Selbstfahrende Autos gehen in die Luft

Von Jürgen Vagt 09.04.18


wem das Thema des selbstfahrenden Autos noch nicht innovativ genug ist, der wird heute auf diesen Blog bedient. Denn die immer bessere Automatisierungstechnik sucht sich mit der Luftfahrt ein neues Anwendungsfeld. Das meint jedenfalls der Vordenker des Google Auto Sebastian Thrun. https://www.gruenderszene.de/automotive-mobility/sebastian-thrun-lufttaxis
Und in der Tat ist die Idee bestechend, denn mit dem heutigen Stand der Sensor- und Steuerungstechnik sind Flugtransporte durchaus möglich. Und Sebastian Thrun arbeitet nun an einem Konzept, dass den schönen Namen Kitty Hawk trägt. In Kitty Hawk führten die Gebrüder Wirght Ihre Flugversuche in den letzten Jahren des 18. Jahrhunderts durch und damit fand in Kitty Hawk die Geburtsstunde des motorisierten Flugverkehrs statt. Ja, eine Nummer kleiner gibt es nicht bei Google nicht, aber beim Kitty Hawk – Projekt von Google und Sebastian Thrun geht es eigentlich nur um einen Flugtaxiservice. Diese Flugtaxiservices soll mit automatisierten Flugtaxis erfolgen.

Den Stau in Megacitys überfliegen

Es ist aber nicht nur Google, sondern auch viele kleine Start ups nehmen sich diesem Thema an. https://www.swr.de/swraktuell/bw/karlsruhe/bruchsaler-firma-baut-fliegende-taxis/-/id=1572/did=20353206/nid=1572/mmbwim/index.html
In der näheren Zukunft werden sich diese automatisierten Flugtaxis auf den Shuttleverkehr in staugeplagten Großstädten konzentrieren. So werden die ersten Einsätze wahrscheinlich in Dubai durchgeführt und so kann man die Staus in Dubai überfliegen. Aber dieses Einsatzszenario gilt für viele Großstädte in den Schwellennationen, denn die urbanen Eliten wollen den täglichen Stau nicht mehr umfahren, sondern den Stau überfliegen. Diese Einsatzszenarien sind sehr stumpf, insbesondere wenn kaum andere Flugzeuge beteiligt sind, sodass solche Einsätze auch große Durchbrüche schon heute also den Frühjahr 2018 möglich. Aber es gibt ein weiterreichende Dimension, denn auch im normalen Flugverkehr sitzt ein menschlicher Pilot in der Kanzel, aber überwiegend werden die Flugentscheidungen durch den Autopiloten getroffen und auch wenn ich mir nun den Zorn der Piloten zuziehe, dann muss ich anmerken dürfen, dass es eigentlich auch nur ein kleiner Schritt zum voll autonomen Fliegen ist. Vielleicht sehen wir in 20 Jahren einen Flugverkehr ohne menschlichen Piloten so wie einen Autoverkehr ohne menschlichen Fahrer sehen werden. Mehr dazu hier: https://elopage.com/s/JuergenVagt/das-selbstfahrende-auto-wie-google-und-co-unsere-autos-automatisiert-und-die-autoindustrie-veraendert

Autonome Autos in Aachen – Testgelände wird gebaut

Von Jürgen Vagt 03.04.18

die RWTH-Aachen hat den Ruf als beste Ingenieur-Universität in Deutschland und jetzt gehen Sie noch einen Schritt in Richtung des autonomen Autofahrens. https://www.heise.de/autos/artikel/RWTH-Aachen-Teststrecke-fuer-autonomes-Fahren-4006060.html
Aus der Rwth-Aachen sind ja schon zwei bekannte Start ups ausgegründet worden, einerseits Streetscooter und anderseits E.Go Mobile. Beide setzen natürlich auf den Elektroantrieb und wie ich schon auf meinem Schwesterblog elektroautovergleich.org geschrieben habe, experimentieren beide Elektroautobauer mit dem autonomen Fahren. Hierzu müssen ja eine paar Sensoren ans Auto angebaut werden und die Steuerungssoftware eingefügt werden. Diese Umbaumaßnahmen können wohl auch an schon fertig entwickelten Fahrzeugen erfolgen. http://automatisiertes-auto.de/selbstfahrendes-auto-von-waymo-ein-komplett-selbstfahrender-jaguar-i-pace-kommt-noch-2018/


Testen ist das Thema der nächsten Jahre

Daher ist ein eigenes Testgelände sehr sinnvoll, weil die autonomen Autos mit möglichst vielen Daten gefüttert werden. Denn nur so können möglichst viele Umfelddaten aufgenommen werden und die Steuerungsroboter kann bessere Fahrentscheidungen treffen. Und auf dem Testgelände sollen möglichst viele Fahrsituationen simuliert werden, also werden auf den Testgelände Kreisverkehre, Parkbereiche und Haltestellen aufgebaut. Mit so einem Aufbau können eben sehr komplexe Fahrsituationen getestet werden, es sollen selbst unterschiedliche Materialien auf Verkehrsschildern getestet werden. Denn unterschiedliche Materialien auf verschiedenen Verkehrsschildern erzeugen andere Radarsignaturen und das muss eben erhoben werden. Deutschland, da hast Du es besser. Ich will mich nicht an den Spekulationen, um den Todesfall beim Versuch von Uber beteiligen. http://automatisiertes-auto.de/selbstfahrende-autos-und-unfalltote-uberversuch-endet-toedlich/

Aber es ist eben sehr riskant mit dem jetzigen Stand der Technik Tests im öffentlichen Straßenverkehr durchzuführen. Oder genauer gesagt, es fehlen einfach Daten, um das autonomen Fahren sicher zu machen. Und diese Daten werden nun unter Testbedingungen erhoben und deswegen sind die 3,3 Millionen € gut investiert in die zukünftige Verkehrssicherheit. 40 Unternehmen sind am Projekt beteiligt und da geht man in Deutschland auf Nummer sicher im Gegensatz zu der laxen Gesetzgebung in den USA. Nun sind zwar die Testbedingungen zwar hergestellt, aber es bleibt die Frage für den deutschen Gesetzgeber, wann die autonomen Autos in den öffentlichen Straßenverkehr dürfen. Also wie viele Testkilometer müssen absolviert werden. Mehr dazu hier: https://elopage.com/s/JuergenVagt/das-selbstfahrende-auto-wie-google-und-co-unsere-autos-automatisiert-und-die-autoindustrie-veraendert

Selbstfahrendes Auto von Waymo – Ein komplett selbstfahrender Jaguar I-Pace kommt noch 2018

Von Jürgen Vagt 02.04.18


momentan ist die Medienlandschaft noch dominiert durch den Toten beim dem Test von Uber, aber woanders macht die Etablierung des selbstfahrenden Autos einen großen Schritt nach Vorn. http://automatisiertes-auto.de/selbstfahrende-autos-und-unfalltote-uberversuch-endet-toedlich/
Denn die Google-Tochter Waymo will noch in diesem Jahr den Jaguar I – Pace zu einem komplett selbstfahrenden Fahrzeugen umbauen und insgesamt 20000 Jaguars sollen in die Flotte übernommen werden. https://www.trendingtopics.at/waymo-macht-jaguars-elektroauto-i-pace-selbstfahrend-in-graz-wird-produziert/
Waymo will diese Umrüstung in Graz vornehmen, genau bei Magna. Magna ist ein Auftragsfertiger, auf den Bändern von Magna werden in Spitzenzeiten 4 Modelle von drei Herstellern gefertigt. Und durch diese Auftragsfertiger können ehemals branchenfremde Akteure in den Automobilbau einsteigen und dieser Gruppe gehört eben die Google-Tochter Waymo.


Umrüstung konventioneller Autos

In Graz und bei Magna sollen konventionelle Autos mit zusätzlichen Sensoren und einer Steuerungssoftware erweitert werden und durch diese Maßnahme werden die Oberklasse Suvs von Jaguar erfolgen. Der I-pace ist die Antwort von Jaguar auf den Elektro-Suv Modell x von Tesla und natürlich hat der I-Pace von Jaguar einen elektrischen Antrieb. Es ist kein Hybrid, sondern ein vollständiger elektrischer Antrieb und der I-Pace soll im diesem Sommer auf den Markt kommen. Er setzt eben mit seinen 400 Kilometern Reichweite einen neuen Klassenstandard und soll so ab 77000 € in Deutschland kosten.
Da entsteht ein fahrerloser Uberkonkurrent, also ein Mobilitätsangebot mit selbstfahrenden Autos ohne menschlichen Fahrer und mit so einem Angebot entsteht auch eine Konkurrenz zu dem klassischen öffentlichen Angebot. Uber wird auch den kalten Atem des Wettbewerbs spüren, denn Uber ist eine Plattform auf der sich Anbieter und Nachfrager für ine Mitfahrt treffen. Aber bei Uber ist hier noch der menschlichen Fahrer zentral, allerdings will Uber auch selbstfahrende Autos einführen und den menschlichen Fahrer durch einen Fahrroboter ersetzen. Aber Waymo und Jaguar sind bedeutend weiter, denn schon in den nächsten zwei Jahren sollen insgesamt 20000 Jaguar I-Pace in Dienst genommen werden. Und damit hätte man schon 2020 eine staatliche Flotte an selbstfahrenden Autos. Mehr dazu hier: https://elopage.com/s/JuergenVagt/das-selbstfahrende-auto-wie-google-und-co-unsere-autos-automatisiert-und-die-autoindustrie-veraendert