatisiertes-auto.de/huerde-fuer-das-automatisierte-auto-faellt-die-wiener-konvention-wird-geaendert/ .
Damit ist der Bund auch den Forderungen der Autoindustrie nachgekommen und hat bessere politische Rahmenbedingungen in Deutschland geschaffen. http://automatisiertes-auto.de/renault-nissan-will-klare-gesetzliche-vorgaben-fuer-das-autonome-autofahren/ . Damit kann und soll Deutschland den Rückstand gegenüber den USA aufholen, denn schon seit 2014 fährt das voll automatisierte Auto von Google in Kalifornien. Ein Roboterfahrzeug, das völlig autonom von einen menschlichen Fahrer ist und ohne Lenkrad und Pedale auskommt, wird es aber in Deutschland nicht gegeben, denn die Grenzen für das voll automatisierte Auto sind weiter gezogen werden, aber trotzdem muss der Fahrer immer noch die Kontrolle über das Fahrzeug behalten. Verkehrsminister Dobrindt hat auch das Ziel ausgegeben, dass in der internationalen Regelungen die Automatisierungstools des Autos dem Menschen gleichgesetzt werden.
Mit einer solchen Regelung wäre auch ein automatisiertes LKW-Fahren möglich, wie es gegenwärtig von Mercedes Benz in Baden-Württemberg getestet wird. http://automatisiertes-auto.de/mercedes-lkws-fahren-automatisiert-ueber-die-autobahn/ .

Wer haftet bei automatisierte Autos


Jetzt wird natürlich auch wieder die Haftungsfrage diskutiert, also wer haftet bei einen Unfall eines automatisierten Autos, hierfür ist schon 2014 ein runder Tisch eingerichtet worden. An diesem runden Tisch sind Industrievertreter, Wissenschaftler, Politiker vertreten, um Vorschläge für die Haftung von automatisierte Autos der Politik zu unterbreiten und bislang wird vorgeschlagen, dass jedes automatisierte Auto eine Blackbox enthält mit dem man die relevanten Fahrzeugdaten sammelt. Mit diesen Fahrzeugdaten kann man den Unfall rekonstruieren und die Schuldfrage klären. Das Ganze wird nach in diesem Jahr spannend, denn auf den G7 Gipfel sollen internationale Regeln für das automatisierte Auto festgelegt worden. Im Gegensatz zu der Zeit http://www.zeit.de/mobilitaet/2016-04/autonomes-fahren-gesetzentwurf-verkehrsrecht-alexander-dobrindt meine ich, dass es langsam eng wird, damit eine vernünftiger gesetzlicher Rahmen gezogen wird. Denn schon im nächsten Jahr sollen schon halb automatisierte Autos von Renault-Nissan kommen und auch voll automatisiertes Lkw Fahren könnte bis 2019 serienreif sein.

Autokonzerne suchen digitale Experten

Von Jürgen Vagt

Wenn man sich die Zukunftsthemen der Autoindustrie wie das automatisierten Auto, Elektroautos und die Digitalisierung und die Ausbildungsprofile der Manager in der Autoindustrie anschaut, dann stellt man eine große Diskrepanz fest. Denn alle relevanten Technologiethemen haben eine digitale Ausrichtung und es gibt kaum qualifizierte Fachleute innerhalb der Autoindustrie. Ola Källenius der Vertriebschef von Mercedes Benz sieht hierin ein großes Problem und ich stimme ihm hier zu und bereite ja hier ein Jobportal vor: http://automatisiertes-auto.de/jobportal .
Denn ich denke, dass eine Plattform auf der sich Spezialisten im Themenfeld des automatisierten Autos und die Autoindustrie treffen können, wichtig ist, um das automatisierte Auto voranzutreiben.
In das gleiche Horn stößt auch BMW und will den Anteil von Informatiker in der Entwicklungsabteilung von 30 % auf 50 % erhöhen. http://automatisiertes-auto.de/entwicklungsoffensive-von-bmw-fuer-das-automatisierte-auto/ .
Der Vertriebschef von Mercedes -Benz Ola Källenius traf sich auf einer Podiumsdiskussion von Auto-Motor-Sport mit dem Deutschlandchef von Google und es wurden auch über den potenziellen Kulturwandel innerhalb der Autoindustrie diskutiert .In der Tat wird ein anderer Managertyp in die Führungsriege der Autoindustrie einziehen und It-Kompetenzen werden bei der Beförderung eine zentrale Rolle spielen. http://www.heise.de/newsticker/meldung/Autokonzerne-suchen-digitalen-Nachwuchs-3163258.html?hg=1&hgi=3&hgf=false Ola Källenius der gegenwärtige Vertriebschef von Mercedes Benz gilt als Kronprinz von Dieter Zetsche und damit eben klar, das die Mittvierziger an die Macht in der Autoindustrie kommen.
Was bedeutet die Digitalisierung der Autoindustrie nun konkret, einerseits werden die Produktlebenszyklen immer kürzer. Früher wurde ein neues Auto entwickelt und auf den Markt gebraucht und fertig. So gesehen, ist ein monatliches Softwareupdate für die Autoindustrie etwas Neues.
Und in der Softwareindustrie wird ja eher in kleinen agilen Teams gearbeitet, wobei in der Autoindustrie immer noch sehr in Hierarchien gearbeitet wird. Zudem herrschte gerade bei Volkswagen ein ziemlicher Bundeswehrkommandoton, das ist wahrscheinlich auch kein ideales Umfeld für Informatiker.
Außerdem ist das Digitale noch nicht in den Autoherstellern institutionalisiert worden, denn es kleinen eindeutigen Verantwortlichen in der Führungsriege der Autohersteller und das sollte sich ändern.

Volvo bringt 2020 automatisierte Autos auf den Markt.

Von Jürgen Vagt

Die schwedische Automarke Volvo will laut Ihrem Vorstandsvorsitzenden schon im Jahr 2020 ein voll automatisiertes Autos auf den Markt bringen. Schon im nächsten Jahr ist ein Test mit 100 voll automatisierten Volvo Suvs geplant und damit reiht sich Volvo in die Gruppe der Autohersteller ein. Ich habe ja schon über die Zukunftspläne von Renault Nissan berichtet: http://automatisiertes-auto.de/renault-nissan-will-klare-gesetzliche-vorgaben-fuer-das-autonome-autofahren .
Während andere Autohersteller eher den Wert auf neue Komfortfeatures legen wie Ford:
http://automatisiertes-auto.de/das-automatisierte-auto-soll-zum-autokino-werden , will Volvo durch die Automatisierung das Autofahren sicherer machen. Wenn die Automatisierung sich im Autobau durchsetzt, könnten tödliche und gefährliche Unfälle vermieden werden. Eine solche Sicherheitsorientierung passt auch zu den Werten der Marke Volvo, denn Volvo hat schon immer Fahrzeuge mit einer immens hohen passiven Sicherheit gebaut. Dies gilt auch heute, denn eigenständig und schwedisch ist Volvo schon lange nicht mehr. Volvo hat lange zu Ford gehört und gehört zu einem chinesischen Konsortium. Volvo will auch über das automatisierte Auto die Verkehrssicherheit in China, einem der zentralen Absatzmärkte der Autoindustrie und eine Nation mit Millionen Verkehrstoten, steigern. In der kurzen Frist will Volvo ein Automatisierungstool auf den Pendelstraßen im Umfeld von schwedischen Städten testen und dann diese Automatisierungstechnik in Ihren Kundenfahrzeugen verbauen.

Wie verändert das automatisierte Auto die Automobilindustrie?

Von Jürgen Vagt

Zwar gibt es in der Gegenwart viele positive Stimmen über das automatisierte Auto und manche meinen das private Fahrzeuge verdrängen werden könnte . Viele Fachleute sehen in dem automatisierten Auto die Zukunft des öffentlichen Nahverkehrs und erwarten, dass der öffentliche Nahverkehr in der Zukunft automatisiert und elektrisch sein wird. http://automatisiertes-auto.de/automatisierte-busse-im-oeffentlichen-nahverkehr-test-in-der-schweiz/
Jetzt entwickelt sich wieder ein großer Hype, denn die ersten Studien erwarten, dass schon 2030 die Robotertaxis profitabler sein werden als die Verkaufsgewinne der Autohersteller. Die Unternehmensberatung hat eine Studie veröffentlicht, die besagt, das selbstfahrende und automatisierte Taxis 40 % des Gewinns in der Autoindustrie erwirtschaften werden.
Auch Wolfgang Bernhard der Berater von Roland Berger ist überzeugt, dass es auch ausschließlich private Fahrzeuge im Jahr 2030 geben wird. Einerseits sieht er die Bedrohung der konventionellen Autohersteller und erwartet, dass die Kunden sich weniger an der Fahrfreude sondern an der Funktionalität im Innenraum orientieren werden.
Hersteller, die keine klare Marke haben, und vorrangig günstige Autos anbieten werden ein Problem mit der Etablierung des automatisierten Autos haben.

Weltweite Unterschiede beim automatisierten Auto

Es gibt natürlich auch nationale und geografische Unterschiede beim automatisierten Auto, denn in China ist die Akzeptanz des automatisierten Autos relativ klein. Gerade die Käufer von hochpreisigen, europäischen Fahrzeugen wollen weiterhin eigenständig Autofahren und wollen nicht eine Art automatisierten Sammeltaxi fahren. Die Unternehmensberater erwarten, dass die margen stärksten Geschäfte der Autoindustrie in den Mobilitätsdienstleistungen liegen werden.
Wenn die Etablierung des selbstfahrenden und automatisierten Autos im öffentlichen Nahverkehr so voran kommt, dann wird natürlich die Autozulieferindustrie betroffen sein und die Anzahl der produzierten Fahrzeuge wird sinken. Die Wertschöpfung wird sich in Richtung der Mobilitätsdienstleistungen verlagern und dorthin wird sich die Wertschöpfung verlagern. Diese Studie malt kein negatives Bild über den Automobilstandort, denn die Autoren erwarten nicht, dass Arbeitsplätze und die Gewinne in Deutschland zusammenbrechen werden. Also in der Gesamtheit wird die Autoindustrie nicht kleiner, sondern es kommt nur zu Verlagerungen innerhalb der Autoindustrie.

Verkehrsminister sagt dem automatisierten Auto eine goldene Zukunft voraus

Von Jürgen Vagt

In mehreren Interviews hat unser Verkehrsminister Dobrindt sich sehr positiv über die Zukunftsaussichten des automatisierten Autos geäußert und er prognostiziert, dass sich das automatisierte Auto ähnlich schnell wie das Smartphone durchsetzen wird. Schon in fünf Jahren soll seiner Meinung nach jeder Neuwagen hochgradig automatisiert sein. Dann wird die Technologie eine Jedermanntechnik sein.
Große Töne und ich fürchte er hat nicht viel aus des zähen Markthochlauf des Elektroautos gelernt, denn man kann die Innovationen in der Software nicht mit Innovationen im Autobereich vergleichen, da das Auto immer noch die zweitgrößte Ausgabe im Durchschnittshaushalt ist und da sind die Kunden bedeutend zurückhaltender als bei einem etwas teureren Handy.
Und Smartphones waren zur Zeit Ihrer Markteinführung nichts anderes und die ersten Smartphones boten auch einen starken Zusatznutzen. Daher ist der Vergleich mit Smartphones nicht wirklich sinnvoll und ich denke man muss noch mal hervor heben, dass weder vielen Fachleuten noch mir klar ist, ob der gegenwärtige Individualverkehr sich komplett automatisiert oder ob eine Vernischung des automatisierten Autos eintritt. Unter Vernischung einer Zukunftstechnologie versteht man, dass das automatisierte Auto nur in speziellen Anwendungen wie dem Schwerlastverkehr eingesetzt wird.

Welche Rahmenbedingungen müssen geändert werden

Nun Dobrindt hat auch schon die Befürchtung geäußert, dass die deutschen Autohersteller beim automatisierten Auto im Hintertreffen ist und bereits heute schon durch amerikanische Konkurrenz gefährdet sind. http://automatisiertes-auto.de/bundesminister-dobrindt-will-das-deutschland-beim-autonomen-auto-fuehrt/
Diese Einschätzung gibt es auch bei den deutschen Hersteller, denn Sie investieren in das automatisierte Auto und schaffen Entwicklungskapazitäten http://automatisiertes-auto.de/entwicklungsoffensive-von-bmw-fuer-das-automatisierte-auto/ oder http://automatisiertes-auto.de/mercedes-lkws-fahren-automatisiert-ueber-die-autobahn/ .
Nun eine politische Hürde ist ja durch die Änderung der Wiener Konvention genommen und damit könnte Deutschland als Entwicklungsland für das automatisierte Auto gegenüber den USA aufholen. Denn momentan wird das automatisierte Auto aufgrund anderer rechtlichen Bedingungen überwiegend in den USA getestet und auch andere Hersteller wünschen sich in Europa klare Rahmenbedingungen: http://automatisiertes-auto.de/renault-nissan-will-klare-gesetzliche-vorgaben-fuer-das-autonome-autofahren/ . Leider hat der Verkehrsminister keine Angaben gemacht, wie er die nötigen Infrastrukturen ausbauen will, wenn es dazu Aussagen gibt werde ich Sie darüber informieren.

Selbstfahrende Motorräder von Yamaha

Von Jürgen Vagt

Motorräder sollen ohne menschlichen Fahrer auskommen und voll autonom durch einen Computer gesteuert werden. Wie soll das gehen? http://www.manager-magazin.de/unternehmen/autoindustrie/yamaha-investiert-in-technik-fuer-selbstfahrende-motorraeder-a-1084512.html
Yamaha ist ja einer der vier großen japanische Motorradmarken und will nun viel in das automatisierte Motorrad investieren und hat schon ein voll automatisiertes Motorrad als Studie auf einer Motorradshow ausgestellt.
In der Autoindustrie ist das automatisierte Auto eines der wichtigsten Themen der Automobilindustrie und einige Fachleute behaupten, dass wir schon in 10 Jahren automatisierte Autos auf der Straße sehen. Aber wie soll das bei Motorrad gehen und wenigstens in den westlichen Gesellschaften hat das Motorrad eine Stellung als Freizeitgerät und nicht unbedingt als Transportmittel. Das ist natürlich in Schwellennationen anders, denn hat der Roller oder das Motorrad eine Stellung als Transportmöglichkeit.
Die Automatisierung soll laut Fachleuten die U-Bahnen, Autos und Busse erfassen. http://automatisiertes-auto.de/automatisierte-busse-im-oeffentlichen-nahverkehr-test-in-der-schweiz/
Nun Yamaha investiert nur 20 Millionen in Start ups, die sich in diesem Feld bewegen, und das für so einen Konzern nicht viel.

Selbstfahrende Motorräder ein Widerspruch

Nun Yamaha will kein komplett automatisiertes Motorrad bauen, sondern erst mal mehr automatisierte Helferlein dem Motorradfahrer an die Hand geben. In der Serie wird man die Automatisierungstools erst in zehn Jahren sehen und Sie sollen den Motorradfahrer bei schwierigen Fahrmanöver unterstützen. Solche Technologien gibt es bei Autos schon länger und es gibt auch bei Großserienmotoräder ein ABS – System.
Und dieser Gedanke liegt nahe, aber die Motorradhersteller versuchen auch sich im Bau von Kleinwagen. Dann würden die Kompetenzen für den Bau des automatisierten Fahrens neben den Motorrädern auch in Kleinwagen fließen und bei Innovationsthemen wie Elektromobilität oder das automatisierte Auto entstehen eben auch Chancen für branchenfremde Akteure, so dass es durchaus möglich ist, dass aus Motorradherstellern Autohersteller werden. So ungewöhnlich ist das nicht, denn Honda und Suzuki bauen neben Autos auch Motorräder. Damit könnten durch das automatisierte Auto neben den Autoherstellern und Softwarekonzerne auch Motorradhersteller in den Automobilbau einsteigen.