Autonome Autos von Daimler – Daimler darf in China testen

Von Jürgen Vagt 15.07.18

Jetzt wird getestet. http://automatisiertes-auto.de/selbstfahrende-shuttle-von-bosch-und-daimler-tests-in-den-usa-beginnen/ .Ich habe ja schon über den Test im Silicon Valley berichtet, aber diese Woche kam noch ein Knaller. Denn Daimler hat eine Testlizenz erhalten, um in China voll autonome Fahrzeuge zu testen. Zwei Aspekte sind relevant, denn einerseits geht es um Level 5 Fahrzeuge, bei Denen nur noch Start und Ziel eingegeben werden muss und dann übernimmt das Fahrsystem alle Steuerungsfunktionen. Andererseits findet dieser Test in dem größten Automobilmarkt der Welt statt und hier ist es für jeden Autohersteller wichtig in der Pole Position zu sein, wenn es um diesen gewaltigen Zukunftsmarkt geht. Ich habe es bereits geschrieben: https://www.amazon.de/Das-selbstfahrende-Auto-automatisiert-Autoindustrie/dp/1530000785/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1528644098&sr=8-1&keywords=j%C3%BCrgen+vagt
Denn selbst wenn man nur den Markt der über 65-Jährigen betrachtet, dann ist dieser Teilmarkt schon größer als die Gesamtmärkte in den etablierten Automobilmärkten Deutschland, Italien, Frankreich und Großbritannien.

Daimler und selbstfahrende Autos

Daimler hat nun als erster ausländischer Automobilhersteller eine Testlizenz bekommen und , so hofft am wohl im Neckartal einen massiven Wettbewerbsvorteil gegenüber anderer Herstellern zu erstreiten. https://www.wired.de/article/daimler-darf-in-china-selbstfahrende-autos-testen . Allerdings muss Daimler mit dem chinesischen Technologiekonzern Baidu zusammenarbeiten und nutzt die Softwareplattform Apollo von Baidu. Baidu hat bekannt gegeben, dass die Software Apollo das Fahren auf Level 4 geschafft hat. Beim jetzt begonnenen Test von Daimler und Bosch im Silicon Valley wird aber die Softwareplattform von Nvidia genutzt. Man kann also sehen, dass die Hersteller sich noch nicht auf einen Softwarepartner festgelegt haben. http://automatisiertes-auto.de/nvida-baut-eine-plattform-fuer-autonome-auto/
Das Rennen um diesen gigantischen Zukunftsmarkt hat erst begonnen und es ist offen, welcher Softwarekonzerne, mit welcher Technologie den Markt bestimmen wird. Die Softwareplattformen liefern die nötige künstliche Intelligenz, um das autonome Auto zu steuern und somit werden diese Softwareplattformen das Rückgrat des autonomen Autos. Die Umfeldsensorik des Fahrzeuges erfasst das Umfeld des Fahrzeuges und mittels eines neuronalen Netzes werden dann die Fahrentscheidungen getroffen und umgesetzt. Die Sensortechnik hat in den letzten 20 Jahren einen massiven Schub gemacht, sodass wir jetzt über Tests und die Etablierung des autonomen Autos sprechen und schreiben. Mehr dazu hier: https://elopage.com/s/JuergenVagt/das-selbstfahrende-auto-wie-google-und-co-unsere-autos-automatisiert-und-die-autoindustrie-veraendert und vernetzen kann man sich hier: https://www.xing.com/communities/groups/autonomes-autofahren-269c-1104519

Selbstfahrende Shuttle von Bosch und Daimler – Tests in den USA beginnen

Von Jürgen Vagt 15.07.18

wie angekündigt, machen Bosch und Daimler ernst. http://automatisiertes-auto.de/bosch-bringt-2018-robotertaxis-selbstfahrende-autos-schon-2018/
Im Herzen des Feindes oder besser formuliert, denn neuen Wettbewerbern aus dem Silicon Valley werden die selbstfahrenden Shuttles von Daimler und Bosch erprobt und ausgetestet. https://www.golem.de/news/autonomes-fahren-daimler-und-bosch-testen-fahrerlose-flotte-im-silicon-valley-1807-135425.html . Ein Aspekt ist auffällig, denn die beiden Partner wollen die Integration von selbstfahrenden Shuttles in ein multimodales Verkehrssystem erproben. Also in vielfältiges Verkehrssystem. Wenn Sie als Verkehrsteilnehmer mit dem Auto oder Fahrrad zum Bahnhof fahren und dann die Bahn nehmen nutzen, nutzen Sie einen Modalsplit und wechseln Sie den Verkehrsträger. Die selbstfahrenden Shuttles sollen nun in die bestehenden Verkehrssysteme integriert werden, um in der Zukunft ein Bestandteil des Verkehrssystems zu sein. Diesen Aspekt vermisse ich auch in den aktuellen Testprojekten: http://automatisiertes-auto.de/autonome-busse-bei-der-charite-test-auf-dem-berliner-klinikgelaende/
In den 10 gegenwärtigen Testläufen wird die Technik erprobt, aber wie sieht es mit der Akzeptanz bei den Nutzern aus und wie attraktiv sind die selbstfahrenden Shuttles im Vergleich mit den anderen Verkehrsträgern wie Bus und Bahnen.

Welche Zielgruppe will selbstfahrend fahren?

Zudem stellt sich die Frage, welche Zielgruppe will auf selbstfahrende Fahrzeuge umstellen und welche Zielgruppe werden die ersten Nutzer sein? Im Silicon Valley wird es sicher ausreichend innovative Köpfe geben, die diese selbstfahrende Shuttles nutzen werden. Diesem Landstrich und den dort ansässigen IT-Konzerne mangelt es wahrlich nicht an Innovationsbereitschaft. Aber wie wird es in Deutschland aussehen und das deutsche Verkehrssystem ist eben auch anders und wir hier in Deutschland haben einen sehr entwickelten öffentlichen Nahverkehr. Und diese selbstfahrende Shuttles müssen sich in das Verkehrssystem einfügen und in der nicht allzu fernen Zukunft wird sich eine Wettbewerbssituation zwischen den Automobilherstellern und den Unternehmen des ÖPNV entstehen. Wenn aus Autoherstellern Mobilitätsdienstleistern werden soll, dann bekommen Busse und Bahnen einen neuen Wettbewerber und die Verkehrsteilnehmer erhalten einen besseres und vielfältiges Angebot. So verschiebt die Etablierung des selbstfahrenden Fahrens in das bestehende Verkehrssystem und die etablierten Betreiber des öffentlichen Nahverkehrs bekommen Konkurrenz. Mehr dazu hier: https://www.amazon.de/Das-selbstfahrende-Auto-automatisiert-Autoindustrie/dp/1530000785/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1528644098&sr=8-1&keywords=j%C3%BCrgen+vagt und https://elopage.com/s/JuergenVagt/das-selbstfahrende-auto-wie-google-und-co-unsere-autos-automatisiert-und-die-autoindustrie-veraendert und vernetzen kann man sich hier: https://www.xing.com/communities/groups/autonomes-autofahren-269c-1104519

Selbstfahrende Autos und der Herstellerwettbewerb – Wer kommt wann mit welchen Fahrzeugen

Von Jürgen Vagt 03.07.18

Obwohl ich auf diesen Blog ja bekannter weiser ein Forschungsthema behandele, will ich heute mal eine kleine Marktübersicht liefern. Welche Autohersteller kommen mit autonomen Fahrzeugen auf den Markt kommen und wie stark diese Fahrzeuge automatisiert sind. http://www.manager-magazin.de/fotostrecke/autonome-autos-die-wichtigsten-ces-herstellerprognosen-fotostrecke-133479.html
Selbst ich bin überrascht, wie schnell sich dieses Innovationsfeld entwickelt. Einerseits gibt es allein In Europa schon 10 praxisnahe Versuche mit autonomen Bussen und, anderseits beginnen kleine Innovationsschmieden mit der Serienfertigung schon in den nächsten Jahren. http://automatisiertes-auto.de/selbstfahrende-busse-aus-aachen-serienstart-fuer-den-e-go-mover-beginnt-2019/
Momentan sieht es so aus, als würde sich die Etablierung des autonomen Autofahrens auf die Veränderung des öffentlichen Nahverkehrs konzentrieren. https://www.amazon.de/Das-selbstfahrende-Auto-automatisiert-Autoindustrie/dp/1530000785/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1528644098&sr=8-1&keywords=j%C3%BCrgen+vagt
Das habe ich auch so prognostiziert, denn beim öffentlichen Nahverkehr und in der Logistik gibt es eben angestellte Fahrer, daher kann man einfach mal die Dienstanweisung ändern.


Autohersteller wollen in den öffentlichen Nahverkehr

Auch die klassischen Automobilherstellern und die It-Konzerne wollen den öffentlichen Nahverkehr angehen, so werden durchgehend Taxtdienste mit selbstfahrende Taxis geplant. http://automatisiertes-auto.de/selbstfahrende-autos-vom-waymo-google-will-62000-selbstfahrende-taxis-einfuehren/
Es wird also noch lange dauern, bis man als privater Käufer ein selbstfahrendes Auto kaufen kann. Aber das automatisierte Fahren soll schon 2020 bei Audi, Daimler und BMW in der Oberklasse eingeführt werden. Automatisierte Autos so heißt dieser Blog, den Sie gerade lesen, und das bedeutet das Auto unter gewissen Voraussetzungen selbstständig fährt, allerdings von menschlichen Fahrer überwacht wird. Im Artikel des Manager-Magazins wird den deutschen Autoherstellern ein zögerliches Innovationstempo unterstellt. Ich sehe das aber anders, denn die Autoindustrie setzt weltweit aufs automatisiertes Autofahren und nicht aufs autonome Autofahren. In der Tendenz wollen die beteiligten Software – und IT-Konzerne das autonome Auto ohne menschlichen Einfluss. Es geht einfach um Kernkompetenzen und um die entsprechende Wettbewerbsposition. Beim autonomen Auto würde die Autoindustrie Ihre Wettbewerbsvorteile verlieren, denn in letzten Jahrzehneten hat die Autoindustrie das Auto für die Anforderungen des Menschen gebaut. Das selbstfahrende Auto, das komplett autonom vom Menschen fährt, ist ja nichts Anderes als ein fahrender Computer und dieser fahrende Computer kann eben besser von den Software- und It-Konzernen gebaut werden. Mehr dazu hier: https://elopage.com/s/JuergenVagt/das-selbstfahrende-auto-wie-google-und-co-unsere-autos-automatisiert-und-die-autoindustrie-veraendert und vernetzen kann man sich hier: https://www.xing.com/communities/groups/autonomes-autofahren-269c-1104519

Autonome Lkws und Speditionen – Speditionen müssen sich digitalisieren

Von Jürgen Vagt 03.07.18


ob es einen nun gefällt oder nicht, die Etablierung des autonomen Lastkraftwagens wird die Logistik-Branchen im Allgemeinen und die Speditionen im Besonderen verändern. https://www.zeit.de/mobilitaet/2016-09/autonomes-fahren-logistik-lkw-iaa-speditionen
Denn den Kostenvorteil ist zu groß, Bosch hat jetzt bekannt gegeben das die Kosten eines Bewegungskilometers von 80 Cent auf 20 Cent sinken werden. http://automatisiertes-auto.de/bosch-bringt-2018-robotertaxis-selbstfahrende-autos-schon-2018/
Wenn man diese Preissenkung auf den Lkw-Verkehr umlegt, dann werden zuerst die großen und kapitalstarken Speditionen anfangen den Kostenvorteil durch autonome Lkws zu nutzen und dann müssen die Kleinen der Branche nachziehen. So läuft der Mechanismus bei Innovationen in der Regel ab und das autonome Fahren macht wohl keine Ausnahme.

Arbeitslose LKW-Fahrer durchs autonome Fahren

Vorab in 150 Jahren Wirtschaftsgeschichte gibt es einen positiven Zusammenhang zwischen hoher Innovationstätigkeit und Beschäftigungsaufnahme. Also vernichten Innovationen keine Jobs und alles ist gut. So einfach ist es wohl im Fall des autonomen Fahrens nicht, denn eine menschliche Kompetenz wird automatisiert und ist damit für immer weg. Wenn sich das autonome Fahren durchsetzt, dann braucht man deutlich weniger Lkw-Fahrer und dieser Zustand ist dann dauerhaft. In Deutschland gibt es eine Erwerbsbevölkerung von 39 Millionen und davon verdienen 3 Millionen Ihren Lebensunterhalt mit dem professionellen Bewegen von Kraftfahrzeugen. https://www.amazon.de/Mobil-sein-Zukunft-Emissionen-Vernetzung/dp/3734734398/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1528644309&sr=8-2&keywords=j%C3%BCrgen+vagt
Diese Tätigkeit ist dann weg und die ersten Akteure im Feld beginnen jetzt 2018 mit der Serienfertigung und nicht erst in 10 Jahren. http://automatisiertes-auto.de/selbstfahrende-busse-aus-aachen-serienstart-fuer-den-e-go-mover-beginnt-2019/
Zwar wäre die Branche auch froh über diese Entwicklung, weil Lkw-Fahrer immer knapper werden. https://www.logistik-watchblog.de/neuheiten/1543-lkw-fahrermangel-2020-mindestens-150000-fahrer-fehlen.html
Aber an der grundsätzlichen Prognose ändert das Nichts und hier wird ein Berufsfeld aussterben. So wie Schriftsetzer in den frühen 1990 er Jahre, als das Drucken von mechanischen Setzkästen auf Desktop-Publishing umgestellt wird. Und dann wird die Kompetenz die mechanischen Druckkästen zusammenstellen nicht mehr benötigt und diese Entwicklung ist auch die LKW-Fahrer zu befürchten. Nun habe ich auch genügend Schreckensszenarien an die Wand gemalt und Deutschland hat auch schon in der Vergangenheit mehr oder weniger erfolgreich soziotechnischen Wandlungsprozesse begleitet. Der Bergbau im Ruhrgebiet und die Werftenkrise sind ein paar Beispiele. Mehr dazu hier: https://elopage.com/s/JuergenVagt/das-selbstfahrende-auto-wie-google-und-co-unsere-autos-automatisiert-und-die-autoindustrie-veraendert und vernetzen kann man sich hier: https://www.xing.com/communities/groups/autonomes-autofahren-269c-1104519

Autonomes Auto in der Kritik – Mehr Autos in den Städten und ein Tempolimit

Von Jürgen Vagt 01.07.18


ich werde mir heute mal zwei kritische Kommentare von Journalisten vornehmen, denn nun langsam mehren sich kritische Stimmen zur Etablierung des autonomen Autos.
https://www.teleboerse.de/kolumnen/Helmut_Becker/Autonomes-Fahren-nur-mit-Tempolimit-article20478990.html und https://www.welt.de/wirtschaft/article178327182/Autonomes-Fahren-Roboterautos-werden-Innenstaedte-noch-weiter-verstopfen.html
Es ist eben ein üblicher Zyklus im Journalismus, zuerst werden Entwicklungen und Innovationen gefeiert und dann runter geschrieben, so werden eben Hypes produziert.
Helmut Becker als ehemaliger Chefvolkswirt von BMW listet die berechtigten Sicherheitsbedenken gegenüber dem autonomen Fahren auf.
http://automatisiertes-auto.de/selbstfahrende-autos-und-unfalltote-uberversuch-endet-toedlich/
Und am Ende empfiehlt er ein Tempolimit.

Autonome Autos mit Tempolimit

Man merkt da einfach den Hintergrund in der Automobilindustrie, denn wenn autonomes Autos ein Tempolimit einhalten müssen, sind diese autonome Auto weniger attraktiv als konventionelle Autos. Die etablierte Autoindustrie müsste dann die Konkurrenz aus der Softwareindustrie nicht mehr befürchten. https://www.amazon.de/Das-selbstfahrende-Auto-automatisiert-Autoindustrie/dp/1530000785/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1528644098&sr=8-1&keywords=j%C3%BCrgen+vagt
Zudem sollte man bedenken, dass für Kinder und Radfahrer auch Unfälle mit niedrigen Geschwindigkeiten tödlich enden können. Autonome Autos werden sicherer, wenn große Datenmengen in den Fahrsystemen verarbeitet worden sind. Also wenn eine sehr große Zahl an Fahrsituationen erfasst und verarbeitet worden sind. BMW hat angekündigt, dass die autonomen Autos von BMW erst in den öffentlichen Straßenverkehr entlassen werden sollen, wenn 230 Millionen Fahrkilometer verarbeitet worden sind.

Verkehrschaos durch autonome Autos

Die Welt also das journalistische Feigenblatt des Springerkonzerns kommentiert und malt ein Schreckensszenario an die Wand, mit dem autonome Auto wird es mehr Autos in den Städten geben. https://www.google.com/search?q=welt+autonomes+auto+st%C3%A4dte+&ie=utf-8&oe=utf-8&client=firefox-b
Was für ein Gebrüll in diesem Kommentar, aber die grundsätzliche These ist nicht falsch. Denn wegen ein paar autonomen Shuttles wird wohl niemand sein Auto abschaffen und dann wird es wenigstens übergangsweise mehr Fahrzeuge geben. http://automatisiertes-auto.de/autonome-busse-bei-der-charite-test-auf-dem-berliner-klinikgelaende/
Jedenfalls hat die Etablierung des Carsharings noch nicht zu einer merkbaren Entlastung in den Städten geführt, aber das Mobilitätsverhalten in der Durchschnittsgesellschaft ändert sich eben nicht über Nacht. So gesehen ist es eben kurz- und mittelfristig zu erwarten, dass konventionelle Fahrzeuge mit autonomen Autos ergänzt werden, aber nicht ersetzt werden. Mehr dazu hier: https://elopage.com/s/JuergenVagt/das-selbstfahrende-auto-wie-google-und-co-unsere-autos-automatisiert-und-die-autoindustrie-veraendert und vernetzen kann man sich hier: https://www.xing.com/communities/groups/autonomes-autofahren-269c-1104519