Autonome Busse bei der Charité – Test auf dem Berliner Klinikgelände

Von Jürgen Vagt 27.03.18


auf dem Campus Mitte der Berliner Charité werden von den Berliner Verkehrsbetrieben und von dem Bundesumweltministerium gelbe autonome Busse gefördert und getestet. http://www.spiegel.de/auto/aktuell/berlin-charite-und-bvg-testen-autonome-busse-a-1199920.html
Das passt ins Bild, denn auf abgesperrten Gebieten kann so ein Test besser durch geführt werden und autonomes Fahren passt in den nächsten Jahren eben in die Intralogistik. Es geht hier, also um den Transport von Personen und Gütern auf einem abgesperrten Gelände. http://automatisiertes-auto.de/automatisierte-busse-im-oeffentlichen-nahverkehr-test-in-der-schweiz/
Mit dem gegenwärtigen Stand der Technik und der Nutzerakzeptanz kann man noch nicht in den öffentlichen Verkehr. Deswegen sollte die Technik auf abgesperrten Arealen weiter entwickelt werden und solche Bedingungen findet man eben auf Klinikgelände, aber auch auf Fabrikgeländen und Universitätsgeländen.

Zukunft des ÖPNV

Die Betreiber dieses Versuches ist die BVG und damit ist dieses Blogthema im öffentlichen Nahverkehr angekommen. Und die von mir wie auch Anderen skizzierte Zukunftsversion des öffentlichen Nahverkehrs wird langsam Realität. Es ist eben wahrscheinlich, dass die Automatisierung des Fahrens mit dem öffentlichen Nahverkehr beginnen wird, weil hier die Fahrer angestellt sind und teilweise die Fahrbedingungen sehr stupide sind. Also das Fahrprofil des Linie 12 ist eben immer identisch und wiederholt sich immer. Also technologisch ist das Abfahren einer fest definierten Route kein Problem, aber der Versuch wird zeigen, ob die Patienten und Mitarbeiter so ein Angebot annehmen. Die autonomen Kleinbusse sind in Design der BVG gehalten und werden noch bis zum nächsten Jahr mit einem menschlichen Fahrer als Sicherheitspuffer ausgestattet sein.

Die letzte Meile zählt

Die BVG hat laut Unternehmenssprecher nicht vor das komplette Liniennetz in den nächsten Jahren mit autonomen Bussen zu betreiben. Erstmal und auf absehbare Zeit geht es um die letzte Meile, also Distanz kleiner als 8 Kilometer. Die verfügbaren Kleinbusse sind eben für die letzte Meile oder den Shuttle betrieb gedacht. Momentan werden diese Kleinbusse auch noch nicht von den etablierten Busherstellern angeboten, sondern es sind kleine innovative Hersteller aus Kanada und den USA. Mehr dazu später und eben hier: https://elopage.com/s/JuergenVagt/das-selbstfahrende-auto-wie-google-und-co-unsere-autos-automatisiert-und-die-autoindustrie-veraendert

Autonome Autos von Apple – Umfangreiche Tests in den USA

Von Jürgen Vagt 25.03.18


Apple hat sich noch nie darüber beklagen müssen, dass dem Konzern mit dem Apfel im Logo zu wenig Beachtung bekommt. Und diese Aufmerksamkeit bekommt Apple auch für seine Projekte ums selbstfahrende Auto, ob nun berechtigt oder unberechtigt sei einmal dahingestellt. https://www.golem.de/news/kalifornien-apple-testet-mehr-autonome-autos-als-waymo-1803-133433.html
Momentan intensiviert Apple seine Tests und seine Versuche, stellt sich nur die Frage nach der Strategie hinter diesen Versuchen. Man weiß nicht viel, aber Apple hat SUVs von Lexus umgebaut und testet Sie nun ausgiebig. Interessanterweise verwendet Apple wohl eigenständige Sensortechnik. Die Software eines komplett autonomes Autos entspricht der Kernkompetenz des Hauses Apple, aber eben nicht die Sensortechnik. Die Testflotte ist doppelt so groß wie bei Uber: http://automatisiertes-auto.de/selbstfahrende-autos-und-unfalltote-uberversuch-endet-toedlich/

Tests ohne Strategie

Man muss natürlich auch sagen, dass eine paar umgebaute SUVs von Lexus kein finanzieller Aufwand für ein Multimilliarden unternehmen wie Apple ist, aber es stellt sich eben die Frage, welche Ziele ein so großer und mächtiger Akteur in dem Feld des selbstfahrenden Autos hat. Letztes Jahr hat Apple seine Pläne beerdigt, ein eigenes Auto zu bauen, obwohl es auch schon ausgefeilte Konzepte gab: http://automatisiertes-auto.de/apple-will-sein-auto-uebers-carsharing-vermarkten/
Aber der Steve Jobs -Nachfolger Tim Cook will nun nicht mehr und gerüchteweise sollte ein Partner unter den etablierten Autohersteller gesucht worden sein. Aber das hat jetzt offensichtlich nicht geklappt. Und es gab das legendäre Projekt Titan, unter Anderen in Berlin sollte da am selbstfahrenden Auto von Apple geforscht werden. Aber jetzt gibt es erstmal keine konkreten Pläne für ein I-Car von Apple, warum wird dann so viel getestet. Will Apple nun Dienstleister für die Automobilindustrie werden und eine Software für das autonome Auto entwickeln und dann die etablierte Autoindustrie verkaufen. Das wäre allerdings eine neue Rolle für Apple, denn bislang verkauft das Unternehmen mit dem Apfel nur an Konsumenten. Es kann auch alles nur ein PR-Bluff gewesen sein, denn diese mickrigen Ausgaben für Apple haben sich in der Medienaufmerksamkeit mehr als ausgezahlt. Mehr dazu hier: https://elopage.com/s/JuergenVagt/das-selbstfahrende-auto-wie-google-und-co-unsere-autos-automatisiert-und-die-autoindustrie-veraendert

Selbstfahrende Autos und Unfalltote – Uberversuch endet tödlich

Von Jürgen Vagt 21.03.18

es musste ja so kommen, aber nun ist eine 49-jährige Frau bei einem Versuch der Ridesharingplattform Uber durch ein voll autonomes Auto umgekommen. Die zweite Tote nach dem Unfall von Tesla: http://automatisiertes-auto.de/erster-toter-mit-einem-automatisierten-auto-tesla-in-der-kritik/
Man darf einen Tod nicht relativieren, aber pro Jahr sterben ca., 3500 Menschen durch den Straßenverkehr und das bedeutet, dass alleine heute ca. 10 durch den Straßenverkehr sterben ohne das ein autonomes Auto eine Rolle spielt. Die Medien berichten, dass die Schuld nicht bei Uber liegt, wobei ich bezweifele, dass man so schnell zu einem zuverlässigen Ergebnis kommt. Denn, selbst wenn man die Daten schon zuverlässig auswerten kommt, so bleibt für mich fraglich, wie man so schnell zu einem aussagefähigen Vergleich käme.

Tödliche Unfälle werden durchs autonome Auto weniger

Ich begleite dieses Feld ja seit 2 Jahren und der Medientenor ist erstaunlich positiv. http://www.spiegel.de/auto/aktuell/selbstfahrendes-auto-uber-bei-toedlichem-unfall-womoeglich-schuldlos-a-1198914.html
In meiner Wahrnehmung beschreiben viele Medien sehr treffend, dass trotz dieses Unfalls das komplett automatisierte Fahren den Verkehr für alle sicherer machen wird. Denn Computer lernen aus ihren Fehlern und Menschen tun das nicht. Wenn eine Situation falsch eingeschätzt wurde und zu einem Unfall führte, dann wird das aufbereitet und als Update an alle anderen Fahrzeuge und deren Steuerungsroboter übermittelt. Dann kann sich dieser Unfall nicht wiederholen und schon Pferdekutscher sind betrunken gefahren. Betrunkene Autofahrer gibt es heute eben auch noch.

Wir als Versuchskaninchen

Das ist alles richtig und ein zentraler Grund für die Etablierung des automatisierten Autos, aber es ist eher die Frage, ob man die diese Versuche jetzt schon auf öffentlichen Straßen machen sollte. Gegenwärtig werden in den Versuchen überall in der Automobilindustrie Umfelddaten gesammelt und dann werden mittels Steuerungssoftware Fahrentscheidungen getroffen. Wenn diese Tests und Versuche jetzt 5 Jahre anstatt von 2 Jahren auf abgesperrten Bereichen unternommen werden, dann sind die komplett automatisierten beziehungsweise selbstfahrenden Autos sicherer im öffentlichen Straßenverkehr. Und nun stellt sich die Frage, wie viel Daten müssen gesammelt werden, damit man Unfälle unter Realbedingungen verhindert. Weil wir hier von Forschung sprechen, gibt es keine Vergleichsdaten. Mehr dazu hier: https://elopage.com/s/JuergenVagt/das-selbstfahrende-auto-wie-google-und-co-unsere-autos-automatisiert-und-die-autoindustrie-veraendert

Autonome Autos und Daten – Vom Datenschutz bis zur KI

Von Jürgen Vagt 19.03.18

vor ein paar Jahren habe ich es auf Innovationskongressen gehört und heute im Spätwinter 2018 höre ich es auf jedem Wirtschaftskongress. Daten sind das neue Öl und mit diesem Öl wird auch das autonome Auto betrieben:). Wir müssen uns mit Daten beschäftigen, denn Daten sind in verschiedenen Ausprägungen fürs autonome Autofahren relevant. Natürlich geht es um Datenschutz, wir sind ja hier in Deutschland. Und andererseits werden alle Informationen, die der menschliche Fahrer verarbeitet als Daten erfasst und verarbeitet. Das muss man sich vergegenwärtigen. http://automatisiertes-auto.de/automatisierte-busse-sammeln-in-der-schweiz-erst-einmal-orientierungsdaten/
Wenn Sie Auto fahren sehen Sie die Straße und die Verkehrsschilder und verarbeiten diese Sinneseindrücke zu Fahrentscheidungen. Also wie schnell Sie fahren müssen und ob Sie links oder rechts abbiegen müssen.

Das Datenvolumen wird exponentiell steigen

Auch heute werden schon viele Daten erhoben und transportiert, allerdings geht es in der Gegenwart eher um den 7-er von BMW und die S-Klasse von Daimler und natürlich die Teslas. Aber wenn es mit der Etablierung des autonomen Autos weitergeht, dann werden auch die unteren Fahrzeugklassen wie Kompaktwagen und Kleinwagen massiv Daten sammeln. Und die Menge der erfassten und verarbeiteten Daten werden immens steigen, also beim fahrerlosen Auto von Google werden bis 1,3 Millionen Messdaten erhoben. http://automatisiertes-auto.de/das-voll-automatisierte-auto-von-google-rammt-einen-bus/
Natürlich kommt jetzt das Thema Datenschutz, denn wenn so viele Verkehrsdaten erhoben und verarbeitet, müssen Regeln bestimmt werden, wie soll mit Daten bei Unfällen und wie soll mit den Daten für Drittanbieter umgegangen werden.


Künstliche Intelligenz und autonomes Autofahren


Künstliche Intelligenz ist ein großes Wort und in der gegenwärtigen Debatte wird der künstlichen Intelligenz mehr zugeschrieben, als es dem jetzigen Stand der Technik entspricht. Also Roboter ersetzen noch keine Menschen.
Aber wenn die Umfelddaten verarbeitet sind, dann müssen auch eigenständig Fahrentscheidungen durch das Steuerungssystem getroffen werden und dieser Schritt wird durch ein Stück künstliche Intelligenz übernommen. Erst durch die Fortschritte bei der künstlichen Intelligenz ist das voll autonome Autofahren möglich geworden und in der Tat sind bei der künstlichen Intelligenz in den letzten 10 – 15 Jahren massive Fortschritte erreicht worden. Mehr dazu hier: https://elopage.com/s/JuergenVagt/das-selbstfahrende-auto-wie-google-und-co-unsere-autos-automatisiert-und-die-autoindustrie-veraendert

 

Selbstfahrende Autos und Kooperationen – Magna und Lyft tun sich zusammen

Von Jürgen Vagt 18.03.18

wieder mal zeigt sich, dass Ridesharingplattformen eine zentrale Rolle bei der Etablierung der selbstfahrenden Autos spielen. http://automatisiertes-auto.de/uber-will-automatisierte-autos-von-mercedes-benz-einsetzen/
Denn Lyft will mit Magna kooperien, um selbstfahrende Autos auf den Markt bringen. https://t3n.de/news/kooperation-magna-lyft-normale-987068/ . Aber was ist eine Ridesharingplattform, nun das sind Onlineplattformen wo sich Nachfrager und Anbieter von AutoMitfahrten treffen und sich zu einer gemeinsamen Autofahrt verabreden. Es wie Ebay, nur auf einer Ridesharringplattform geht es eben nicht um Lampen und Spielzeug usw., sondern um eine Mitfahrt von München zum Münchener Flughafen. Gegenwärtig verhindert noch das Personenbeförderungsgesetz eine flächendeckende Ausbreitung dieser Konzepte in Deutschland, aber international sind diese Ridesharigplattformen in den letzten Jahren sehr wichtig für den Transport geworden.

Ridesharing mit autonomen Autos

Uber ist einer der großen Player unter den Ridesharingplattformen und Uber hat schon versucht autonome Autos von Daimler in die eigene Flotte zu integrieren. http://automatisiertes-auto.de/uber-will-automatisierte-autos-von-mercedes-benz-einsetzen/
Lyft ist eben auch eine Ridesharingplattform und hinter Uber die Nummer zwei auf dem Markt. Und Lyft tut sich mit Magna zusammen. Der geneigte Blogleser fragt sich, wer Magna ist?
Magna ist ein Auftragsfertiger in der Autoindustrie, Magna übernimmt die Fertigung für verschiedene Autohersteller und ist somit flexibler als die klassische Autoindustrie.
In dem Hauptwerk in Graz von Magna laufen in Spitzenzeiten vier Modelle von drei Autoherstellern von Band. Diese Auftragsfertiger wie Magna sind das Einfallstor für neue branchenfremde Akteure in den Automobilbau. Denn wenn man als Softwarekonzern die Komponenten des autonomen Autos liefert, also die Sensoren und der Software für die Steuerungstechnik, dann übernimmt Magna den Rest. Also Magna kann mit Teilen wie Rücklichtern oder Getrieben von Automobilzulieferern und eben aus den Komponenten der autonomen Autos also Sensoren und Steuerungssoftware ein neues Auto bauen. Das soll jetzt mit Lyft passieren, allerdings als eine Art Forschung-vorhaben, man kann noch keine konkreten Autos aus diese Kooperation in den nächsten Jahren erwarten. Spannend ist an der Kooperation, dass ein Umbauset für konventionelle Autos gebaut werden soll. Mehr dazu hier: https://elopage.com/s/JuergenVagt/das-selbstfahrende-auto-wie-google-und-co-unsere-autos-automatisiert-und-die-autoindustrie-veraendert

Autonome Autos – Deutsche Unis wollen ein autonomes Auto bauen

Von Jürgen Vagt 12.03.18
ein riesiges Forschungsprojekt wird begonnen. Insgesamt 7 Universitäten und eine Vielzahl von Praxispartnern sind beteiligt und die Projektsteuerung übernimmt die RWTH Aachen. In den kommenden vier Jahren sollen vier völlig autonome Fahrzeuge als Prototyp gebaut werden und man will eine Plattform entwickeln, die dann den Standard fürs autonome Fahren setzt. http://www.spiegel.de/auto/aktuell/autonomes-fahren-deutsche-unis-wollen-autonomes-e-auto-entwickeln-a-1197134.html
Und wieder die RWTH Aachen als Zentrum der neuen und modernen Automobilität, denn man hat schon in Aachen mit dem Streetscooter die Elektromobilität vorangetrieben. http://automatisiertes-auto.de/elektrisch-angetriebener-streetscooter-wird-nun-ein-autonomes-fahrzeug/

Der Trend geht zum autonomen Auto
Schon wieder ein Projekt, dass auf das Lenkrad verzichtet. http://automatisiertes-auto.de/autonomes-fahren-ersetzt-automatisiertes-fahren-gm-schafft-das-lenkrad-ab/ . Ich will hier noch ein mal für Neulinge die Unterschiede zwischen automatisierten Autos und autonomen Autofahren herausarbeiten, denn beim automatisierten Auto werden alle Fahrfunktionen durch der Steuerungsroboter übernommen. Der Mensch kann aber immer noch mittel Lenkrad oder Bremse eingreifen, aber der Mensch muss nicht mehr eingreifen. Beim autonomen Auto werden alle Fahrfunktionen durch den Steuerungsroboter übernommen und der menschliche Fahrer kann nicht mehr ins Fahrgeschehen eingreifen, weil das autonome Auto keine Steuerungselemente wie Lenkrad oder Bremse hat. Ich habe meinen Blog automatisiertes-auto.de genannt, weil ich geglaubt habe, dass sich das automatisierte Auto durchsetzen wird. So kann man sich Irren.

Unis werden zum Autohersteller?

Wenn man sich deren Forschungsausrichtung anschaut, dann sollen vier Prototypen gebaut werden. Ein Familienfahrzeug, das vollkommen autonom ist und ein Taxi als voll autonomes Fahrzeug zur Personenbeförderung. Automatisierte Fahrzeuge in der Personenbeförderung sind ja schon immer ein zentrales Thema in der Etablierung des automatisierten/autonomen Autos gewesen. http://automatisiertes-auto.de/uber-will-automatisierte-autos-von-mercedes-benz-einsetzen/
Und dann soll es noch ein autonomes Lieferfahrzeug geben, auch amazon will ein autonomes Lieferfahrzeug schon im Jahr austesten. Ich glaube auch, dass die technischen Universitäten dieses Projekt hinkriegen. Die Wissenschaft ist nicht schlecht, aber bei der kommerziellen Umsetzung solcher technischen Forschung hapert es. Man wird also sehen, ob hieraus noch ein richtiger Autohersteller wird. Streetscooter als voll elektrisches Lieferfahrzeug macht heute schon 7 -8 aller Zustellfahrzeuge bei der Post/DHL aus. Mehr dazu hier: https://elopage.com/s/JuergenVagt/das-selbstfahrende-auto-wie-google-und-co-unsere-autos-automatisiert-und-die-autoindustrie-veraendert

Autonomes Fahren und Fab Labs – Zukunftsmobilität trifft Zukunftsproduktion

Von Jürgen Vagt 11.03.18


heute sind wir ganz vorne in den Innovationsfeldern, denn neben der klassischen Entwicklungsarbeit in Unternehmen: http://automatisiertes-auto.de/automatisierte-auto-und-der-deutsche-mittelstand-osram-baut-ein-forschungszentrum/ , wird das Zukunftsfeld des automatisierten Fahrens auch in anderen Einrichtungen vorangetrieben. Im Winter hat sich in Berlin das Motion Lab in Berlin gegründet https://motionlab.berlin/ . Schon im Namen wird ja die Bewegung hervorgehoben, dieses Lab eben einen direkten Bezug zur Zukunftsmobilität. Aber der Reihe nach, was ist ein Fab Lab? Am Mit also dem Massachusetts Institute of Technology wurde dieses Konzept zum ersten Mal 2002 eingeführt, es ist eine offene Werkstatt, die im Regelfall über einen Lasercutter, eine CNC Fräse und einen 3D Drucker verfügt. Diese Idee hat sich in den letzten 15 Jahren weltweit verbreitet, denn in den letzten 15 Jahren sind in 80 Länder 3000 Fab Labs entstanden. Mittels dieser sozialen Innovation ist der Zugang zu Bearbeitungstechniken sehr stark demokratisiert worden, nun gut viele der Fab Labs, die als Verein geführt werden, versanden auch als Bastelkreis für Ingenieure.

Labor für Zukunftsmobilität

Aber mit dem Motion. Lab haben nun Start ups, die Möglichkeit Ihre Ideen als Prototyp zu entwickeln und in einer Halle mit 2500 Quadartmeter auszutesten und zur Serienreife zu bringen. Automatisierung von beweglichen Systeme spielt nicht nur in automobilen Verkehr eine Rolle. Es gibt ja auch immer mehr Assistenzroboter, die vornehmlich älteren Menschen helfen sollen. So wie die etablierten Autohersteller ihre automatisierten Fahrzeuge auf Ihren Testgeländen erproben, so haben auch Start ups oder weniger aufgeladen Unternehmensgründer die Möglichkeit selbstfahrende Systeme zu auszutesten. http://automatisiertes-auto.de/automatisierte-autos-im-verkehr-schilder-sorgen-fuer-verwirrung/
So eine Lab ist natürlich in Berlin gut aufgehoben, weil Berlin ein europäisches Zentrum der Start up Szene ist und da kann man als Unternehmensgründer in der Zukunftsmobilität Synergien erzeugen und nutzen. Ich kann momentan noch keine konkreten Projekte vorstellen, aber es werden sicherlich interessante Projekte kommen und im Themenfeld der Elektromobilität waren Start ups wie Sion Sion oder Streetscooter zentrale Treiber der Entwicklung und das kann beim autonomen Fahren auch der Fall sein. Mehr dazu hier: https://elopage.com/s/JuergenVagt/das-selbstfahrende-auto-wie-google-und-co-unsere-autos-automatisiert-und-die-autoindustrie-veraendert

Autonome Autos und die Volkswirtschaft – Billionen Einsparung möglich

Von Jürgen Vagt 08.03.18

Roland Berger hat eine Studie veröffentlicht und meine Thesen bestätigt: ) https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/studie-autonomes-fahren-hat-viel-potenzial-auf-dem-land-6016875
Das wirkt für Neulinge auf diesen Blog vielleicht arrogant, aber in der Roland Berger Studie werden die volkswirtschaftlichen Kosteneinsparungen im Verkehr mittels Datensätze fundiert. Aber im Wesentlichen habe ich diese Thesen auch schon vor zwei Jahren vertreten: https://elopage.com/s/JuergenVagt/das-selbstfahrende-auto-wie-google-und-co-unsere-autos-automatisiert-und-die-autoindustrie-veraendert
Aber andere Vordenker wie Gunter Dueck und ich meinen, dass die großen Kosteneinsparungen der zentraler Treiber hinter der Einführung des autonomen Autos ist. Man muss zwar in dieser Frühphase dieser gesellschaftlichen Veränderung vorsichtig mit Kostenschätzungen sein, denn es kann sich immer noch viel ändern und die ökonomischen Aussagen einer solchen technologischen Entwicklung sind wenig belastbar. Aber Bosch schätzt, dass die sich die Kosten eines Bewegungskilometers um den Faktor 4 absenken werden. Also wird ein Kilometer im selbstfahrende Bus nur 25 % kosten, was ein Kilometer mit einem menschlichen Fahrer gekostet hätte. http://automatisiertes-auto.de/bosch-bringt-2018-robotertaxis-selbstfahrende-autos-schon-2018/

Autonome Autos und die Gesellschaft

Hat dieses Innovationsfeld das Potenzial die Gesellschaft positiv zu beeinflussen? Ja
1. Weniger Unfälle und weniger Tote. Um einen Anfang zu machen. Natürlich gibt es auch beim autonomen Auto Unfälle und Tote, aber bedeutend weniger. http://automatisiertes-auto.de/autonomes-autos-und-unfaelle-wie-viel-unfaelle-werden-passieren/
2. Ältere Menschen auf dem Land werden wieder mobiler, weil 22 % der Menschen auf dem Land über 65 Jahren alt sind. Genau diese Altersgruppe muss oder sollte altersbedingt auf Steuern des eigenen Autos verzichten und könnte mit selbstfahrenden Autos wieder an Mobilität gewinnen.
3. Eigentlich überall, aber insbesondere in ländlichen Regionen ist der öffentliche Nahverkehr defizitär und man könnte mit selbstfahrenden Fahrzeugen die Kosten massiv senken. Also kann die öffentliche Hand eine Menge sparen.
Nun, endlich weiß ich, wozu ich die Aufsatzstruktur in der 7. Klasse gelernt habe und diese Argumente stehen so bei mir im Ebook und in der Roland Berger Studie. Und dann wird Produktivkapital frei, weil der durchschnittliche Pendler pro Tag 30 – 45 Minuten mit selbstfahrenden Fahrzeuge arbeiten könnten. Diese Zeit muss nicht mehr das Auto gesteuert werden. Negative Aspekte gibt es aber auch, mehr dazu hier: https://elopage.com/s/JuergenVagt/das-selbstfahrende-auto-wie-google-und-co-unsere-autos-automatisiert-und-die-autoindustrie-veraendert

Autonome Autos und Vodafone – Digitale Services fürs autonome Auto

Von Jürgen Vagt 06.03.18

bislang hatten wir hier im Feld des autonomen Fahrens mit der traditionellen Autoindustrie und der Softwareindustrie zu tun und nun begrüßen wir die ersten Unternehmen des Mobilfunks: https://www.heise.de/autos/artikel/Vodafone-will-Geschaeft-mit-Autoindustrie-ausbauen-3978088.html
Der strategische Move der Mobilfunkindustrie ist klar, dass autonome Auto schickt immens viele Daten durch die Gegend und hier will man die Datenhoheit behalten. Damit sollen entsprechend lukrative Einnahmequellen beim autonomen Autofahren erschlossen werden. Einerseits kommt nun der neue Datenstandard 5G und die Möglichkeiten, die sich hinter diesem Datenstandard bündeln, sind das große Zukunftsthema des autonomen Autos. http://automatisiertes-auto.de/das-auto-der-zukunft-5g-als-datenstandard-macht-es-moeglich/
Aber auch ohne den zukünftigen Datenstandard 5G gibt es spannende Geschäftsideen für Mobilfunkbetreiber. Einerseits ist Parken ein Thema, andererseits gibt es vielfältige Informationsbedürfnisse, die durch einen Service des Mobilfunkbetreibers befriedigt werden könnten.

Die digitale Tageszeitung im autonomen Auto

Dieses Zukunftsszenario habe ich schon in meinem Ebook beschrieben: https://elopage.com/s/JuergenVagt/das-selbstfahrende-auto-wie-google-und-co-unsere-autos-automatisiert-und-die-autoindustrie-veraendert
Denn so wie man heute eine Zeitung während der täglichen Busfahrt liest oder die unter 25-Jährigen lesen eben in Ihrem Smartphone, wollen sich Menschen ja auch während der Fahrt im autonomen Auto unterhalten und informieren. Der Mensch am Steuer muss sich ja nicht mehr lenken und bremsen. Genau hier, entsteht ein Riesenmarkt für Datenanbieter und in diesen Multimilliardenmarkt wollen die Mobilfunkbetreiber. Man muss sich eben vorstellen, dass die durchschnittlichen Pendler so zwischen 30 und 45 Minuten pro Tag fahren. Falls nun das autonome Auto kommt, dann kann man diese Zeit anders nutzen und die Jüngeren werden es mit Texting wohl tun.
Diese künftigen Unterhaltungs- und Informationsangebote sind aber erstmal Zukunftsmusik, in naher Zukunft geht erstmal um die Einbindung von digitalen Karten und die Verbindung mit anderen Datenquellen. Also Informationen übers Parken und aktuelle Staumeldungen und wenn Mobilfunkbetreiber wie Vodafone der Vermittler dieser Informationen ist, dann verdienen Sie an diesen Dienstleistungen. Datenschutz ist natürlich und insbesondere in Deutschland ein wichtiges Thema und auch hier müssen sich die Mobilfunkunternehmen als verlässlicher Partner der Automobilindustrie profilieren. Mehr dazu hier: https://elopage.com/s/JuergenVagt/das-selbstfahrende-auto-wie-google-und-co-unsere-autos-automatisiert-und-die-autoindustrie-veraendert

Selbstfahrende Autos in Kalifornien – Nun kommen Autos ohne Lenkrad.

Von Jürgen Vagt 06.03.18

der Bundesstaat Kalifornien erteilt nun die Zulassung für Autos ohne Lenkrad, bislang mussten eben Steuerungselemente wie Pedale und Lenkrad vorhanden sein. Dann konnte in Notfällen immer noch der Mensch am Steuer entscheiden und trug auch die Verantwortung. https://www.trend.at/wirtschaft/kalifornien-laesst-komplett-selbstfahrende-autos-ohne-lenkrad-zu-9204856
Aber die Tech-Konzerne wie Google haben massiv Lobbydruck auf den kalifornischen Gesetzgeber ausgeübt. Kalifornien ist immer schon das Experimentierfeld für das selbstfahrende Auto gewesen, denn es gab ja schon die Modellversuche. http://automatisiertes-auto.de/die-modellversuche-mit-automatisierte-autos-von-google-eine-erste-bilanz/

Die Wiener Konvention ist entscheidend.

Es ist ja ein Allgemeinplatz, dass sich in Westküste der USA die besten Köpfe der Software- und Internetwelt versammeln und die führenden Unternehmen dieser Branchen sind dort ansässig. Aber entscheidend für diesen Schritt zum voll autonomen Auto im öffentlichen Verkehr sind eher die rechtlichen Voraussetzungen. Denn Kalifornien gehört zu 5 oder 10 amerikanischen Bundesstaaten, die nicht die Wiener Konvention unterzeichnet haben. http://automatisiertes-auto.de/huerde-fuer-das-automatisierte-auto-faellt-die-wiener-konvention-wird-geaendert/
Die Wiener Konvention ist riesiges bilaterales Vertragswerk, dass den automobilen Straßenverkehr seit dem Jahre 1968 regelt. Und in diesem Vertragswerk ist eben festgehalten, dass der menschliche Fahrer immer die letzte Verantwortung beim Autofahren trägt. Seit des Inkrafttretens dieser Regelung hat sich die globale Autoindustrie auf diese Regelungen eingestellt und sogenannte Weltautos gebaut. Alle Fahrerassistenzsysteme sollen nur den menschlichen Fahrer unterstützen, die Fahrerassistenzsysteme wie eine Automatikschaltung oder der Tempomat nehmen Teilleistungen das Steuern des Fahrens ab. Aber beim Auto der Gegenwart hat der Mensch immer noch die letzte Entscheidung und haftet auch, wenn ihn das Navigationssystem in Einbahnstraße bringt. Wir reden aber über die modernsten Fahrerassistenzsysteme, die das Fahrzeug komplett selbst steuern können. Und in Kalifornien geht man einen Schritt weiter und lässt nun Fahrzeuge ohne Lenkrad in den öffentlichen Verkehr. Ich wie auch die andern Experten in diesem Feld schreiben viel über die technischen Aspekte dieser modernen Fahrerassistenzsysteme, aber die rechtlichen Aspekte sind eben auch erheblich. Denn dieses Vertragswerk müsste geändert werden, damit auch in Deutschland die ersten voll autonomen Autos auf die Straßen kommen. Mit einer Änderung hätten alle Beteiligten eine klare Entscheidungsgrundlage. Mehr dazu hier: https://elopage.com/s/JuergenVagt/das-selbstfahrende-auto-wie-google-und-co-unsere-autos-automatisiert-und-die-autoindustrie-veraendert