Automatisierte Autos in London – Ab 2021 werden Sie zugelassen

Von Jürgen Vagt

ja, dieser Blog wird nun langsam 2 Jahre alt und ich bin ein bisschen nostalgisch als ich diese Nachricht las. http://t3n.de/news/london-2021-selbstfahrende-autos-878217/?xing_share=news
Denn der erste Blogpost auf meinem Blog ging eben auch um das Thema automatisiertes Autos in London. http://automatisiertes-auto.de/in-london-sollen-bald-selbstfahrende-autos-fahren/
Und mit dem Abstand von 2 Jahren ist nun auch klar, dass sich das Thema des automatisierten Autos in den nächsten Jahren in Großstädten durchsetzen wird und London wird wohl ein europäischer Vorreiter sein. Jedenfalls pusht der Bürgermeister von London und die dazugehörige Stadtverwaltung das Thema massiv, also ab 2021 sollen komplett selbstfahrende Fahrzeuge in London zugelassen werden. Noch mal zur Erinnerung mit selbstfahrende Fahrzeugen wird die höchste Automatisierungsstufe 5 beschrieben, mit diesem Automatisierungsniveau kann das Fahrzeug jede Fahrsituation eigenständig und ohne jeden menschlichen Eingriff bewältigen.

Hersteller wollen 2021 mit voll automatisierten Fahrzeugen auf den Markt

Dieses Jahr 2021 wird wohl ziemlich entscheidend, denn auch einige Automobilhersteller wollen in diesem Jahr mit voll automatisierten Autos auf den Markt kommen wie BMW: http://automatisiertes-auto.de/voellig-autonomes-autofahren-mit-bmw-ab-2021/
Aber es sind einfach auch nur Ankündigungen und man wird sehen, ob wirklich spannende Fahrzeuge auf den Markt kommen werden und ob diese Fahrzeuge wirklich alle Fahrsituationen eigenständig durch den Steuerungsroboter des Autos bewältigt können.

Großbritannien als neues Automobilland

Obwohl Großbritannien ein stolzes automobiles Erbe hat, gibt es jetzt Stand 2017 keinen britischen Autohersteller. Kurz nach den Zweiten Weltkrieg war das vereinigte Königreich der größte Automobilexporteur der Welt, aber dann haben es die Briten kräftig verbockt. In den 1980 er Jahren sind die letzten britischen Autohersteller infolge von massiven Streikes und zu hoher Kosten eingegangen. Aber jetzt wollen die Briten beziehungsweise deren Regierung sich gut im Wettbewerb um das Auto der Zukunft aufstellen, denn die britische Regierung gibt Millionenbeträge für die Ladeinfrastruktur und Elektroautos und Projekte ums autonome Auto aus. Und insbesondere die 9 Millionenstadt London würde vom automatisierten Fahren profitieren, denn mittels automatisierten Fahrens würden sich Suchverkehre in den Städten reduzieren. Mehr dazu hier: http://elektroautovergleich.org/buecher-und-kurse-rund-ums-elektroauto/

 

Voll autonomes Autofahren und rechtliche Hürden – Quo Vadis?

Von Jürgen Vagt

Sascha Pallenberg oder in Fachkreisen wird er auch Palle genannt verdient seine Brötchen nicht mehr als freier Unternehmer, sondern als angestellter Blogger beim Daimler: https://blog.daimler.com/2016/12/09/sascha-pallenberg-wechselt-von-mobilegeeks-zu-daimler/
Nun hat er einen sehr kritischen Beitrag zum Thema rechtlichen Hürden und autonomes Fahren veröffentlicht und jetzt gibt es eine Kritik an der Kritik. https://www.mobilegeeks.de/artikel/autonome-autos-unueberwindbaren-rechtlichen-huerden/
Er schreibt eigentlich viel Wahres, aber das gilt nur für autonome Fahren. Also wenn der Fahrer keine Möglichkeit hat, das Fahrzeug zu steuern, dann ist das Auto autonom von Fahrer. Das machen aber auch Journalisten falsch und stiften eine Begriffsverwirrung http://www.spiegel.de/spiegel/das-erste-auto-das-komplett-ohne-fahrer-auskommt-a-1177468.html . In dem Fahrzeug von Waymo gibt es Pedale und Bremsen, so dass der Fahrer ins Fahrgeschehen eingreifen kann, damit ist das kein autonomes Fahren. Der Hersteller sagen nur, dass das Auto voll automatisiert Fahren kann. Dieses Fahrzeug soll also jede Fahrsituation eigenständig bewältigen können, der menschliche Fahrer muss niemals eingreifen.

Softwarekonzerne wollen das autonome Auto

Und Autokonzerne wollen es um jeden Preis verhindern. Diesen Konflikt hat der gute Palle leider vergessen, denn wenn das autonome Auto kein Lenkrad und keine Schaltung hat, dann kann jeder Softwarekonzern ein Auto bauen und die Autokonzerne verlieren Ihre Macht und Ihr Geschäftsmodell. Google als Vertreter der Softwareseite hat es mit seinem autonomen Fahrzeug auch schon vorgemacht http://automatisiertes-auto.de/die-modellversuche-mit-automatisierte-autos-von-google-eine-erste-bilanz/
Palle schreibt viel rechtliche Hürden und die Notwendigkeit einer ethisch normativen Debatte. Genau momentan wird viel darüber diskutiert, wen das autonome Auto im Zweifelsfall töten soll. Ein Mann oder eine Frau oder ein Kind.
Mir geht es eher um die Brancheninteressen, die der gute Pallenberg vergessen hat. Denn die Wiener Konvention verhindert das autonome Auto, ein riesiges Vertragswerk, dass die Autozulassung in vielen Nationen regelt. Momentan sagt die Wiener Konvention, dass die Verantwortung beim Autofahren beim menschlichen Fahrer liegt. Auf dieser rechtlichen Basis hat die Autoindustrie Ihr Geschäftsmodell aufgebaut und das soll so bleiben und die Softwareindustrie will das ändern, weil Sie mit dem autonomen Auto viel Geld verdienen könnten. Diesen latenten Konflikt sollten Sie nicht vergessen, wenn Sie Nachrichten zu diesem Themenfeld hören. Mehr dazu hier: http://elektroautovergleich.org/buecher-und-kurse-rund-ums-elektroauto/

Elektrisch angetriebener Streetscooter wird nun ein autonomes Fahrzeug

Von Jürgen Vagt

ich habe neben diesem Blog ja auch den Blog elektroautovergleich.org und hier haben wir ein Thema, wo sich beide Blogs kreuzen. Denn Streetscooter aus Aachen wird seinen elektrischen Lieferwagen nun automatisieren und damit wird dieses elektrische Nutzfahrzeug zu einem voll autonomen Nutzfahrzeug. Aber der Reihe nach, Streetscooter ist aus der bekannten technischen Universität Aachen gegründet worden, also treten hier Wissenschaftler aus dem Elfenbeinturm gegen die etablierte Konkurrenz der deutschen Automobilindustrie an und schlagen sich bislang hervorragend. Sie haben allerdings auch DHL (die ehemalige Post) als Industriepartner gewonnen, denn Dhl wollte nicht auf die klassischen Partner aus der Automobilindustrie warten und bis Volkswagen oder und Daimler ein elektrisches Lieferfahrzeug liefert.

Das elektrische Nutzfahrzeug wird autonom

Nun die Serienfertigung hat begonnen und in Aachen ist ein Werk gebaut worden, aber es soll auch bei diesen spannenden Startup in Richtung autonomes Fahren gehen. Den elektrischen Lieferwagen von Streetscooter werden einige Leser vielleicht schon kennen, denn in einem Modellversuch liefert die Post schon Ihre Briefe und Pakete mit dem Streetscooter aus. Aber auch hier sollen die Steuerfunktionen des menschlichen Fahrers durch ein automatisiertes System ersetzt werden. http://www.spiegel.de/auto/aktuell/post-testet-selbstfahrende-streetscooter-a-1172300.html

2018 wird von der Post getestet

Schon 2018 will die Post selbstfahrende Streetscooter in der Logistik testen, also sollen die Fahrzeuge bei der Zustellung auf der letzten Meile eingesetzt werden. Das Paket wird auf der Autobahn mit einem normalen, konventionellen LKW transportiert, aber auf dem letzten Kilometer will die Post das selbstfahrende Konzept testen, um eine abgasfreie oder um genau zu sein eine emissionsärmere Belieferung auszuprobieren. Einerseits werden lokale Emissionen vermieden und es entstehen keine Abgase beim Fahren, aber anderseits kann so auch die Lärmbelastung in den Städten reduziert werden. Das autonome Fahren bietet auch die Möglichkeit, dass man die Belieferung zu außergewöhnlichen Zeiten vornimmt, so dass man nicht mehr auf die üblichen Arbeitszeiten Rücksicht nehmen muss. Mehr dazu hier: http://elektroautovergleich.org/buecher-und-kurse-rund-ums-elektroauto/

Erste automatisierte Busse im Nahverkehr – Erste Versuche in Brandenburg

Von Jürgen Vagt

ja nun kann man Brandenburg wieder besiedeln, denn voll automatisierte Busse oder selbstfahrende Busse sind eine riesige Chance für den öffentlichen Nahverkehr. Das gilt insbesondere für strukturschwache Regionen wie eben Brandenburg, denn einerseits kann man die autonomen Busse häufiger fahren lassen und selbst dann sind Sie immer noch kostengünstiger als konventionelle Busse. Denn die Personalkosten fallen einfach weg und damit kann man die Busse häufiger fahren lassen. Ich bin ja selbst ein Kind der Provinz und mein Partyleben begann auch erst mit dem Führerschein, so gesehen kann ich mitfühlen, wenn man über die Ödnis in der Provinz klagt. Aber die Personalkosten machen bei LKW-Speditionen ungefähr 30 % der Gesamtkosten aus und das wird beim öffentlichen Nahverkehr mit Bussen ähnlich sein. Und diese Kosten fallen dann beim hoch automatisierten Busfahren weg.

Die Busse werden kleiner

Einerseits sind die Testversuche durch Kostenreduktionen bei den Busfahreren motiviert und, anderseits werden die Busse auch kleiner. https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2017/11/fahrerlose-busse-ostprignitz-ruppin-test.html . Denn wenn man neue Busgenerationen plant, dann wird man auch Gedanken über die typischen Auslastungen von Bussen gemacht machen und Busse werden an diese Ansprüche ausgerichtet. Ich sehe eben in allen Modellversuchen http://automatisiertes-auto.de/automatisierter-bus-in-sylt-zukunft-des-oepnv/, dass die Testbusse bedeutend kleiner sind als die konventionellen Busse im öffentlichen Nahverkehr. Als Konzept setzt sich eine Art Sammeltaxi durch, also praktisch Kleinbusse die ohne einen klassischen Fahrplan auskommen. Eigentlich durch die Bank weg werden selbstfahrende, autonome Busse mehr dem Taxi als klassischen Bussen Konkurrenz machen werden.

Die letzte Meile ist der Anfang

Die Einführung der selbstfahrenden Busse wird also eher über den Zubringerverkehr beginnen, so wie in der Prignitz werden die selbstfahrenden Busse für die Strecken vom Bahnhof ins Stadtgebiet hinein fahren. Aber bei den gegenwärtigen Modellversuchen ist man noch sehr weit weg von dem Konzept der reinen Schwarmmobilität, denn dort kann man einfach per Smartphone den nächsten selbstfahrenden Bus anrufen und wird dann zu Fahrtziel befördert werden und die Abrechnung erfolgt dann per Smartphone. Mehr dazu hier: http://elektroautovergleich.org/buecher-und-kurse-rund-ums-elektroauto/