Uber stoppt seine selbstfahrenden Autos – Pilotprojekt endet in einer Pleite!

Von Jürgen Vagt

eigentlich geht es nur 16 umgebaute Volvos, die von Uber als selbstfahrende Taxis in der Region San Francisco eingesetzt werden. Aber Uber hat wie ein Start ups üblich einen Riesenbohein, um diesen kleinen Versuch in Kalifornien gemacht. Und dieses PR- Spektakel fällt Ihnen nun auf die Füsse: http://www.spiegel.de/auto/aktuell/uber-zieht-robotertaxis-aus-dem-verkehr-a-1140489.html
Denn erst gab Ärger mit den kalifornischen Regulierungsbehörde, denn Uber hatte nicht rechtzeitig eine Erlaubnis beantragt. Eine ziemlich schwache Leistung für ein Ridesharingplattform, die an der Börse in Ihren Spitzenzeiten mit 2 Milliarden Dollar bewertet worden ist. Uber forciert seit Jahren den Einsatz von selbstfahrenden Fahrzeugen, denn wenn man die menschlichen Fahrer aus den Uber-Fahrzeugen raus nimmt, dann kann Uber noch verdienen und die Wertschöpfung ausweiten. http://automatisiertes-auto.de/uber-will-automatisierte-autos-von-mercedes-benz-einsetzen/

Robotertaxis der Zukunft

Nun hat das weltweit bekannte Start up sein Testprojekt in Kalifornien beendet, denn es hat einen Unfall gegeben. Man konnte die umgebauten Volvo in der Region um San Francisco buchen und dann seine Fahrten absolvieren. Aber die Fahrzeuge kommen auch nicht aus der Serienproduktion eines großen Herstellers, sondern sind bei nicht näher bestimmen Unternehmen zusammen gebastelt werden. Trotzdem hat Uber sein Ziel erreicht und ist in den internationalen Schlagzeilen, man muss allerdings annehmen, dass sich Uber das Anderes vorgestellt hat.

Selbstfahrende Taxis

Nun einerseits tut sich gerade nicht viel im Themenfeld des selbstfahrenden Autos und der automatisierten Autos, deswegen wollte ich hier mal eine sachliche und nüchterne Ebene in diese Nachricht bringen. Einerseits ist es eine überzeugende Zukunftsversion, dass Uber und andere Taxiunternehmen hoch automatisierte Auto einsetzen. Das hatte ich auch schon in meinem Ebook dargelegt: https://elopage.com/s/JuergenVagt/das-selbstfahrende-auto-wie-google-und-co-unsere-autos-automatisiert-und-die-autoindustrie-veraendert
Aber anderseits wird die Veränderung auch noch ein paar Jahre oder Jahrzehnten dauern und in der Gegenwart produziert Uber nur unbedachte Pilotprojekte. Man wird einfach noch mindestens bis zum Jahr 2020 warten, bis die ersten Großserienhersteller voll automatisierte Auto auf den Markt bringen.

Autonomes Autofahren kann tödlich sein!

Von Jürgen Vagt

Welche menschliche Handlung kann denn nicht tödlich sein, aber das hoch ehrwürdige Nachrichtenmagazin Spiegel hat einen kritischen Bericht über das automatisierte Autofahren gebracht. Und diesen Impuls möchte ich nutzen, um eine neue Wasserstandsmeldung über die Sicherheitsdebatte des automatisierten Autofahrens zu liefern. Worum geht es? Nun ein Psychologe bremst die Technikeuphorie ums autonome Autofahren und das Wichtigste steht am Ende des Interviews, denn der Psychologe ist ein überzeugter Radfahrer. Radfahren ist einerseits ein Hochrisikoverhalten, aber anderseits auch umweltfreundlich. Er weist zurecht darauf hin, dass das Schlafen während einer Fahrt mit dem Autormatisierungstool von Tesla gefährlicher Unsinn ist. Das ist natürlich richtig und logischerweise verboten, denn neben der moralischen Dimension sind die hochentwickelten Automatisierungstool von Tesla auch noch in einer Erprobung – und Testphase, so dass man sich nicht auf die Automatisierungstools verlassen sollte.

Wann sind die Tests ausreichend

In dem Interview wird eine gesellschaftliche Debatte über die Risiken gefordert, nun Diskussionen sind immer gut und wichtig. Aber das Ganze bleibt zu allgemein und schwammig, denn es geht um die Frage, wie viele Testkilometer erfolgreich absolviert werden müssen, damit automatisierte Autos sicher am öffentlichen Verkehr teilnehmen können. Und diese Frage muss auch beim Airbag oder und ABS beantwortet werden. Die zentrale Sicherheitsdimension wird im Interview nicht behandelt, denn Maschinen lernen aus Fehler. Wenn ein Tesla einmal eine Lkwplane falsch interpretiert, dann lernt das technische System und von nun werden alle Fahrzeuge diese Fehleinschätzung vermeiden. http://automatisiertes-auto.de/das-voll-automatisierte-auto-von-google-rammt-einen-bus/
Schon mit Pferdedroschken fuhren Betrunkene und das tun Sie heute auch noch.

Sicherheit und Bevormundung

Nun wie ich es auch schon in meinem Ebook geschrieben habe. https://elopage.com/s/JuergenVagt/das-selbstfahrende-auto-wie-google-und-co-unsere-autos-automatisiert-und-die-autoindustrie-veraendert. Es stellt sich die Frage, wie schnell diese Innovation serienreif ist und ob Autofahrer bereit sind die Verantwortung beim Autofahren abzugeben. Aber kann man das voll automatisierte Auto als Bevormundung verstehen. Natürlich kann man das, aber wir sind heute ohnehin von vielen Automaten umgeben. Automaten übernehmen das Rasenmähen oder das Säubern des Grills. Daher ist wohl einfach eine Altersfrage, ob man das automatisierte Auto als Bevormundung betrachtet oder nicht.

Automatisiertes Autofahren wird verschiedenen Praxissituationen getestet

Von Jürgen Vagt

momentan wird im Entwicklungsfeld des automatisierten Autofahrens sehr viel getestet und entwickelt. Bei mir stapeln sich immer neue Nachrichten über neue Entwicklungszentren von Autoherstellern und Technologiekonzernen, die an der Zukunft des autonomen Autofahrens arbeiten. Renault hat nun ein Forschungszentrum gegründet und ich habe ja schon über die Feldversuche von Daimler berichtet: http://automatisiertes-auto.de/daimler-testet-automatisierte-busse-der-future-bus-von-daimler/
. Aber man kann sehen, das mein Blogthema langsam aber sicher die Konzernforschung verlässt und in Feldversuchen erprobt wird. So nun nimmt der große Feldversuch in Niedersachsen Formen an, auch hierüber hatte ich schon ausführlich berichtet: http://automatisiertes-auto.de/teststrecke-fuer-autonome-autos-in-niedersachsen-eroeffnet/
Niedersachsen will nicht mehr als Land der Pferdezüchter wahrgenommen werden, denn man ist so stolz auf diese Zukunftstechnologie. http://www.braunschweiger-zeitung.de/region/article209824003/Ab-2018-fahren-erste-Autos-autonom-in-der-Region.html

Zuerst die Autobahntauglichkeit und dann Stadtverkehr

Mit dem jetzigen Technologiestand wird man erst einmal die Praxistauglichkeit von hoch automatisierten Auto bei relativ einfachen Autobahnfahrten erproben. Denn stupide Autobahnfahrten sind heute schon darstellbar und wenn man den Industrievertretern trauen will, dann kann man in 2 -4 Jahren diese Automatisierungstools in Serienfahrzeugen erwarten: http://automatisiertes-auto.de/mercedes-lkws-fahren-automatisiert-ueber-die-autobahn/
Allerdings gibt es immer Tests, wo der Ersatz konventioneller Busse durch autonom fahrende Busse getestet werden soll. Die Herausforderung in einem komplexen und dynamischen Stadtverkehr zu bestehen ist weitaus größer und man darf automatisierte Fahrzeuge erst in mehreren Jahren erwarten. http://automatisiertes-auto.de/automatisierte-busse-im-oeffentlichen-nahverkehr-test-in-der-schweiz/ . Aber automatisiertes Fahren wird im Öpnv eine große Rolle spielen.