Ethische Maßstäbe für automatisierte Autofahren

Von Jürgen Vagt

ob es nun am tödlichen Unfall der automatisierten Autos von Tesla gelegen hat, aber nun hat der Bundesverkehrminster Dobrindt eine Kommission einberufen, die sich mit den ethischen Grundlagen des automatisierten Autos beschäftigen soll. http://www.ramasuri.de/207884/nachrichten/nachrichten-deutschland/ethik-kommission-befasst-sich-mit-selbstfahrenden-autos/
Mit diesem Gremium soll geklärt werden, welche Regeln für die Entwicklung von automatisierten Autos gelten sollen. Eine interessante Frage, denn es muss geklärt werden, was die Entwickler und Programmier bei der Entwicklungsarbeit dürfen oder nicht.
Die Forderung nach klaren gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ist auch schon von der Autoindustrie gestellt worden. Darüber hatte ich schon berichtet: http://automatisiertes-auto.de/renault-nissan-will-klare-gesetzliche-vorgaben-fuer-das-autonome-autofahren/
Denn der Staat muss gesellschaftliche Regelungen für diese Technologieentwicklung definieren, damit die Industrie bzw. Unternehmen investieren können und sicher sind, dass sich diese Investitionen auszahlen werden.

Was darf ein automatisiertes Auto

Aber wie sehen die ethischen Grundlagen für das automatisierte Auto aus, bevor man jetzt irgendwelche Horrorszenarien über eine mögliche Technologieherrschaft an die Wand malt, kann man sich auf unser Grundgesetz berufen. Ein menschliches Leben ist bedeutender als Sachgüter, also ein Artikel 1 des Grundgesetzes mit dem Schutz der Würde und Unverletzlichkeit des menschlichen Lebens. Und sonst muss das automatisierte Auto natürlich möglichst wenig Sachschaden anrichten, das ist mehr eine Sache der Logik als der Ethik. Also gibt es natürlich einen rechtlichen und gesetzlichen Rahmen für das automatisierte Auto, der allerdings auf die spezifischen Erfordernisse der autonomen Autos angepasst werden muss.

Forschungsgelder für die Infrastruktur

Neben der Ethikkommission hat Verkehrsminister auch 80 Millionen Euro für die Forschung bewilligt und mit diesen Geldern sollen die Etablierung des automatisierten Autos erforscht werden. Nun es geht auch nicht mehr um das Ob, sondern das Wie. Denn es sind schon sehr anwendungsorientierte Forschungsschwerpunkte beschlossen worden, es sollen insbesondere die Kommunikationslösungen zwischen dem Fahrzeug und der Infrastruktur erforscht worden. http://www.autohaus.de/nachrichten/dobrindt-80-millionen-fuer-selbstfahrende-autos-1810909.html .
Es geht auch um das Breitbandinternet an den Straßen, denn das automatisierte Auto muss mit der Straßeninfrastruktur kommunizieren.

Autonome Busse – Wird der Öpnv automatisiert


Von Jürgen Vagt

die Kommunen und deren städtischen Verkehrsbetriebe veröffentlichen gerade Stellungnahmen, wie Sie sich die Zukunft des öffentlichen Nahverkehrs mit automatisierten Fahrzeugen vorstellen. So wie die meisten Experten, meinen auch die Verantwortlichen des öffentlichen Nahverkehrs, dass sich in den nächsten 10 bis 20 Jahren das voll automatisierte Fahren durchsetzen wird.
Aber welche Rolle soll das automatisierte Fahren innerhalb des öffentlichen Nahverkehrs spielen oder ist der Trend eine Bedrohung für den tradierten, öffentlichen Nahverkehr.
Denn insbesondere durch das automatisierte Auto werden neue Akteure sich im öffentliche Nahverkehr breit machen. Man kann vermuten, dass die amerikanischen Softwarekonzerne wie Google und Apple eine Rolle spielen wollen, denn Sie sitzen auf den technologischen Engpass und könnten sich damit ziemlich mühelos in den öffentlichen Nahverkehr weiterentwickeln. http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.autonomes-fahren-verkehrsbetriebe-hoffen-auf-die-grosse-chance.d480eadc-d99e-4f5c-b831-ea2bd729d2e3.html

Neue Wettbewerber durch das automatisiertes Fahren

Aber anderseits können auch die großen Sharingplattformen wie http://automatisiertes-auto.de/uber-will-automatisierte-autos-von-mercedes-benz-einsetzen/ zu neuen Wettbewerbern werden.
Denn wenn die menschlichen Fahrer bei den Fahrdienstleistungen von Uber herausgenommen werden, dann könnten sich die Gewinnmarge vergrößern. Das ist sicherlich ein gewagtes Zukunftsszenario und wird voraussichtlich zuerst in den USA stattfinden. Das ist schon aufgrund der technologiefreundlichen Gesetzgebung wahrscheinlich, aber auch die traditionellen Autohersteller könnten zu Anbietern im öffentlichen Nahverkehr werden. Denn wenn erst mal voll automatisierte Autos und selbstfahrende Autos durch die etablierten Autohersteller auf den Markt kommen, dann ist es nur noch ein kleiner Schritt diese Fahrzeuge zentralisiert zu steuern. Und diesen Schritt können neben den Softwarekonzernen, die Sharingplattform wie Uber auch die konventionellen Autohersteller vollziehen.
Das bedeutet, das für den chronisch defizitären Nahverkehr ein starker Wettbewerb durch das automatisiertes Autofahren entstehen könnte.

Erst Pilotprojekte starten

Ich hatte ja schon über den ersten Test in der Schweiz berichtet: http://automatisiertes-auto.de/automatisierte-busse-im-oeffentlichen-nahverkehr-test-in-der-schweiz/
Aber auch in Berlin sollen bald die ersten automatisierten Busse testweise eingesetzt werden. Als sicher kann gelten, das automatisierte Busse kein festes Streckennetz mehr brauchen, sondern der Traum des individualisierten öffentlichen Nahverkehr könnte wahr werden.

Völlig autonomes Autofahren mit BMW – Ab 2021

Von Jürgen Vagt

eigentlich war BMW eher zögerlich beim Thema des autonomen Autos, denn irgendwo ist BMW eine sportliche Marke. Ein sportlicher Fahrer will aber eben sein Auto selber fahren und sich nicht durch einen Computer überflüssig machen.
http://automatisiertes-auto.de/entwicklungsoffensive-von-bmw-fuer-das-automatisierte-auto/
Aber jetzt ist eine bedeutende Kooperation zwischen den amerikanischen Chipkonzern Intel, dem israelischen Softwarekonzern Mobileye und dem bayerischen Autohersteller beschlossen worden.
Das Ziel ist ein komplett selbstfahrendes Auto im Jahr 2021 und das ist ein ambitioniertes Ziel, denn eigentlich erwartet man erst ab 2030 ein komplett autonomes Auto.
Aber nun soll mit der Sensortechnik von Mobileye und der Prozessortechnik von Intel ein voll automatisierten Auto, das völlig autonom vom menschlichen Fahrer fahren kann, aus Bayern kommen.
Allerdings wird dieses Auto erst über die Submarke i auf den Markt gebracht und die eigentliche Elektrosubmarke BMW i wandelt sich von einer elektromobilen Marke zum Flaggschiff des automatisierten Autofahrens innerhalb des BMW-Konzerns.

BMW tritt gegen Wettbewerber an -Apple im Hintergrund

Aber auch Volkswagen hat ein voll automatisiertes Auto ab dem Jahr 2021 in Planung: http://automatisiertes-auto.de/volkswagen-und-automatisiertes-auto-in-5-jahren-auf-dem-markt/
Also wollen beide deutschen Autohersteller so um 2021 ein selbstfahrendes Auto auf den Markt bringen und ich denke mal, dass das Projekt Titan von Apple soll 2021 auf den Markt kommen.
Also ein Schelm, der sich dabei böses denkt.

Was bedeutet die Kooperation für die Autoindustrie

Diese Kooperation ist ein wesentlicher Schritt zur Symbiose zwischen Software – und Autoindustrie, aber man kann vermuten, dass es auch schon zu einer Machtverlagerung innerhalb der Automobilproduktion kommen wird. Denn die zentrale Engpasskomponente beim voll automatisierten Auto sind die Fahrerassistenztechnik, die von dem israelischen Partner Mobileye kommen.
Diese neue Kooperation ist aber der zweite große Zusammenschluss zwischen Auto- und Softwareindustrie. http://automatisiertes-auto.de/fiatchrysler-und-google-sind-partner-beim-automatisierten-auto/
Aber man wird schon im Jahr 2018 sehen, wie sich diese Ziele verwirklichen lassen, denn schon im Jahr 2018 soll der elektrische BMW i3 mit einer hochgradigen Automatisierungstool auf den Markt kommen.

Erster Toter mit einem automatisierten Auto – Tesla in der Kritik?

Von Jürgen Vagt

diese Nachricht hat die ganze Autoindustrie befürchtet und nun gibt es einen Toten bei einem eingeschalteten Autopiloten, ein Tesla ist automatisiert gegen einen LKW gefahren. Der 41-jährige Fahrer ist leider verstorben, und es war ein schwerer Unfall, bei dem das Autodach abgerissen worden ist. Diese Nachricht habt immense Wellen geschlagen und jede große Zeitschrift hat über diesem Unfall berichtet. Tesla hat natürlich auf diese Nachricht reagiert und hervor gehoben, das dies der erste tödliche Unfall bei einem voll autonomen Auto nach 200 Millionen Fahrkilometer ist und im normalen Verkehr passiert alle 95 Millionen Fahrkilometer ein tödlicher Unfall. Und das Automatisierungstool von Tesla befindet sich in einer Betaversion, das heißt diese Version ist nicht ausgereift und das ist auch den Kunden erklärt worden. Nun bei You tube gibt es aber viele Filme, die zeigen wie Teslafahrer beim automatisierten Autofahren Zeitung lesen oder schlafen und bislang hat Tesla sich gegen den Missbrauch seiner Automatisierungstechnik nicht gewehrt.

Wieso ist das automatisierte Auto in den LKW gefahren

Der Laderaum war mit einer Plane abgedeckt und diese Plane soll die Sensoren des Teslas irritiert haben, so dass der Tesla diese LKW-Plane für eine Ampel gehalten haben soll. Man muss dazu wissen, das in der Gegenwart die Sensoren der automatisierten Autos Umfelddaten aufnehmen und sich große Datenbanken bilden. In diesen Datenbanken werden Umfelddaten aus dem automobilen Verkehr gesammelt und mit dieser Datenbasis trifft das automatisierte Auto dann Entscheidungen. Und es gilt, desto mehr Daten aufgenommen sind, desto bessere Entscheidungen werden getroffen. Dieser bedauerliche Unfall bleibt somit hoffentlich eine Kinderkrankheit, aber es bleibt die Frage ob man Serienfahrzeuge mit dieser unfertigen Technologie auf die Straße lassen soll. Anderseits muss das automatisierte Auto im öffentlichen Straßenverkehr erprobt werden und den gegenwärtigen Fahrer muss klar sein, das diese Technik nicht ausgereift ist.