Automatisierter Bus in Sylt – Zukunft des Öpnv

Von Jürgen Vagt

So der Bund hat jetzt erst einmal einen Fördertopf von 2,3 Millionen € aufgelegt, um zu zeigen, wie das automatisierte Fahren im Öpnv aussehen soll. Ich hatte ja schon über die Versuche berichtet, wie die Bahn Ihren Versuch in Berlin startet. http://automatisiertes-auto.de/autonom-fahrende-busse-in-berlin-die-automatisierung-erfasst-die-bahn/
Aber nun ist auf der Ferieninsel Sylt ein Versuch gestartet, der selbstfahrende Busse in ländlichen Regionen erproben soll. Damit wird im strukturschwachen Nordfriesland eine der zentralen Zukunftstechnologien der Automobilindustrie erprobt. Man hört natürlich die Standards über die aktuelle Landflucht und den demographischen Wandel, also der Altersschnitt der Bevölkerung steigt und die jungen und qualifizierten Menschen ziehen in die größeren Städte. Wie muss der Öpnv auf diese Herausforderungen reagieren? Voll automatisierte Busse kommen ohne menschliche Busfahrer aus und dadurch können Personalkosten gespart werden. Und man kann eben sich auch von starren Busplänen lösen, also Linie 11 fährt immer viertel nach der vollen Stunde. Denn man kann einfach per Smartphone den Roboterbus rufen und dann kann man diese modernen automatisierten Busse, wie ein Sammeltaxi nutzen.

Nur ausländische Hersteller bieten automatisierte Busse

Leider fällt auf, dass gegenwärtig nur ausländische Anbieter voll automatisierte Busse anbieten. Die wirklich innovativen Unternehmen kommen aus Frankreich und den USA und diese bieten Ihre Busse schon für ca. 250 000 € an. https://www.shz.de/lokales/sylter-rundschau/fahrerloser-bus-kommt-nach-sylt-id17428016.html
Trotz des immer noch frühen Stadiums dieses Innovationsfeldes werden keine Mondpreise aufgerufen. In diesem Spektrum ist auch Local Motors vertreten, die schon mit der Einbindung von Kunden in den Konstruktionsprozess experimentieren.
Aber nun zu Sylt, der Bürgermeister wollte das Projekt schon stoppen, weil es zu den ersten Unfällen gekommen ist, nun Friesen sind an sich etwas störrisch. Sylt ist ein weit auseinander gezogene Insel, die nur in den Sommermonaten stark mit Urlauber besiedelt ist. Im Winter stehen die Ferienwohnungen meist leer, so dass sich ein klassischer Linienverkehr nicht lohnt und diesen Bedingungen können die selbstfahrende Busse erprobt werden. Mehr dazu hier: https://elopage.com/s/JuergenVagt/das-selbstfahrende-auto-wie-google-und-co-unsere-autos-automatisiert-und-die-autoindustrie-veraendert

Das Auto der Zukunft – 5G als Datenstandard macht es möglich

Von Jürgen Vagt

eigentlich ist ganz Deutschland schon ins Sommerloch gefallen, aber ich möchte noch mal ein dröges aber wichtiges Zukunftsfeld darstellen. Bald soll 5G als Datenstandard das bestehende 4G (LTE) ersetzen und hier können ganze neue Dienste ums Auto entstehen, also der neue Datenstandard soll das Internet of Things ermöglichen. Also die digitale Vernetzung von physischen Geräten, man kann also bald seine Jalousien per Smartphone steuern. Der neue Datenstandard soll also besser mit Menschenansammlungen und der Integration von physischen Schnittstellen klarkommen. In der Vergangenheit sind diese Datenstandard wie Umts durch Mobilfunkbetreiber bestimmt worden, bei 5G sind auch andere Stakeholder wie die Automobilindustrie einbezogen worden. https://www.produktion.de/mobilitaet-zukunft-archiv/id-5g-und-das-auto-der-zukunft-112.html

Herausforderungen durch 5G

Bevor man jetzt ins Schwelgen über die neuen Möglichkeiten kommt, muss man festhalten, dass erst einmal die Hardware im Auto geändert wird. Das bedeutet, dass Autohersteller neue Antennen in Ihren Autos verbauen müssen und diese einerseits die Datenübertragung hinbekommen und anderseits eben auch bei 200 km/h und Sturm funktionieren. Zudem muss sagen, dass eine neue Modellgeneration erst nach 7 Jahren auf den Markt kommt. Nun hat die Autoindustrie ein Gremium gebildet, um die spezifischen Anforderungen an den neuen Datenstandard zu formulieren.

Was kann man erwarten?

Gunter Dueck, der bekannte Innovationsvordenker, verkündet schon mal, dass im Silicon Valley sich die ersten Start ups in diesem Feld gegründet haben. Aber in der letzten Woche habe ich schon über mögliche Plattformen spekuliert. http://automatisiertes-auto.de/nvida-baut-eine-plattform-fuer-autonome-auto/
Nun momentan lässt sich noch nicht sagen, wo die Reise hingeht. Die digitale Vernetzung setzt sich eher zögerlich beim Automobilbau durch, man keine sich seinen Facebook Newsfeed angucken. Und Spotify kann man sich auch in den Neuwagen holen, aber wenn der menschliche Fahrer von Steuern entlastet ist, dann kann man ganz andere Dienste ins Auto integrieren. Ich hatte ja auch schon in meinem Ebook dargestellt, dass die amerikanischen Softwaremultis mit dem automatisierten Auto dem Autofahrer Ihre Dienste während der Autofahrt anbieten wollen. Und mit 5g haben Sie diese Möglichkeit. https://elopage.com/s/JuergenVagt/das-selbstfahrende-auto-wie-google-und-co-unsere-autos-automatisiert-und-die-autoindustrie-veraendert

Audi und autonomes Fahren – Audi A 8 ist Vorreiter

Von Jürgen Vagt

schon letzte Woche habe ich kleine Lobeshymne auf ein deutsches Unternehmen angestimmt. http://automatisiertes-auto.de/bosch-bringt-2018-robotertaxis-selbstfahrende-autos-schon-2018/
Und nun wird Audi gelobt, aber der neue Audi A8 hat auch ein stattliches Niveau hinsichtlich seiner automatisierten Fahrfunktionen erreicht. http://www.sueddeutsche.de/auto/autonomes-fahren-der-neue-audi-a-kann-mehr-als-die-polizei-erlaubt-1.3584038
Audi ist in dem anderen großen Innovationsfeld der Automobilindustrie Elektromobilität kein Vorreiter, aber momentan hat Audi sehr hoch entwickelte Systeme im automatisierten Autofahren. Ich würde sagen, dass nur Tesla ebenbürtig ist. http://automatisiertes-auto.de/wird-der-tesla-3-schon-bald-voll-automatisiert-sein/
Beide Hersteller haben ein sehr hohes Automatisierungsniveau in Ihren Serienfahrzeugen und sind irgendwo Vorreiter in der Autoindustrie. Laut Audi soll die neuste Generation des A8 die Stufe 3 des autonomen Fahrens erreicht werden, diese Fahrzeuge können bis 60 km/h auf der Autobahn automatisiert fahren. Im Jahr 2017 ist das noch nicht mal erlaubt, aber im nächsten Jahr sollen diese Funktionen erlaubt werden. Die Systematik des automatisierten Fahrens habe ich in meinem Ratgeber dargelegt: https://elopage.com/s/JuergenVagt/das-selbstfahrende-auto-wie-google-und-co-unsere-autos-automatisiert-und-die-autoindustrie-veraendert

Hardware ist verändert – Die Software kann kommen

Wichtig ist insbesondere für Softwareentwickler und die Softwareindustrie, dass sich die Hardware im Autobau ändert und nun müssen einfach neue Funktionen entwickelt werden. Die Logik ist sehr ähnlich wie beim Smartphone, man kann ein App entwickeln und Sie kann dann von Autofahrer heruntergeladen werden. Mit diesem Herunterladen kann der Autofahrer die Funktionen in seinem Auto erweitern. So weit die Innovationstheorie, denn natürlich entscheiden Autohersteller, was im Auto an Software verbaut wird und es ist gegenwärtig nicht prognostizierbar, ob sich die Entwicklung so wie bei Android etc. Entwickeln wird. Beim Auto wird die Softwareentwicklung auch schnell sicherheitsrelevant.

Von der Oberklasse zum Kleinwagen

Ich werde immer sicherer, was den Erfolg des automatisierten Fahrens angeht, weil man hier einen klassischen Mechanismus in der Automobilindustrie sieht, denn so wie andere Innovationen wie ABS oder Airbag wird die Innovation in der Oberklasse eingeführt. Ca. 15 Jahre später findet man die Innovation im Kleinwagensegment. Automatisiertes Fahren wird also von etablierten Autoindustrie wie eine normale Innovation behandelt.

Bosch bringt 2018 Robotertaxis – selbstfahrende Autos schon 2018

Von Jürgen Vagt

Asche auf mein Haupt, eigentlich wollte ich schon vor Monaten über Bosch bloggen, aber nun muss ich unbedingt auf diese Nachricht reagieren. https://www.golem.de/news/autonomes-fahren-bosch-testet-selbstfahrende-taxis-ab-2018-1707-128808.html . Gut es handelt sich auch mehr, um ein groß angekündigtes Modellvorhaben bzw. Feldversuch, aber trotzdem kommen die Zeithorizonte immer mehr in Rutschen. Ich hatte ja schon in meinen Ebook beschrieben, welche Zukunftsprognosen über die Etablierung des selbstfahrende Autos bestehen : https://elopage.com/s/JuergenVagt/das-selbstfahrende-auto-wie-google-und-co-unsere-autos-automatisiert-und-die-autoindustrie-veraendert
Aber schon im nächsten Jahr also 2018 sollen selbstfahrende Taxis auf die Straße kommen und damit scheint das voll automatisierte Auto deutlich näher als die Meisten gedacht haben.

Testversuche in deutschen Städten

Bosch als größter Automobilzulieferer will schon 2018 versuchsweise vollständig selbstfahrenden Auto im Taxibetrieb einsetzen. Also handelt es sich laut Bosch schon um selbstfahrende Autos, die alle Fahrsituationen automatisiert bewältigen können und autonom vom menschlichen Fahrer sind. Allerdings sollen Menschen noch am Steuer sitzen, um Schwellenängste zu nehmen und weil es rechtlich vorgeschrieben ist, aber grundsätzlich könnten diese Roboterfahrzeuge ohne Menschen als Fahrer auskommen. Schon Anfang April hat Bosch und Daimler eine Entwicklungsplattform gegründet, die beiden traditionellen Partner werden einen dreistelligen Millionenbeitrag investieren.

Das Taxigewerbe muss sich warm anziehen
Seit es diesen Blog gibt, ist die Bedrohung des Taxigewerbes durch das automatisierte Auto ein zentrales Thema. http://automatisiertes-auto.de/automatisierte-autos-werden-fuer-taxifahrer-zu-bedrohung/
Und nun wird versuchsweise getestet, ob voll automatisierte Autos im Taxigewerbe funktionieren und ob dieser Ansatz von den Fahrgästen angenommen wird. Aber Bosch rechnet schon mit der Serienreife der Robotertaxis und das würde bedeuten, dass es bereits 2022 voll automatisierte Taxis gibt. Wenn die Aussagen von Bosch zutreffen, dann sehen wir schon in 5 Jahren Fahrzeuge mit der Automatisierungsstufe 5 auf deutschen Straßen. Also die höchste Stufe des automatisierten Autos, bei der der Mensch überflüssig ist. Nicht nur Toyota erwartet deutlich längere Zeiträume für die Etablierung des autonomen Autos, denn eigentlich hatten viele Experten voll automatisierte und autonome Autos erst im Jahr 2030 erwartet. http://automatisiertes-auto.de/autonome-autos-schon-2018-nein-sagt-toyota/

Nvida baut eine Plattform für autonome Auto

Von Jürgen Vagt

Heute gibt es noch mal eine Erweiterung zum letzten Blog post, denn mit Volkswagen und Volvo haben nun zwei Autohersteller angekündigt, dass die Beiden die Entwicklungsplattform von Nvida nutzen wollen. https://www.computerbase.de/2017-06/autonomes-fahren-volvo-nvidia-drive-px/ .Bis 2021 sollen auf Basis dieser Zusammenarbeit schon autonome Fahrzeuge mit der Stufe 4 von 5 insgesamt möglichen Stufen vermarkten werden. Ford als Massenhersteller hat sehr ähnliche Ziele kommuniziert http://automatisiertes-auto.de/ford-will-nun-auch-das-autonome-auto/
Zudem ist interessant, dass sich langsam aber sicher die Softwareseite beim autonomen Fahren konkretisiert, denn nun Apple schon dargestellt, wie eine Softwareplattform fürs hochgradig bis voll automatisierte Auto aussehen soll. http://automatisiertes-auto.de/apple-baut-nur-die-software-fuers-autonome-autofahren/

Was bedeuten Softwareplattformen fürs autonome Autofahren

Nun Nvida beschreibt sein System als vollständig skalierbares System, also man kann ein kleinen Tempomat aus dem System ziehen, aber es können auch hochgradig automatisierte Fahrroboter gebaut werden. Es werden also Baukastensysteme angeboten, die nach den Bedürfnissen und den Anforderungen des jeweiligen Autoherstellers zusammen gebaut werden. Und dieses Muster wird wohl typisch für die Softwareplattformen in diesem Zukunftsfeld sein. Denn die Softwareanbieter bieten ein System an und aus diesem System können sich die Autohersteller das Passende heraus suchen. Es ist vielleicht noch ein bisschen früh für so eine weit reichende Prognose, aber es könnte werden, wie beim Smartphone. Also bei den Smartphoneplattformen gibt es gegenwärtig nur noch zwei zentrale Akteure wie Android und Windows.

Bekommt die Softwareseite mehr Macht durchs automatisierte Auto

Vielleicht nicht und wahrscheinlich nicht, wenn man bei der Analogie der Software bzw. Entwicklungsplattformen für die Smartphones bleibt. Denn auch wenn es nur zwei Plattformen gibt, haben Smartphonehersteller die Hosen an. So kann man heute 2017 mutmaßen, dass sich die Autohersteller eine mögliche Abhängigkeit durch die Plattformbetreiber entziehen können und auch bei automatisierten Auto weiterhin große Teile der Wertschöpfung auf sich vereinigen. Als wenn man die Situation bei den Smartphones aufs automatisierte Auto übertragen kann, dann müssen sich die Autohersteller auch in der fernen Zukunft kein Sorgen machen. https://elopage.com/s/JuergenVagt/das-selbstfahrende-auto-wie-google-und-co-unsere-autos-automatisiert-und-die-autoindustrie-veraendert