Autonome Autos und künstliche Intelligenz

Von Jürgen Vagt

Sonntag Abend, aber jetzt werde ich Sie mit einem hoch komplexen Thema quälen, denn heute geht es um künstliche Intelligenz und das autonome bzw. automatisierte Autofahren. Nun ich habe bald einjähriges Blog Jubiläum und ich habe diesen Blog etwas bodenständig gehalten und vornehmlich über den Einsatz von automatisierten Bussen im Linienverkehr berichtet und über die Automatisierungstools bei Tesla berichtet. Ich finde, aber auch das ich nun mal ein paar komplexe Technikthemen angehen soll, denn momentan ist das Thema künstliche Intelligenz berechtigt oder unberechtigt in aller Munde. http://www.businessinsider.de/auautobauer-und-tech-firmen-bringen-kuenstliche-intelligenz-ins-auto-tobauer-und-tech-firmen-bringen-kuenstliche-intelligenz-ins-auto-2017-1

Maschinen lernen Auto fahren

Welche Perspektiven eröffnet die künstliche Intelligenz für das autonome Autofahren? Nun mit künstlicher Intelligenz kann der Computer lernen, wie er unbekannte Fahrsituationen meistern soll. Der Fahrcomputer kann wie der Mensch aus Situationen lernen und entsprechende Fahrmanöver einleiten. Die menschliche Lernfähigkeit wird also nachgeahmt und im Zeitablauf kann der Fahrcomputer immer schwierige und komplexere Fahrsituationen darstellen. Ich habe ja schon mehrfach erklärt, dass die einfache Autobahnfahrt auch schon heute also im Winter 2017 möglich ist, denn eine stupide Autobahnfahrt ist für die aktuellen Automatisierungstools darstellbar, wohingegen eine sich schnell verändernde Fahrsituation in der Innenstadt noch nicht beherrschbar ist.

Maschinen sollen den Menschen verstehen

Audi hat zusammen mit Nividia auf der Elektronikmesse CES ein neues Konzept vorgestellt, das schon im Jahr 2020 auf den Markt kommen soll. http://www.badische-zeitung.de/wirtschaft-3/auto-soll-wunsch-des-fahrers-von-den-lippen-ablesen—132171990.html .
Die Maschine soll die menschlichen Regungen des Fahrers erkannt werden und dann den Fahrer beim Autofahren unterstützen. Bislang soll diese Technik nur den Fahrer beim Fahren unterstützen, die Fahrcomputer soll also nicht das Auto eigenständig führen . Damit orientiert sich Audi an den anderen deutschen bzw. etablierten Autoherstellern und baut immer anspruchsvollere Fahrassistenzsysteme, es gibt aber auch bei Audi keine Ambitionen ein autonomes Auto zu bauen. In diesem Konzept von Audi und Nividia soll ein virtueller bzw. digitaler Copilot für den Fahrer entwickelt werden, der z. B. aus der Augenführung des menschlichen Fahrers die Richtung ableiten kann und diese Entscheidung unterstützen kann.

Autonomes Fahren bei Verkehrsbussen

Von Jürgen Vagt

in 2016 gab es ein paar internationale Testläufe in Europa und die Bahn hat das erste Testprojekt mit einem voll autonomen Bus in Berlin gestartet. http://automatisiertes-auto.de/autonom-fahrende-busse-in-berlin-die-automatisierung-erfasst-die-bahn/ .
Nun geht es weiter und in Mannheim kommt ein selbstfahrender Bus im Nahverkehr zum Einsatz http://www.insuedthueringen.de/region/wirtschaft/Roboterbusse-Eine-Vision-wird-realer;art83483,5305871 .
Und nun scharren sich die unvermeidlichen Experten um das Thema und in der Mehrzahl sehen Sie eine rosige Zukunft für die voll autonome Busse im städtischen Verkehr.

Wie sieht es in der Realität aus?

Nun es fahren vereinzelt einige automatisierte Busse in Europa und in Deutschland gibt es diese Tests in Mannheim und Berlin. Im der Regel sind es voll automatisierte kleine Busse, die vollständig eigenständig ohne menschlichen Fahrer sich in Innenstädten bewegen sollen, mit maximalen Passagieranzahl von höchstens 10 – 15 Personen. Das Thema der voll automatisierter Busse wird heiß diskutiert in der gesamten Verkehrswirtschaft und bei den Auto- und Busherstellern fließen viele Millionen in die Forschung und Entwicklung der automatisierten Busse. Durch die Bank zielen alle Konzepte auf den innerstädtischen Verkehr ab und bislang habe ich noch keine automatisierten Fernbusse gesehen, allerdings wird schon an voll automatisierten LKWs gearbeitet.

Warum soll Linienbusse automatisiert werden?

Nun insbesondere Grüne wie Winfried Kretschmann wollen automatisierte Busse in den Innenstädten, denn nur so lassen sich Unfälle vermeiden. Das ist einerseits richtig, aber anderseits würden auch die Emissionen durch das automatisierte Fahren reduziert werden. Selbst wenn die ersten voll automatisierten Busse mit einem konventionellen Verbrennungsmotor angetrieben werden, denn automatisierte Fahrzeuge sind im Vergleich zu menschlich gesteuerten Bussen effizienter. Also würde der flächendeckende Einsatz von automatisierten Busse eine bessere Energiebilanz bedeuten. Einen Aspekt verschwiegen Politiker gerne, um das Wahlvolk nicht zu beunruhigen, denn mit automatisierten Bussen lassen sich im chronisch defizitären öffentlichen Nahverkehr auch Personalosten sparen. Mit den kleineren automatisierten Bussen kann man auch in dünner besiedelten Regionen kostengünstig ein Verkehrsangebot machen, das würde einen Nutzen für den Bürger und eine Kostenentlastung für die klammen Haushaltskassen der Kommunen bedeuten.

Autonome Autos von BMW kommen auf die Straße

Von Jürgen Vagt

nun habe ich schon ein paar Male über die Pilotprojekte des automatisierten Fahrens berichtet, aber nun kommt auch ein deutscher Hersteller mit einem ernsthaften Pilotprojekt, denn BMW will 40 voll automatisierte 7- er im Straßenverkehr erproben. Damit wären die Bayern auch der erste deutsche Hersteller, der seine Fahrzeuge im öffentlichen Straßenverkehr erprobt. http://www.autobild.de/?cid=9890291&ref=system.promio-mail
Es wird also spannend, denn die Forschungsobjekte verlassen nun das Labor und werden im Straßenverkehr erprobt. Ich hatte ja schon im Jahr 2016 über die Pilotprojekte in den USA berichtet: http://automatisiertes-auto.de/selbstfahrende-autos-von-uber-pilotprojekt-in-san-francisco/
Aber nun geht es in Deutschland los.
Allerdings wird noch kein voll automatisiertes Autofahren erprobt, denn es wird vornehmlich nur die Stufe 3 der automatisieren Fahrens erprobt und nur vereinzelt kommen die höher entwickelte Stufe 4 zum Einsatz.

Verbesserte Fahrassistenzsysteme – kein voll autonomes Fahren

Also wird deutlich, dass BMW keine voll autonomen Autos wie das legendäre Google auf die Straße bringen will. http://automatisiertes-auto.de/die-modellversuche-mit-automatisierte-autos-von-google-eine-erste-bilanz/
, sondern es werden nur bessere Fahrassistenzsysteme in der Oberklasselimousine verbaut und erprobt. Diese Strömung ist bei allen deutschen, europäischen Hersteller wahrnehmbar, denn die tradierten Hersteller wollen nur verbesserte Fahrassistenzsysteme in Ihren Fahrzeuge verbauen und eben keine voll autonomen Fahrzeuge auf die Straße bringen. Denn wenn man ein Fahrzeug wie Google bauen würde, wäre der Mensch als Fahrer überflüssig. Das voll autonome Auto würde der Softwareindustrie Vorteile bringen und hätte erhebliche Nachteile für die konventionelle Autoindustrie, denn Ihre Kompetenz im Fahrwerksbau, Steuerungstechnik usw. wäre nicht mehr so gravierend für den Autokäufer. Deswegen will die konventionelle Autoindustrie kein voll autonomes Fahren, sondern entwickelt nur Ihre bestehende Fahrerassistenzsysteme weiter.


Wiener Konvention als willkommene Bremse

Das voll autonome Auto ist auch nicht im rechtlichen Rahmen der Wiener Konvention möglich, man müsste die Wiener Konvention ändern. Dann müsste man ein großes bilateralen Vertragswerk ändern und über 180 Teilnehmerstaaten müssten dieser Änderung zustimmen, erst dann könnte man weltweit ein voll autonomes Auto absetzen.


Autonome Autos schon 2018 – Nein sagt Toyota

Von Jürgen Vagt

ich habe ja schon auf meinem Schwesterblog elektroautovergleich.org über die diesjährige CES in Las Vegas berichtet. Denn es wurden auf dieser Elektronikmesse spektakuläre Elektroautos präsentiert, aber ein zentrales Thema war auch das autonome Fahren.
Wenn man sich Google Trends anschaut, dann kann man feststellen, dass das autonome Auto ein wirkliches Trendthema des Jahres 2016 war. Dieses Blogthema ist aller (vieler) Munde.
Aber nun Toyota die Rolle übernommen, Wasser in den Wein zu schütten und die Euphorie um das autonome Auto zu bremsen.
Natürlich hat Toyota mehr oder weniger realistische Studien auf der Messe gezeigt, aber wirkliches Aufsehen erregten andere Aussagen. Denn momentan sind voll autonome Autos für Toyota erst in weiter Ferne realistisch. Man plant beim nun größten Autohersteller der Welt nur Automatisierungstools der zweiten Stufe in der Großserien zu verbauen.

Automatisches Einparken und die Spur halten

Auch wenn Tesla nun im September das voll autonome Fahren als Extra anbietet: http://automatisiertes-auto.de/voll-automatisiertes-autofahren-bei-tesla-jetzt-nicht-erst-2030/ .
Toyota plant nur Automatisierungstools der Stufe 2 zu verbauen, also eine automatisierte Einparkhilfe und einen automatischen Spurhalteassistenten. Bei Serienfahrzeugen geht es nur um die Automatisierung einzelner Fahrsituationen und noch lange nicht um die Stufe 5 des autonomen Autos. Denn bei der Stufe 5 geht es um das voll autonome Autofahren, denn bei dieser Stufe wird nur noch das Ziel vom menschlichen Fahrer festgelegt und den Rest übernimmt der Fahrroboter.

IT-Konzerne preschen vor

Die Vorstellungen von Google, Apple usw. sind natürlich andere, es hieß aus diesen Kreisen man könne schon in diesem Jahrzehnt mit komplett selbstfahrenden Autos rechnen. Die Stimmen innerhalb der Autoindustrie sind vorsichtiger, insbesondere erwartet man, dass sich das voll automatisierte Fahren eher auf niedrigen Geschwindigkeitsbereiche konzentrieren wird. http://www.manager-magazin.de/unternehmen/autoindustrie/toyota-daempft-euphorie-um-roboterautos-in-staedten-noch-weit-entfernt-a-1128891.html . Autonome Autos wie Sie von Google propagiert werden, sind kein realistische Optionen. Denn selbst wenn Fahrzeuge voll automatisch fahren können, muss der Fahrer trotzdem beim Ausfall der Sensoren oder/ und des Fahrcomputers die Steuerung übernehmen.

Autonom fahrende Busse in Berlin – die Automatisierung erfasst die Bahn

Von Jürgen Vagt

so nun haben wir schon fast ein Jahr bloggen hinter uns und unser Blogthema erfasst die deutsche Bahn. Denn die deutsche Bahn hat ein Testprojekt auf dem Eurefcampus in Berlin gestartet: https://www.mobilegeeks.de/news/deutsche-bahn-startet-testfahrten-fuer-autonom-fahrende-busse-in-berlin/ .
Die Bahn will Kleinbusse mit Platz für 9 Personen testen und die Bahn hat Ihre ganze Kreativität und Genialität in die Namensfindung fließen lassen. Olli ist der Name.
Nun Olli kommt ohne menschlichen Fahrer aus und dafür hat er ja so einen kumpelhaften Namen. Olli soll keine Ängsten machen.

Showcase fürs komplett autonomes Fahren

Nun, es ist ein Showcase und auch nicht einmalig, denn ich habe bereits darüber geschrieben: http://automatisiertes-auto.de/automatisierte-busse-im-oeffentlichen-nahverkehr-test-in-der-schweiz/ .
Aber die Bahn hat verlautbart, dass es nach diesem Showcase in Berlin ein wirkliches Pilotprojekt in Bayern geben soll. Denn erst mal soll es durch Bahnmitarbeiter ein Feedback geben und dann soll es unter den Realbedingungen des öffentlichen Nahverkehrs einen echten Test geben. Beim automatisierten Fahren wird jetzt von vielen dieser Meilenstein genommen, denn die autonomen Fahrzeuge verlassen so langsam die abgesperrten Testgelände und finden ihren Weg in den öffentlichen Verkehr. Der gute Olli wird über ein Tablet gesteuert und schafft in der Spitze 60 km/h. Olli ist aber auch ein sehr vertrauenerweckender Name für eine so innovative Technologie, denn jemand der Olli heißt, würde immer den Rasenmäher zurückbringen.
Aber Olli fährt mit seinen Sensoren völlig eigenständig, ohne das ein Mensch steuern muss.

Die Partner der Bahn

Richtig interessant für Sie als Blogleser ist, aber eher der Hersteller des Kleinbusses. Denn ich habe hier auf diesem Blog schon öfters prognostiziert, dass sich das voll autonome Auto sich auf den Schwerlastverkehr und den Öpnv konzentrieren wird. Aber https://localmotors.com/ ist ein moderner Autohersteller, denn mit dieser Firma fließt 3D- Technologie in der Automobilbau ein. Mittel Ihrer Community werden verschiedene Fahrzeuge entworfen und dann als kleine Manufaktur gebaut. Aber dieses Innovationsprojekt ist von dieser kleinen Innovationsschmiede gebaut worden.