Autonome Autos und Kooperationen – BMW und Daimler schließen sich zusammen!

von 21.01.19 Jürgen Vagt

der Spiegel stellt die rhetorische Frage, ob Daimler und BMW die Konkurrenz durch Waymo fürchtet? http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/bmw-und-daimler-wollen-bei-roboterautos-offenbar-eng-kooperieren-a-1249011.html
Wahrscheinlich hat jeder in der Automobilindustrie Angst vor Waymo. http://automatisiertes-auto.de/selbstfahrende-autos-vom-waymo-google-will-62000-selbstfahrende-taxis-einfuehren/
Waymo ist mit seinen 8 Milliarden virtuellen Testkilometern und 8 Millionen realen Testkilometern einfach führend beim autonomen Fahren. Die deutschen Hersteller und Zulieferer sind eben im Gegensatz zu Waymo noch in einer Testphase und eben noch nicht offen zugänglich für das zahlende Publikum. http://automatisiertes-auto.de/selbstfahrende-shuttle-von-bosch-und-daimler-tests-in-den-usa-beginnen/
Aber nun will das Handelsblatt herausgefunden haben, dass sich die beiden deutschen Premiummarken zusammen tun, um diese Zukunftsherausforderung zu bewältigen und natürlich Entwicklungskosten zu sparen. Gegenwärtig sprudeln zwar noch die Gewinne, aber die Konjunktur verschlechtert sich und der Dieselskandal ramponiert das Markenimage und zudem müssen riesige Investitionen für die Elektromobilität und das autonome Autofahren gestemmt werden.

Zwei Konzerne, eine Forschungsabteilung

Es soll laut der Medien wirklich, um das Zusammenschmelzen die gegenwärtig noch eigenständigen Forschungs- und Entwicklungsabteilungen gehen. Das wäre für die beiden stolzen Marken absolutes Neuland. https://futurezone.at/b2b/daimler-und-bmw-kooperieren-bei-selbstfahrenden-autos/400383788 .Diese geplante Kooperation soll sich auf die Zukunftsfelder der Mobilität konzentrieren, so soll es in dieser Kooperation inhaltlich ums autonome Auto, Mobilitätsdienste und Elektroautos gehen. Beide Marken haben zwar ein Premiumprofil, also vergleichsweise viele Oberklassefahrzeuge bezogen auf den Gesamtausstoß des Autobauers. Aber bei BMW glaubt man an das Mantra des sportlichen Fahrens, wohingegen bei Daimler Komfort und Sicherheit in das Zentrum, dessen Schaffens stellt.

Technik und Dienstleistung

Bei Autobauern ist das Thema Technik natürlich offensichtlich, aber bei beide Technologiekonzerne wollen beziehungsweise müssen Mobilitätsdienstleister werden, so dass es auch um Mobilitätsdienstleistungen geht. Es gibt ja, schon seid 2011 free-floating Carsharingansätze beider Hersteller und nun kommen Sammeltaxi-Dienste hinzu. Wenn sich diese Taxidienste mit autonomen Autos durchsetzen, dann ist das tradierte Geschäftsmodell als Produkthersteller ohnehin obsolet. Es geht dann um Bewegungskilometer und nicht mehr um abgesetzte Autos. Wer bietet das beste Mobilitätsangebot auf einer Plattform, das ist die Frage für die Automobilindustrie im kommenden Jahrzehnt. Mehr dazu hier: https://elopage.com/s/JuergenVagt/das-selbstfahrende-auto-wie-google-und-co-unsere-autos-automatisiert-und-die-autoindustrie-veraendert und vernetzen kann man sich hier: https://www.xing.com/communities/groups/autonomes-autofahren-269c-1104519 und ich bitte um finanzielle Unterstützung: http://automatisiertes-auto.de/unterstuetzen-sie-elektroautovergleich-org-und-automatisiertes-auto-de/ und hier können Sie meine Vorträge buchen: http://automatisiertes-auto.de/referenzen-innovationsworkshops-vortraege-beratung/ und Podcast Interviews mit Akteuren der Zukunftsmobilität gibt es hier: http://automatisiertes-auto.de/willkommen-bei-der-podcastreihe-die-zukunftsmobilisten/

Autonome Autos und Start ups – Stefan Jenzowsky (Kopernikus) bei den Zukunftsmobilisten

von 18.01.19 Jürgen Vagt

Stefan Jenzowsky stellt heute bei den Zukunftsmobilisten seine neue Unternehmensgründung Kopernikus Automotive vor. Als langjähriger Manager hat sich entschieden zusammen mit Tim von Tönne Kopernikus Automotive zu gründen, hier soll eine Software für das autonome Auto entwickelt werden. Das Gespräch kam schnell auf die drei Hardwareplattformen beim autonomen Auto und Kopernikus Automotive setzt auf Nvida und ist schon langjähriger Partner von Nvida. Wie sollte sich ein Softwareunternehmen in diesem Feld positionieren und welche Marktchancen ergeben sich für Softwareentwickler bei der Etablierung des autonomen Autos? Zudem haben wir Prognosen über die Marktentwicklung des autonomen Autos. Wahrscheinlich wird es sehr unterschiedliche Software für verschiedene Länder und Anwendungen geben, Stefan Jenzowsky glaubt nicht an eine Cloudlösung fürs autonome Autofahren. Die Rechenleistung wird weiterhin im Auto verbaut sein. Stefan Jenzowsky sieht die Chancen der deutschen Autoindustrie als schlecht an, denn die Führung hat die Zeichen der Zeit erkannt, aber die Transformationsgeschwindigkeit der deutschen Autobauer ist zu langsam, insbesondere wenn man sich die Geschwindigkeit der Etablierung in den USA anschaut.

Diese freie Version des Interviews umfasst 25 Minuten und unter https://www.digistore24.com/product/255099 können Sie das vollständige Interview mit 55 Minuten gegen 2,38 € brutto und 2 € netto erwerben.

Mehr dazu hier: https://elopage.com/s/JuergenVagt/das-selbstfahrende-auto-wie-google-und-co-unsere-autos-automatisiert-und-die-autoindustrie-veraendert und vernetzen kann man sich hier: https://www.xing.com/communities/groups/autonomes-autofahren-269c-1104519 und ich bitte um finanzielle Unterstützung: http://automatisiertes-auto.de/unterstuetzen-sie-elektroautovergleich-org-und-automatisiertes-auto-de/ und hier können Sie meine Vorträge buchen: http://automatisiertes-auto.de/referenzen-innovationsworkshops-vortraege-beratung/ und Podcast-interviews mit Akteuren der Zukunftsmobilität gibt es hier: https://podcastreihe-die-zukunftsmobilisten.podigee.io

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Autonome Autos und der Bund – Thomas Jarzombek bei den Zukunftsmobilisten

von Jürgen Vagt 15.01.19
Thomas Jarzombek ist seit der Wahl 2009 Mitglied des deutschen Bundestages und Koordinator innerhalb des Bundesministeriums Wirtschaft und Energie für Luft – und Raumfahrt. Heute war Thomas Jarzombek zu Gast bei den Zukunftsmobilisten. Wir sprachen über die gegenwärtige Gesetzeslage fürs autonome Autofahren und die Gesetzgebung aus dem Jahr 2018. Der Bund hat im Januar des Jahres 2018 die Stufe 4 des autonomen Autofahrens erlaubt und die Wiener Konvention angepasst, sodass das autonome Autofahren in gewissen Grenzen erlaubt ist. Thomas Jarzombek sieht nun die Hersteller in der Bringschuld und machte auch klar, dass sowohl der deutschen Gesetzgeber als auch der deutsche Konsument und Bürger höhere Sicherheitsanforderungen an das autonome Autofahren stellt, insbesondere wenn man den Vergleich mit den USA zieht. Thomas Jarzombek will diese Erwartungshaltung auch in die kommenden gesetzgeberischen Regelungen umsetzen und erwartet den Beginn des autonomen Fahrens in Lkw-Betrieb. Weil Lkw-Fahrten wenig komplex sind, ist es für das autonome Autofahren im jetzigen Entwicklungsstadium gut geeignet. Ob und wann das autonome Auto das konventionelle Auto ersetzen wird, bleibt für Thomas Jarzombek fraglich. Ein wesentlicher Trieber des autonomen Autos ist die Kostenersparnis und hier besteht die Gefahr, dass die Bürger wieder mehr Autofahren und den ÖPNV weniger nutzen will. Um zu verhindern, dass das autonome Autofahren zu mehr Autofahrten führt, sollten die Preise des ÖPNV angepasst werden. Thomas Jarzombek will Anreize setzen, damit der ÖPNV konkurrenzfähig bleibt.

Diese freie Version des Interviews umfasst 15 Minuten und unter https://www.digistore24.com/product/255840 können Sie das vollständige Interview mit 51 Minuten gegen 2,38 € brutto und 2 € netto erwerben. Sie können mit allen gängigen Zahlungsmethoden bezahlen und danach den WAV File auf jedem Smartphone oder Notebook hören. Mehr dazu hier: http://elektroautovergleich.org/buecher-und-kurse-rund-ums-elektroauto/ und vernetzen kann man sich hier: https://www.xing.com/communities/groups/autonomes-autofahren-269c-1104519 und ich bitte um finanzielle Unterstützung: http://automatisiertes-auto.de/unterstuetzen-sie-elektroautovergleich-org-und-automatisiertes-auto-de/ und hier können Sie meine Vorträge buchen: http://automatisiertes-auto.de/referenzen-innovationsworkshops-vortraege-beratung/ und Podcast-interviews mit Akteuren der Zukunftsmobilität gibt es hier: https://podcastreihe-die-zukunftsmobilisten.podigee.io

Autonome Autos von Ford – Roboter-Taxidienst von Ford startet 2021

von Jürgen Vagt 15.01.19

tja, die etablierte Autoindustrie ist unter Zugzwang, weil Waymo schon dieser Tage den automatisierten Taxidienst startet. http://automatisiertes-auto.de/selbstfahrende-autos-vom-waymo-google-will-62000-selbstfahrende-taxis-einfuehren/
Ford will also den gleichen Service mit autonomen Fahrzeugen anbieten und ab 2021 diesen Service in Miami und der Bundeshauptstadt Washington anbieten. In der Startphase wird der Fusion von Ford also eine Mittelklassenlimousine mit einem Hybridantrieb eingesetzt und eben noch kein elektrisch angetriebenen Wagen. Hier springt Ford ein bisschen kurz, aber auch Waymo setzt auch nur Hybridfahrzeuge ein. Der Sprecher von Ford meint, dass voll elektrische Fahrzeuge mit einer Batterie noch nicht praktikabel in diesem Einsatzszenario sind. Wenn man das Fahrzeug acht Stunden laden muss, dann kann man diese Fahrzeuge nicht im autonomen Taxidienst einsetzen. https://www.autogazette.de/ford/robo-taxi/autonom/ford-startet-geschaeft-mit-robo-taxi-2021-989392107.html

Robo-Taxis im Dauereinsatz.

Theoretisch war der Zusammenhang schon lange klar, denn wenn man Autos als autonome Taxis einsetzt, dann werden diese selbstfahrende Taxis viel effizienter eingesetzt. Für den konventionellen Betrieb darf man beim Auto eine Lebensdauer von 15 Jahren und eine Kilometerleistung von bis zu 250000 Kilometer erwarten. Diese Kriterien schwanken zwischen einzelnen Modellen und Marke, aber grundsätzlich landen Autos nach ca. 15 Jahren in der Schrottpresse. Laut Ford hält ein Auto im Dienst als autonomes Taxi nur 3 Jahre und spult in diesem Zeitraum mehrere hunderttausende Fahrkilometer ab. Wenn sich die autonomen Taxis durchsetzen, müssen sich die Autobauer andere und langlebigere Fahrzeuge bauen. Autonomes Fahren bedeutet eben einen massiven Verschleiß für die Einsatzfahrzeuge.

Selbstfahrende Taxis in Europa

Jetzt stellt sich die Frage, wann kommen die autonomen Taxis in Deutschland oder in Europa. Im Winter 2019 gibt es in Europa 12 kleinere Tests und typischerweise sehen diese Tests so aus wie an der Charité in Berlin. http://automatisiertes-auto.de/autonome-busse-bei-der-charite-test-auf-dem-berliner-klinikgelaende/
Bislang sind noch keine der europäischen Tests für eine breitere Öffentlichkeit zugänglich gemacht und werden kommerziell aufgezogen. Ich habe allerdings gerade über Moia auf elektroautovergleich.org geblogt, also Volkswagen hat einen Sammeltaxi-Service namens Moia in Hamburg zu Wasser gelassen. Mehr dazu hier: https://elopage.com/s/JuergenVagt/das-selbstfahrende-auto-wie-google-und-co-unsere-autos-automatisiert-und-die-autoindustrie-veraendert und vernetzen kann man sich hier: https://www.xing.com/communities/groups/autonomes-autofahren-269c-1104519 und ich bitte um finanzielle Unterstützung: http://automatisiertes-auto.de/unterstuetzen-sie-elektroautovergleich-org-und-automatisiertes-auto-de/ und hier können Sie meine Vorträge buchen: http://automatisiertes-auto.de/referenzen-innovationsworkshops-vortraege-beratung/ und Podcast-interviews mit Akteuren der Zukunftsmobilität gibt es hier: https://podcastreihe-die-zukunftsmobilisten.podigee.io