Oua Vadis autonomes Autofahren – Was gibt es jetzt auf dem Markt?

Von Jürgen Vagt

In so einem so dynamisch sich verändernden Umfeld wie beim automatisierten Auto finde ich es wichtig, einmal eine Standortbestimmung vorzunehmen, denn auch ich schreibe viel über die Zukunftsversionen innerhalb der Autoindustrie http://automatisiertes-auto.de/forschung-und-ausbildung-fuer-das-automatisierte-bzw-autonome-auto/ .
Aber das sind eigentlich immer wilde Zukunftsprojektionen, die eintreten können oder eben nicht.
Die grundsätzliche Stimmung ist, dass in ein paar Jahren der durchschnittliche Autofahrer voll automatisiert fahren kann und es ist die Frage wie realistisch die Zukunftsannahme ist.
In der Gegenwart können schon diverse Autos von diversen Autoherstellern bestimmte Fahrsituationen voll automatisiert fahren. Diese Fahrsituationen sind allerdings relativ statisch und vorhersehbar und damit beherrschbar für die Automatisierungstools der Fahrzeuge. So können Lexus-Fahrzeuge bereits seit 2006 einen Parkvorgang voll automatisch abwickeln, die Sensoren des Lexus messen die Parklücke aus und das Steuerungstools leitet den Einparkvorgang ein. Der Einparkvorgang findet ohne Einfluss des Fahrers statt, diese Fähigkeit haben auch einige höherwertige Volkswagen und die Autos der deutschen Premiumhersteller.

Kleinere Tools sind bei den Kleinwagen seit 20 Jahren üblich

Auch wenn die Medien erst mit dem legendären Googleauto auf das Thema aufmerksam geworden sind, muss hervorheben das einige Komponenten schon lange in der Kleinwagenklasse angekommen sind. So gibt es den Tempomaten, der automatisch eine bestimmte Geschwindigkeit ohne Zutun des Fahrers hält, und auch das ist eine automatisierte Fahrfunktion.
In einem James -Bond Film der 1990 er Jahre wurde das automatische Einparken durch eine Smartphoneapp als Zukunftsversion vermarktet, aber in der Gegenwart ist das bei den Oberklassefahrzeugen schon möglich. Die komfortorientierten Oberklasselimousine sind ohnehin ein guter Maßstab für den Stand des autonomen Autos, denn komfortorientierten Autokäufer wollen die Automatisierungstools und daher sind in der Gegenwart alle technisch verfügbaren Automatisierungstools im Luxussegment verfügbar.

Was gibt es 2016 in der Luxusklasse

Nun die modernen Spurhalteassistenten in der Luxusklasse können schon eigenständig gegenlenken und die Spur wechseln und das Notbremssystem in der Oberklasse sind auch sehr weit entwickelt, Diese Notbremssysteme sind aber auch schon in der Kleinwagenklasse anzufinden, und diese Systeme führen eigenständig Notbremsungen aus. http://www.zeit.de/mobilitaet/2016-06/autonomes-fahren-autopilot-ueberblick

Volkswagen und automatisiertes Auto – In 5 Jahren auf dem Markt

Von Jürgen Vagt

Die Pläne von Volkswagen über das automatisierte Auto konkretisieren sich und der Wolfsburger Autokonzern will nun mit seinen Wettbewerbern gleichziehen und in den nächsten 5 Jahren ein vollständig automatisiertes Auto zu den Händlern bringen. Leider wird aus der Pressemiteilung nicht deutlich, was Volkswagen unter einem selbstfahrenden bzw. voll automatisierten Auto versteht. Denn ein vollständig automatisiertes Auto, das komplett autonom von menschlichen Fahrer ist, wäre in Deutschland nicht zulässig.
Man muss die Automatisierung in verschiedene Kategorien unterscheiden und in Deutschland ist eine Unterteilung in fünf Klassen üblich. Die einfachste Stufe sind automatisierte Assistenzsysteme wie ein Tempomat und diese einfachen Automatisierungssysteme sind schon seit 20 Jahren bei Kleinwagen üblich. Die höchste Stufe wäre ein voll automatisiertes Auto, das alle Fahrmanöver ohne menschlichen Einfluss durchführt. http://www.golem.de/news/elektroauto-volkswagen-will-in-fuenf-jahren-selbstfahrendes-auto-bringen-1606-121575.html

Wie soll das aussehen

Eine unklare Beschreibung des selbstfahrenden Autos ist schon mal kein guter Anfang für die Strategie von Volkswagen. Der Chefentwickler von Volkswagen Jungwirth betont die Sicherheitsgewinne durch das automatisierte Auto, denn die menschlichen Defizite wie Drogen und Müdigkeit werden als Unfallursachen eliminiert. Das ist natürlich ein zentrales Argument aller Befürworter des automatisierten Autos, aber es ist unwahrscheinlich, das ausgerechnet Volkswagen mit einem selbstfahrenden und voll autonomen Autos auf den Markt kommt, denn Volkswagen hat bislang weniger investiert als die anderen konventionellen Hersteller und ist auch nicht solange in diesem Thema unterwegs wie die amerikanischen Softwarekonzerne wie Google und Apple. Es wird also eher ein Auto, das hochgradig automatisiert ist, sein und ein ähnliches Konzept wird auch von Renault-Nissan bereits im nächsten Jahr 2017 auf den Markt eingeführt wird. http://automatisiertes-auto.de/renault-nissan-will-klare-gesetzliche-vorgaben-fuer-das-autonome-autofahren/
Die High End-Modelle von Tesla sind bislang bei der Stufe zwei angekommen und die nächste S-Klasse von Mercedes Benz soll voll automatisiert sein also die Stufe Eins erreichen. Bislang ist aber noch nicht klar, wie das selbstfahrende Auto von Volkswagen aussehen kann. Aber der Konzernumbau durch den neuen Vorstandsvorsitzenden Müller hat auch gerade erst begonnen.

Teststrecke für autonome Autos in Niedersachsen eröffnet

Von Jürgen Vagt

Das Bundesland mit einer der höchsten Pferdedichte beschäftigt sich nun mit der Fortbewegung des 21. Jahrhunderts, denn Niedersachsen hat eine Teststrecke für das selbstfahrende Auto eingeführt. Damit gibt es nach der Teststrecke in Bayern auf der A 9 nun die zweite Teststrecke in Deutschland, im Raum um Salzgitter und Braunschweig ist die zweite Teststrecke etabliert worden. Auf beiden Teststrecken sollen die automatisierten Fahrzeuge vornehmlich von deutschen Herstellern erprobt werden. http://www.n-tv.de/wirtschaft/Selbstfahrende-Autos-proben-auf-A2-und-A7-article17924656.html
Der Autobahnbetrieb ist den in nächsten Jahre von zentraler Bedeutung, denn das stupide Autobahnfahren ist für ein automatisiertes Auto eine einfache Aufgabe, wohingegen der komplexe Stadtverkehr eine schwierige Aufgabe darstellt. Denn der Stadtverkehr ist unvorhersehbar und sehr dynamisch und viele Experten erwarten, dass man das voll automatisierte Auto im Stadtverkehr erst um 2030 sehen wird. Aber die aktuelle E-Klasse von Mercedes und die gesamte Fahrzeugpalette von Tesla beherrscht schon das voll automatisierte Autobahnfahren und selbst der Massenhersteller Renault-Nissan will im Jahr 2017 ein halb automatisiertes Auto auf den Markt bringen.
Der Bund als Gesetzgeber hat auch erst in diesem Jahr die rechtlichen Bedingungen für diesen testweisen Einsatz dieser autonomen bzw. selbstfahrenden Autos gesetzt.

VW und Continental proben in Niedersachsen

Wie zu erwarten, wird der Test in Niedersachsen durch Volkswagen und Continental durchgeführt und hierzu ist ein sehr stark befahrener Autobahnabschnitt ausgewählt worden. Dieser Test findet unter der Führung des Landes Niedersachsen und dem deutschen Zentrum für Luft – und Raumfahrt statt und läuft wie auch im Bayern parallel zu dem normalen Verkehr an. Die wahrgenommen bzw. tatsächlichen Risiken sind aber bedeutend kleiner als bei den Versuchen von Google in Kalifornien: http://automatisiertes-auto.de/die-modellversuche-mit-automatisierte-autos-von-google-eine-erste-bilanz/ .
Bei den deutschen Versuchen hat immer noch ein menschlicher Fahrer die Möglichkeit in die Fahrzeugsteuerung einzugreifen. Voll autonome Fahrzeuge sind in Deutschland nicht zulässig, denn in Deutschland muss trotz der vollständigen Automatisierung immer noch ein menschlicher Fahrer in das Steuerungsverhalten eingreifen können.

Forschung und Ausbildung für das automatisierte bzw. autonome Auto

Von Jürgen Vagt

mir ist eine interessante Zahl über den Weg gelaufen, denn 58 % aller Patenten rund um das automatisierte Auto werden von Deutschen angemeldet und die verbleibenden 42 % von Rest der Welt. http://www.ingenieur.de/Branchen/Fahrzeugbau/Bei-Patenten-laesst-Deutschland-Rest-Welt .
In dieser Zahl merkt man die Rolle des deutschen Maschinenbaus und die gute ingenieurwissenschaftliche Forschung in Deutschland, aber die Gefahr ist in Deutschland ja immer das die Forschungsergebnisse nicht vernünftig kommerzialisiert werden. Denn verschiedene Forschungsergebnisse wie das MP 3 Format sind in Deutschland erfunden worden, aber diese Ergebnisse sind in anderen Ländern wie den USA vermarktet worden. Nun stellt sich die Frage, wie und ob sich diese deutsche Schwäche in Deutschland beim automatisierten Auto zeigt. Werden diese Entwicklungen in marktfähige Fahrzeuge umgesetzt, das ist die große Preisfrage.
Der Technologie und Forschungswettlauf um das automatisierte bzw. autonome Auto hat begonnen und Deutschland steht nicht schlecht da, aber wie erfolgreich wird der Automobilstandort Deutschland im Wettlauf um das automatisierte Auto sein.
Darüber kann ich auch nur spekulieren, denn die deutsche Autoindustrie ist nicht unbedingt innovationsschwach, aber anderseits drängt auch die amerikanische Softwareindustrie in den Markt.
http://automatisiertes-auto.de/wie-veraendert-das-automatisierte-auto-die-automobilindustrie/
Gegenwärtig hat die deutsche Politik die Rahmenbedingungen gesetzt und nun stellt sich die Frage, wie schnell die Autoindustrie mit hochgradig oder voll automatisierten Autos auf den Markt kommt. Schon im nächsten Jahr soll eine halb automatisiertes Autos von Renault Nissan auf den deutschen Markt kommen. http://automatisiertes-auto.de/renault-nissan-will-klare-gesetzliche-vorgaben-fuer-das-autonome-autofahren/ .
Aber 2020 will Daimler eine voll automatisierte S-Klasse anbieten und dann wird sich die Technik die Modellpalette herunter bewegen. Damit steht die Industrie in Deutschland nicht schlecht da und insbesondere die Autozulieferer, denn die Sensorentechnik und die Steuerungssoftware werden in der Etablierung des automatisierten Autos zum zentralen Engpass Damit kommt Bosch z. B. eine zentrale Rolle zu und Bosch kann sich mit seinen Kompetenzen aussuchen, ob Sie die konventionelle Autoindustrie oder die Softwarekonzerne beliefern wollen. Aber Fachleute werden in der Entwicklung und in der Produktion benötigt und daher scheuen Sie mein Jobportal zu nutzen: http://automatisiertes-auto.de/jobportal/

Österreich und automatisierte bzw autonome Autos

Von Jürgen Vagt

auch unsere südlichen Nachbarn wollen nun auf das automatisierte Auto umsteigen und Österreich investiert 20 Millionen, um Teststrecken für das automatisierte bzw. autonome Auto zu finanzieren. Hierfür kooperiert der österreichische Staat mit den beiden süddeutschen Autoherstellern wie BMW und Mercedes. Das ist durchaus interessant, denn Österreich hat ja keine Autoindustrie und daher kein industriepolitisches Interesse an dem automatisierten Auto. Aber es geht hier auch wie zu Beispiel in London um die Frage, wie autonome Autos in den öffentlichen Nahverkehr eingeführt werden sollen. http://automatisiertes-auto.de/in-london-sollen-bald-selbstfahrende-autos-fahren/ .
Ähnliche Versuche gibt es auch in der Schweiz und auch über diese Tests habe ich schon berichtet: http://automatisiertes-auto.de/automatisierte-busse-im-oeffentlichen-nahverkehr-test-in-der-schweiz/ .
Die österreichischen Grünen mosern an der Datensicherheit herum und das wird in Deutschland auch ein Thema. Je nach Gusto sind die Grünen technologiekritisch oder und technologiefeindlich und sehen die Datensicherheit beim automatisierten bzw. autonomen Autos kritisch. Ich denke man wird bei der Etablierung des automatisierten und autonomen Autos diese Konfliktlinie sehen, denn das linke Parteispektrum und Verbraucherschützer wollen eine starke Datensicherheit beim autonomen Autofahren etablieren.
Das rechte Parteienspektrum will das automatisierte Auto fördern, damit sich die Autoindustrie zukunftssicher aufstellen kann.

Schnittstellen schaffen das Problem

Nun objektiv geht es um die Schnittstellen des automatisierten Autos und die Hersteller müssen sicher stellen, so dass die Daten sicher bleiben und nicht von Dritten unbefugt genutzt werden. Anderseits gibt es auch ein zentrales Sicherheitsthema, denn durch die offenen Schnittstellen könnte es zu Problemen sprich Unfällen kommen. Daher stellt sich auch die Frage, wie automatisierten Autos getestet werden. http://automatisiertes-auto.de/wie-werden-automatisierte-autos-getestet/ . Und der Staat bzw. die europäische Staatengemeinschaft muss verbindliche und gesetzliche Regelungen festsetzen, damit die Schnittstellen sicher sind und insbesondere die Updates sicher und zuverlässig abgewickelt werden können. http://automatisiertes-auto.de/tesla-will-updates-per-wlan-ein-sicherheitsrisiko/ .
Auch in Österreich hat seine Gesetzgebung novelliert, damit das automatisierte Autofahren zulässig ist. http://automatisiertes-auto.de/huerde-fuer-das-automatisierte-auto-faellt-die-wiener-konvention-wird-geaendert/ . Das ist also ein europaweiter Trend per Gesetzgebung zu verändern, damit automatisiertes Autofahren zu ermöglichen. http://derstandard.at/2000038464856/Ab-Herbst-Teststrecken-fuer-selbstfahrende-Autos-in-Oesterreich