Autonomes Autofahren bei Tesla ist ein Schwindel? – Tesla wird in den USA verklagt

Von Jürgen Vagt

ich hatte schon im September über das Automatisierungstool von Tesla spekuliert: http://automatisiertes-auto.de/voll-automatisiertes-autofahren-bei-tesla-jetzt-nicht-erst-2030/ . Eigentlich hätte von dem Innovationstreiber der Elektromobilität nichts Anderes erwartet, aber Tesla wollte nun der Autoindustrie mit den Automatisierungstools vorangehen. Tesla hat im September 2016 angekündigt, dass für alle Teslamodelle ein Automatisierungstool angeboten wird, dass die Teslamodelle zu selbstfahrenden Autos macht. Mit so einem hoch entwickelten Automatisierungstool würde Tesla der gesamten Autoindustrie Jahren voraus sein, denn die etablierten Autohersteller planen Automatisierungstools der Stufe 3 bis 4 aber eben nicht die voll automatisierten Fahrsysteme. In meinem Ebook habe ich diese Automatisierungstools näher beschreiben. https://elopage.com/s/JuergenVagt/das-selbstfahrende-auto-wie-google-und-co-unsere-autos-automatisiert-und-die-autoindustrie-veraendert

Weshalb wird Tesla verklagt

Einige Kunden verklagen Tesla, weil dieses Automatisierungstool nicht den versprochenen Leistungsumfang hat. Bislang haben sich drei Tesla – Käufer hinter einer Sammelklage zusammen geschlossen, weil Sie sich einen Tesla mit dem Automatisierungstools gekauft haben und die versprochenen Eigenschaften nicht vorhanden sind. https://www.mobilegeeks.de/news/sammelklage-tesla-autopilot-vaporware/
Ich habe auch an der Ankündigung von Tesla gezweifelt, allerdings wird in der Sammelklage auf mögliche Sicherheitsrisiken hingewiesen. Und das besagte Automatisierungstools soll bei Weitem nicht die aktuellen Teslas zu selbstfahrenden Autos machen. Hat Tesla und damit Elon Musk die Kunden und die Öffentlichkeit geblendet? Bei Amazon finden Sie übrigens noch mein Ebook über Tesla. Nun per Twitter hat Elon Musk diese Angriffe und Klagegründe zurückgewiesen, diese Klage sei nur der Geldgier von Anwälten zu verdanken.

Vertrauen wir Tesla


Ich kann natürlich auch keine Prüfung vornehmen und bislang ist diese Kritik nur auf die USA begrenzt. Natürlich kommen in so einer Krise auch die Kritikpunkte hoch, also das Tesla immer noch keinen Gewinn macht, nun das macht Twitter seit 10 Jahren nicht und das stört auch keinen. Ist Tesla zu früh auf den Markt gekommen und gefährdet damit die Sicherheit im Straßenverkehr. Das kann man bei Innovationen immer fragen, aber Tesla hält damit die us-amerikanischen Vorschriften ein, diese Regelungen sind zugegebenermaßen auch lascher als in Europa.

Autonomes Autofahren bei Volkswagen

Von Jürgen Vagt

der Genfer Autosalon ist zwar schon ein Monat vorbei, aber ich wollte noch einmal den Auftritt von Volkswagen aufbereiten. Die Studien von Volkswagen sind auch für meinen Schwesterblog elektroautovergleich.org relevant, denn wie soll es auch anders sein, die neuen Studien von Volkswagen sind elektrisch angetrieben. Volkswagen hat den schönen Namen cedric gewählt mit so einem sympathischen Namen will man das Thema des automatisierten Autofahrens und den größten Umbau in der Konzerngeschichte einleiten. https://www.heise.de/newsticker/meldung/Autonomes-Fahren-mit-Sedric-Volkswagen-zeigt-erstes-Konzept-fuer-autonomes-Auto-3645623.html
So eine Studie wird sicherlich nicht gebaut, aber interessant ist, dass es sich um einen Kleinbus handelt. Wenn diese Studie mehr als ein Marketinggag auf einer Automesse ist, dann will Volkswagen im öffentlichen Verkehr mit den dort typischen Fahrzeugen das Thema automatisierten Autofahren beginnen.

Mit Brot – und Butterautos in die Zukunftsmobilität

Also bei Volkswagen haben sich die ersten Ansätze konkretisiert: http://automatisiertes-auto.de/volkswagen-will-auch-das-automatisierte-auto/
Und sonst orientiert sich Volkswagen an den Standards innerhalb der Industrie, also Carsharing und neue Raumkonzepte. In autonomen Autos sollen mehrere Personen fahren und der Innenraum des Autos soll flexibel genutzt werden. Aber ein Volumenhersteller wie Volkswagen tut sich bei Innovationen etwas schwerer, denn BMW hat eben Kunden, die für einen elektrischen Kleinwagen 40000 € bezahlen und das ist bei Volkswagen anders. Nur auch bei Volkswagen und deren Studien wird deutlich, dass die Autoindustrie mit den automatisierten Autos in den Taxidienst und oder den öffentlichen Nahverkehr will.

Vom Hersteller zum Mobilitätsdienstleister

Die hoch automatisierte Fahrsysteme ermöglichen den Herstellern einen neuen Markt zu erschießen, denn so können Autohersteller wie halb – öffentliche Verkehrsunternehmen und oder Taxiunternehmen Mobilitätsdienstleistungen anbieten. Das ist eine Zukunftsversion und erstaunlich ist es, dass Volkswagen auf dem Genfer Autosalon keine konkreten Pläne für die weniger entwickelten Automatisierungssysteme liefert. https://elopage.com/s/JuergenVagt/das-selbstfahrende-auto-wie-google-und-co-unsere-autos-automatisiert-und-die-autoindustrie-veraendert
Der Vorstandsvorsitzende hat nur allgemein angekündigt, dass Elemente dieser Cedric Studie in allen zukünftigen Modellen des Volkswagenkonzerns verbaut werden.

Autonomes Autofahren in der Lagerlogistik

Von Jürgen Vagt

momentan ist die Debatte übers autonome Autofahren eine hochgeistige Debatte über Zukunftsmobilität und es gibt sehr viele wilden Zukunftsprojektionen. Also welchen Verkehrsteilnehmer bringt der Algorithmus um und wie viel Autonomie sollte der Fahrer haben.http://automatisiertes-auto.de/autonomes-autofahren-kann-toedlich-sein/
Nun ich will diese Diskussion versachlichen und ein konkretes Anwendungsfeld des autonomen Autofahrens besprechen, denn in der Lagerlogistik bzw. Intralogistik werden autonome Fahrroboter schon seit Jahren eingesetzt. Dies habe ich auch schon detaillierter in meinem Ratgeber beschrieben. https://elopage.com/s/JuergenVagt/das-selbstfahrende-auto-wie-google-und-co-unsere-autos-automatisiert-und-die-autoindustrie-veraendert
Im Volkswagenwerk in Wolfsburg gibt es schon lange Fahrroboter die das Fließband mit Montageteilen versorgen und dieser Prozess läuft ohne menschlichen Einfluss und wird zentral gesteuert.
Durch die verbesserten Sensorensysteme können diese Fahrroboter in immer komplexere Fahrsituationen vordringen, also in die Innenstädte oder auf Autobahnen.

Autonomes Fahren außerhalb des Fabrikgeländes

Und beim autonomen Autofahren kann man in den letzten Jahren die Entwicklungstendenz feststellen, dass sich die Fahrassistenzsysteme immer mehr in den öffentlichen Raum ausbreiten. Aber anderseits eröffnet der technologische Fortschritt beim automatisierten Autofahren neue Möglichkeiten in der Lagerlogistik. http://www.faz.net/aktuell/technik-motor/umwelt-technik/lagerlogistik-autonome-hochstapler-14559018.html
Die Voraussetzungen sind in der Lagerlogistik besser, denn man kann diese Systeme über Arbeitsverträge regeln, so dass man keine Rücksicht auf die Autonomie des privaten Fahrers nehmen müssen. Und ein autonomes Lagersystem wird einfach effizienter und kostengünstiger sein als die bestehenden Lösungen, eine massive Kostenersparnis motiviert Unternehmer immer neue Systeme einzuführen.

Smarter werden mit autonomes Autofahren

Nun einerseits besteht mit den Fahrassistenzsystemen die reine technische Möglichkeit, den Lagerbestand automatisiert auszuliefern, aber andererseits bietet natürlich auch Auswertungsmöglichkeiten um industrielle Prozesse zu straffen. Wenn man das Stichwort Big Data fallen lässt, kann man erahnen welche Möglichkeiten die automatisierte Lagersysteme eröffnet. Denn es nutzt ja nicht viel, wenn man Optimierungsmöglichkeiten feststellt und man kann diese Optimierungsansätze nicht umsetzen. Mit der modernen Technik können die Systeme auch den engen Lager- und Fabrikationsbereich verlassen und die Logistik im gesamten Unternehmensgelände verändern.

Apple darf in Kalifornien autonome Autos testen

von Jürgen Vagt

ein kleiner Test in Kalifornien schlägt große Wellen, aber wenn Apple sich in einem Zukunftsfeld bewegt, dann ist das eine große Meldung. Nun worum geht es, der amerikanische Bundesstaat Kalifornien hat den Apple eine Lizenz zum Testen von automatisierten bzw. autonomen Autos erteilt. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/apple-auto-erhaelt-testerlaubnis-fuer-autonomes-fahren-a-1143460.html
Kalifornien wird damit zur Spielwiese für konventionelle Autohersteller und Technologiekonzerne und darüber hatte ich schon berichtet: http://automatisiertes-auto.de/die-modellversuche-mit-automatisierte-autos-von-google-eine-erste-bilanz/
Denn in den USA gilt nicht die Wiener Konvention und in Kalifornien herrschte eine besonders liberale Gesetzgebung, so dass auch vollständig autonome Fahrsysteme erlaubt sind. In Deutschland ist diese Gesetzgebung erst vor Kurzem liberalisiert worden. http://automatisiertes-auto.de/autonomes-autofahren-bekommt-ein-gesetz/
Ich habe schon in meinem Ratgeber dargestellt, wie weltweit die unterschiedlichen gesetzlichen Rahmenbedingungen aussehen: https://elopage.com/s/JuergenVagt/das-selbstfahrende-auto-wie-google-und-co-unsere-autos-automatisiert-und-die-autoindustrie-veraendert

Apple im Konzert der Autohersteller

Nun ist es als raus, Apple der Internet – und Smartphonekonzern will in den Zukunftsmarkt des autonomen Autos und das sagenumwobenes Appleprojekt: http://automatisiertes-auto.de/apple-hat-schwierigkeiten-beim-selbstfahrenden-auto/
Apple hat aus seinen Ambitionen nie ein großes Geheimnis gemacht, aber nun sollen mindestens 3 umgebaute Lexus Suvs mit der Appletechnik auf kalifornischen Straßen erprobt werden. Und jetzt sind alle großen amerikanischen Softwarekonzerne im Wettrennen um den Zukunftsmarkt vertreten. Die Google Muttergesellschaft Alphabet ist dabei und die deutschen Autohersteller sind ebenso dabei.

Möge der Bessere gewinnen

Der Wettbewerb wird zwischen den Softwarekonzernen wie Google und Apple und auf der anderen Seite durch die etablierten Hersteller entschieden. Insbesondere Google hat mit seinen 5 Mio Testkilometer gezeigt, dass Sie die voll autonome Fahrtechnik beherrschen. Denn das autonome Autofahren eine Zukunftsversion ist, so hat Google und dessen Mutter Alphabet einen großen Erfahrungshorizont. In der etablierten Autoindustrie gibt es aber vielfältige und langjährige Erfahrungen mit Fahrerassistenzsysteme, damit ist die automatische Gangschaltung, der Spurhalteassistent gemeint. Und diese Kompetenzen und Erfahrungen zeigen sich auch in den Testversuchen und Planungen, denn die Softwareindustrie will das autonome Autofahren und will den menschlichen Fahrer komplett ersetzen. Die Autoindustrie will nur bessere und höher entwickelte Fahrerassistenzsysteme, denn die bessere Fahrerassistenzsysteme passen zu Ihren technologischen Kompetenzen.

Daimler und Bosch geben Gas beim autonomen Auto

von Jürgen Vagt

ich will heute noch mal einen neuen Sachstand über den Entwicklungsstand des autonome Auto liefern, denn zwei deutsche Schwergewichte haben wenigstens per Pressemitteilung angekündigt, dass Sie Ihre Aktivitäten im Bereich der hochentwickelten Fahrassistenzsysteme bzw. des autonomen Autos forcieren wollen, so dass wir in den nächsten Jahren hoch automatisierte Autos aus Baden-Württemberg sehen werden. Geübte Leser dieses Blogs wissen jetzt schon was kommt, denn über welche Stufe des automatisierten Fahrens reden wir? Nun ich habe die Systematik über das automatisierte Fahren schon in meinem Ebook darlegt: https://elopage.com/s/JuergenVagt/das-selbstfahrende-auto-wie-google-und-co-unsere-autos-automatisiert-und-die-autoindustrie-veraendert
Die unterste Stufe haben Sie alle in Ihrem Alltagsauto, das wäre der Tempomat und das Navigationssystem. Und die höchsten Stufen sind 4 und 5, also das bedeutet alle Fahrmanöver können ohne menschlichen Einfluss gestaltet werden.

Voll autonome Auto von Bosch und Daimler

Das wirklich Spannende an der Nachricht ist, dass es die beiden deutschen Konzerne wirklich voll autonome Auto in Ihrer Entwicklungspartnerschaft bauen. Und diese Fahrzeuge sollen, dann in den Jahren ab 2020 auf den Markt gebraucht werden. https://www.golem.de/news/kooperation-mit-bosch-daimler-will-taxifahrer-so-schnell-wie-moeglich-ersetzen-1704-127140.html . Die Zusammenarbeit ist eigentlich logisch und sinnvoll, denn Daimler ist eine Komfort orientierten Marke mit einer älteren Kundschaft. Daher ist das Thema des automatisierten Fahrens für Daimler auch wichtiger als für sportliche Marken wie BMW oder Porsche. Auf der anderen Seite haben wird Bosch den wohl größten Automobilzulieferer, der technologisch führend beim automatisierten Autos ist.

Alle wollen den Taximarkt

Die beiden haben angekündigt, dass die autonomen Autos auf den Taximarkt abzielen. Und diese Stoßrichtung haben viele Akteure in der automatisierten Autowelt. http://automatisiertes-auto.de/automatisierte-autos-werden-fuer-taxifahrer-zu-bedrohung/ . Die Ridesharingplattform Uber ist als Kooperationspartner angedacht. Nun das ist alles irgendwo Zukunftsmusik, aber ich glaube, dass man schon mit einer gewissen Begründung sagen kann, dass sich die Entwicklung in den nächsten Jahren auf den Bereich der Personen – und Güterlogistik konzentrieren wird. Denn bezahlte und angestellte Fahrer müssen die Maschinensteuerung akzeptieren, ob Sie wollen oder nicht.

Autonomes Autofahren bekommt ein Gesetz

Von Jürgen Vagt

in der vergangenen Woche hat das autonomen Autofahren durch den Bundestag ein eigenes Gesetz bekommen, um diesem technologischen Entwicklungsfeld einen rechtlichen Rahmen zu geben. Das Gesetz wirkt sehr mit der heißen Nadel gestrickt, denn Dobrindt als Bundesverkehrsminister hat noch nicht einmal die Ergebnisse seiner Kommission abgewartet. Der ehemalige Verfassungsrichter Udo di Fabio sollte eigentlich erst einmal ein paar Empfehlungen erarbeiten, aber nun musste es schnell gehen: http://automatisiertes-auto.de/bundesminister-dobrindt-will-das-deutschland-beim-autonomen-auto-fuehrt/

Was regelt das Gesetz

Eigentlich nur die Haftungsfrage, also muss der Hersteller des Autos oder der Fahrer zahlen, wenn es zum Unfall kommt. Und die grundlegende Logik des verabschiedeten Gesetzes ist, dass der Fahrer immer als letzte Instanz ins Fahrgeschehen eingreifen muss. Zudem wird ein Aufzeichnungssystem verpflichtend, damit man im Nachhinein nachvollziehen kann. Ob der Unfall durch das autonome Fahrsystem verursacht wurde oder ob der menschliche Fahrer schuld war. Im ersten Fall zahlt der Hersteller und im zweiten Fall ist der menschliche Fahrer dran. Soweit so eindeutig, aber der menschliche Fahrer muss einerseits bei Gefahrsituationen gewarnt werden, unklar bleibt die Haftungsfrage wenn der Fahrer diese Warnung missachtet.

Der Fahrer muss nicht steuern, aber wahrnehmen

Der Gesetzgeber oder konkreter die schwarz-rote Regierungskoalition hat beschlossen, dass der Fahrer nicht ständig das Fahrzeug steuern muss, aber der menschliche Fahrer muss ständig die Fahrsituationen wahrnehmen.https://www.computerbase.de/2017-03/bundestag-gesetz-autonomes-fahren/
Im Übrigen haben die Oppositionsparteien gegen dieses Gesetz gestimmt, aber mit diesem Gesetz will der Staat verhindern, dass die Fahrer beim voll automatisierten Fahren schlafen oder Zeitung lesen. Hier weicht der Gesetzgeber von der bestehenden Logik ab: https://elopage.com/s/JuergenVagt/das-selbstfahrende-auto-wie-google-und-co-unsere-autos-automatisiert-und-die-autoindustrie-veraendert . Ich hatte es schon in meinen Ebool dargelegt, denn bei bestehenden Fahrassistenzsystemen haftet der Fahrer. Also wenn das Navi einen in die Einbahnstraße führt, dann ist haftet der Fahrer. Mit dieser Wahrnehmungshaftung hat der Gesetzgeber eine Kunstfigur geschaffen und nun wird diese Rechtsfigur in der Rechtsprechung ausgelegt. Also kann jeder Richter diese Regelung anders auslegen. Nun hat Dobrindt zwar eine Regelung geschaffen mit dem die Autoindustrie dieses Zukunftsfeld angehen kann, aber es bedeutet Rechtunsicherheit für die Autofahrer.