Autonomes Fahren ersetzt automatisiertes Fahren – GM schafft das Lenkrad ab

Von Jürgen Vagt 24.01.18

der größte Autohersteller der Welt will im Jahr 2019 ein voll autonomes Auto auf den Markt bringen. https://www.golem.de/news/autonomes-fahren-gm-kuendigt-lenkradloses-auto-fuer-2019-an-1801-132149.html . Viele der neuen Blogleser wissen nicht, was das bedeutet. Nun der Blog heißt automatisiertes Auto, weil ich erwartet habe, dass sich das Autofahren automatisiert. Trotzdem wird ein Lenkrad und die Pedale im automatisierten Auto verbaut, damit der menschliche Autofahrer die letzte Entscheidung hat. Zwar haben Google und die anderen Softwarekonzerne immer das autonome Auto favorisiert. http://automatisiertes-auto.de/die-modellversuche-mit-automatisierte-autos-von-google-eine-erste-bilanz/

Der Mensch trägt die Verantwortung

Die Autoindustrie hat immer die Fahne des automatisierten Fahrens hochgehalten, denn die Automobilindustrie plant mehr konventionelle Fahrzeuge. http://automatisiertes-auto.de/volvo-bringt-2020-automatisierte-autos-auf-den-markt/
Diese Studien sehen noch sehr stark nach konventionellen Autos aus und haben eben auch ein Lenkrad und Pedale. Es gibt eben mit der Wiener Konvention ein riesiges bilaterales Vertragswerk, dass seit 1968 gilt und die Basis für das internationale Auto darstellt. Die Wiener Konvention regelt eben, dass die letzte Verantwortung für die Fahrentscheidung beim menschlichen Fahrer liegt. Um dieses Rechtskonstrukt hat sich die internationale Autoindustrie herum aufgebaut. http://automatisiertes-auto.de/huerde-fuer-das-automatisierte-auto-faellt-die-wiener-konvention-wird-geaendert/

Autohersteller und autonomes Fahren

Deswegen ist das eine gravierende Veränderung, denn nun haben konventionelle Autohersteller zum ersten Mal ein komplett autonomes Autos auf die Straße gestellt und schon im nächsten Jahr 2019 soll es testweise losgehen.
Aber es sind auch nur ein paar umgebaute Chery Bolts und solche kleinen Studien sind für tradierte Autohersteller mit Ihren riesigen Etats kein Problem. Also es geht noch nicht um eine richtige Serienproduktion, sondern man stellt einfach ein paar Studien auf Autoshows aus und hat damit einen schönen Marketingeffekt. Aber trotzdem zum ersten Mal rücken die Autohersteller von Ihrem Mantra des automatisierten Autos ab. Also wenn die Verantwortung nicht mehr beim Menschen liegt, sondern beim Steuerungsroboter. Dann verliert die Autoindustrie Ihre Vormachtstellung, weil die Kompetenzen bei der Steuerung und beim Fahrwerk nicht mehr bedeutend sind. Mit dem autonomen Auto kann man die Karosserie aus Pappe bauen und man braucht keine aufwendige Federung mehr. Mehr dazu hier: http://elektroautovergleich.org/buecher-und-kurse-rund-ums-elektroauto/

Automatisierte Autos und der deutsche Mittelstand – Osram baut ein Forschungszentrum

Von Jürgen Vagt 16.01.18

zwei Dimensionen macht diese Nachricht spannend, denn einerseits entwickelt sich ein deutscher Mittelständler zum Automobilzulieferer fürs autonome Auto und anderseits wurde ein Forschungszentrum in Berlin gebaut. https://www.rbb24.de/wirtschaft/beitrag/2018/01/osram-berlin-standort-ausbauen-autonomes-fahren.html
Wenn man heute in Wolfsburg und oder in Untertürkheim herumfährt, dann sieht man viele autonome aber auch halb automatisierte Fahrzeuge durch die jeweiligen Firmengelände fahren. Denn wenn man autonome Auto besser machen will, denn man muss den Steuerungsroboter mit Daten füttern. Genauer gesagt mit Umgebungsdaten also mit den Kamerabildern der Umgebung, durch diese Daten wird das Auto besser in seinen Fahrentscheidungen. Das autonome Auto muss mindestens an vier Punkten Umgebungsdaten aufnehmen, also müssen an mindestens vier Punkten des Autos Sensoren sein, damit das autonome Auto fahren kann. Weil das System mit immer mehr Umgebungen und Fahreinflüssen konfrontiert wird, wird der Steuerungsrobotor immer kompetenter im automatisierten Steuern des Autos.

Autozulieferer in Richtung automatisiertes Auto

Osram kannte ich als Hersteller von Glühbirnen, aber wie so viele gehen Sie auch in Richtung Softwareunternehmen. Als Dienstleister will man sich als Autozulieferer positionieren. Auch wenn es noch keine automatisierten Fahrzeuge auf der Straße gibt, gruppieren sich Unternehmen in diesem Feld neu: http://automatisiertes-auto.de/autozulieferer-und-automatisiertes-autos-neue-kooperationen-finden-sich/ . Auch Osram ist auf den CES in Las Vegas, um sich in den Zukunftsthemen der Automobilindustrie als moderner Zulieferer positionieren. http://automatisiertes-auto.de/voll-automatisierte-autos-auf-der-ces-5g-ist-das-zukunftsthema/ . Laut dem Pressetext soll im Berliner Forschungszentrum an der Car- to Car Kommunikation gearbeitet werden, auch hierüber habe ich schon gebloggt. http://automatisiertes-auto.de/voll-automatisierte-autos-auf-der-ces-5g-ist-das-zukunftsthema/
Und diese Kommunikation soll mittels Lichtchips von Osram bewältigt werden, also Osram baut gegenwärtig LED Chips und diese müssen technisch erweitert werden, damit Sie im autonomen Auto eingesetzt werden können. Das Daten-Sammeln wird in allen Testregionen erfolgen und auch Osram ist bei diesem Test mit dabei. Osram klagt auch darüber, dass man keine geeigneten Mitarbeiter findet. Das kann ich leider bestätigen, denn es gibt nur die Online-Universität Udacity und einige Fachhochschulen haben eine Masterstudiengänge aufgelegt. Aber in der Industrie steigt der Bedarf und bei diesem Innovationsthema wird die Unsicherheit immer kleiner, daher sollte man mehr Weiterbildungsangebote auflegen. Mehr dazu hier: http://elektroautovergleich.org/buecher-und-kurse-rund-ums-elektroauto/

 

Selbstfahrende Auto und Nvida – künstliche Intelligenz und Entwicklerplattformen

Von Jürgen Vagt 04.01.18

es tut sich grundsätzlich viel in Sachen autonomes Fahren und insbesondere viel im Januar, weil in Las Vegas auf der Elektronikmesse CES viele Neuigkeiten präsentiert worden. http://automatisiertes-auto.de/voll-automatisierte-autos-auf-der-ces-5g-ist-das-zukunftsthema/
Heute will ich mich mit Nvida beschäftigen, denn dieser Technikkonzern wird immer mehr zu einem Knotenpunkt der Entwicklung ums automatisierte Autofahren. Einerseits wird mit den Ridesharingplattformen wie Uber zusammengearbeitet, schon heute fahren mehrere umgebaute Volvo-Suvs mit der Steuerungstechnik von Nvida und im Dienste von Uber. In solchen Tests werden fleißig Umfelddaten gesammelt, um zukünftigen Fahrentscheidungen auf eine breitere Datenbasis zu stellen. Uber als Vermittlungsplattform für Mitfahrten ist zudem sehr aktiv im Feld. http://automatisiertes-auto.de/uber-will-automatisierte-autos-von-mercedes-benz-einsetzen/

Nvida liefert das Grundgerüst – Aurora entwickelt weiter

Nvida baut zuden Plattformen http://automatisiertes-auto.de/nvida-baut-eine-plattform-fuer-autonome-auto/
und schafft so die Rahmenbedingungen für Entwickler, momentan geht es um Drive PX und Drive Xavier und hiermit werden die Ausgangsvoraussetzungen für die Entwickler von Aurora gelegt. http://getmobility.de/20180108-superrechner-und-autonomes-fahren-grosser-aufschlag-auf-der-ces-von-nvidia/ . Aurora ist ein neuer Player und es handelt sich, um ein Allstarteam mit diversen Führungskräften von Google und Uber: Aurora ist jetzt ein Jahr alt und hat schon Volkswagen und Hyundai als Kunden. In diesem Technologiefeld fungiert Nvida als Systemlieferant und Entwickler können individuelle Lösungen auf dem System basteln, aber wenn die Etablierung des automatisierten bzw. autonomen Auto Fahrens einsetzt, dann hat Nvida eine ordentliche Ausgangsposition.

Rolle der künstlichen Intelligenz

Ich will das Thema nur kurz aufreißen, aber künstliche Intelligenz wird im automatisierten Fahren eine massive Rolle spielen. So hat sich jedenfalls der Markenschef von Volkswagen Diess geäußert, allerdings meinen das viele Experten. Welche Rolle soll künstliche Intelligenz beim automatisierten Autofahren haben? Nun beim automatisierten Autofahren werden mittels Umfeldsensorik Daten über den jeweiligen Umweltzustand des Autos aufgenommen. Diese Daten müssen verarbeitet werden, damit automatisiert Fahrentscheidungen getroffen werden und an dieser Stelle kommt “ Deep Learning“ ins Spiel. In diesem Forschungsgebiet ist in letzten 10 – 15 Jahren viel passiert und diese Entwicklungen fließen ins autonome Auto: Mehr dazu hier: https://elopage.com/s/JuergenVagt/das-selbstfahrende-auto-wie-google-und-co-unsere-autos-automatisiert-und-die-autoindustrie-veraendert

Voll automatisierte Autos auf der CES – 5G ist das Zukunftsthema

Von Jürgen Vagt 04.01.18

im Januar trifft sich die Elektronik – und immer mehr die Autobranche, um über die Neuerungen in der Autoelektronik auf der CES in Las Vegas zu diskutieren. Auf dieser Elektronikmesse werden die aktuellen Technologiethemen wie das Internet der Dinge, smart Home dargestellt. Uns geht es hier um selbstfahrende Auto, die komplett automatisiert fahren. Aber das große Thema ist 5G, das ist der zukünftige Datenstandard im Mobilfunk. https://www.4g.de/news/ces-2018-5g-mittelpunkt-11169/ und ich hatte auch schon darüber berichtet: http://automatisiertes-auto.de/das-auto-der-zukunft-5g-als-datenstandard-macht-es-moeglich/
Was wird mit dem Übertragungsstandard möglich, die Übertragung wird bedeutend schneller und man kann Daten innerhalb einer Millisekunde übertragen. Also werden Anwendungen bzw. Applikationen für selbstfahrende Auto möglich, die gegenwärtig nicht realisierbar sind. 5G ist international beschlossene Sache, aber es wird wohl zu unterschiedlichen Zeitpunkten umgesetzt. Schon in diesem Jahr 2018 will der us-amerikanische Telefonkonzern AT and T testweise 5 G in den Großstädten der USA erproben. Kommerzielle Netze sollen in den USA und in Asien so ab 2020 eingesetzt werden, allerdings gibt es probeweise ein Netz mit den 5G Standard zu den olympischen Winterspielen in Südkorea.

Welche Anwendungen gibt es mit 5G ?

Wenn ich mich jetzt in den Giftküchen der Autoindustrie umhöre, oh Entschuldigung den Forschungslaboren der Autoindustrie, dann wird gegenwärtig an digitalen Services rund ums Thema Parken gewerkelt. Aber wenn man Daten im Millisekundenbereich übermitteln kann und diese Übertragung ist dann stabil und sicher, dann können Autos ähnlich Flugzeuge kommunizieren und mit dieser Technologie und Steuerungsrobotern könnte man Zusammenstöße zwischen Autos vermeiden. Zudem wären die technischen Voraussetzungen geschaffen, um Fahrzeuge in stark befahrenen Region wie Großstädten intelligenter zu steuern. Seitens der europäischen Kommission ist festgelegt worden, dass bis 2025 alle Großstädten und Hauptverkehrsrouten mit dem 5G Standard ausgerüstet sein sollen. Dann könnten wir solche Service und entsprechende Sicherheitsanwendungen bei den voll automatisierten Autos sehen. Zudem wären auch zeitnahe Kommunikationsleistungen für die menschlichen Passagiere der selbstfahrenden Autos möglich.
Mehr dazu hier: http://elektroautovergleich.org/buecher-und-kurse-rund-ums-elektroauto/

Voll automatisierte Autos im Tatort – Tödliche Fahrmaschinen in der Primetime

Von Jürgen Vagt

ich hätte nicht vor zwei Jahren nicht gedacht, dass dieses Blogthema es einmal in die Primetime schafft, aber Neujahr 2018 war es dann soweit. Im Tatort aus Saarbrücken ist ein selbstfahrendes Fahrzeug als Mordwaffe eingesetzt worden und es gab Diskussionen über die ethischen Fragen des voll automatisierten Autofahrens. Wer ist der Mörder ? Der Mensch oder die Maschine. Beim Tatort war es der Mensch und ich fand den Saarbrücker Tatort auch noch nie gut. http://www.augsburger-allgemeine.de/panorama/Ein-Klischee-folgt-dem-naechsten-Pressestimmen-zum-Saarland-Tatort-id43686546.html .
Diese Meinung vertreten auch einige Kommentatoren, aber zurück zum Thema dieses Blogs. Denn man muss jetzt immer mehr mit einer Medienlogik bei diesem Innovationsthema rechnen. Ich hatte ja schon ein Interview im Spiegel kommentierte als ein ängstlicher Psychologe Angst vor den Fahrrobotern hatte. http://automatisiertes-auto.de/autonomes-autofahren-kann-toedlich-sein/

Kern der technologischen Entwicklung

Für mich ist es eben auch eine Zielsetzung dieses Blogs den realen Kern der Entwicklung ohne das Medienbohei herauszuarbeiten, denn wie auch beim Elektroauto so in den Jahren 2011 wird viel über Thema geschrieben. Und das Thema bekommt dann eine eigene Konjunktur, also Journalisten schreiben das Thema rauf und runter. So von meinem Gefühl ist das Thema des automatisierten bzw. autonomen Autofahrens auf der Optimisten-Seite angekommen. Es wird sehr viel über die Erfolge in der Forschung geschrieben und schon in den nächsten 2- 3 Jahren wird dem unkundigen Laien suggeriert, dass man komplett selbstfahrende Fahrzeuge auf den deutschen Straßen sehen wird. Auch ich berichte über diese Herstellerankündigungen: http://automatisiertes-auto.de/voellig-autonomes-autofahren-mit-bmw-ab-2021/
Aber ich erwarte auch, dass sich berechtigt oder unberechtigt der Tenor gegenüber dem automatisierten bzw. autonomen Fahren in den Medien verschlechtern wird. Auf den Überschwang der letzten beiden Jahre folgt jetzt eine Phase der Ernüchterung und das ist bei Innovationen normal. Jedenfalls ist es bei dem Thema meines Schwesterblogs http://elektroautovergleich.org/ so gewesen und dann sickert das Thema aus der Innovationsszene in breitere Gesellschaftsschichten herunter. Mal ganz abgesehen davon, dass in der Tat eine gesellschaftliche Debatte über die moralischen Dilemmata beim automatisierten Autofahren erfolgen muss. Auch das war ja Thema im Tatort. Mehr dazu hier: https://elopage.com/s/JuergenVagt/das-selbstfahrende-auto-wie-google-und-co-unsere-autos-automatisiert-und-die-autoindustrie-veraendert