Autonome Busse im Test – Selbstfahrender Bus wird in Brandenburg getestet

von Jürgen Vagt 19.05.19

mit autonomen Bussen können wir wieder in Brandenburg oder Nordfriesland leben oder besser gesagt, wir können dann auf dem Lande ohne eigenes Auto in strukturschwachen Regionen leben. https://www.berliner-sonntagsblatt.de/Bald-auch-in-Brandenburg-Der-erste-selbstfahrende-Bus–150949.html
Für den öffentlichen Nahverkehr ist der ländliche Raum bzw. die strukturschwachen Regionen ein ökonomischer Alptraum, weil man einerseits ein Angebot formulieren muss und andererseits kaum kostendeckend seine Busse fahren lassen kann. Das automatisierte Fahren bietet die Möglichkeit, bezogen auf den einzelnen Bewegungskilometer die Kosten zu senken, weil die Personalkosten für den Busfahrer wegfallen oder erheblich gesenkt werden können. Daher ist es auch nur folgerichtig, wenn in Brandenburg ein selbstfahrender Bus mit knapp 1,5 Millionen Bundesmittel getestet werden. Wie kann man mit selbstfahrende Shuttles die dünnbesiedelten Regionen besser mit Angeboten des öffentlichen Nahverkehrs ausstatten.

Autonome Shuttles mit Fahrer

Genauso wie bei den anderen Tests http://automatisiertes-auto.de/autonome-autos-im-modellversuch-volkswagen-testet-voll-automatisiert-in-hamburg/
wird immer noch ein Sicherheitsfahrer eingesetzt. Einerseits ist ein menschlicher Fahrer rechtlich geboten, aber andererseits können die Fahrsysteme in der Gegenwart nicht viel. Wenn ein Blatt Papier auf dem Weg liegt, dann stoppt der Fahrroboter zu Recht, aber das Fahrsystem kann keine eigenständige Entscheidung treffen, wie der Shuttle auf diese Herausforderung reagieren soll. Das können erst die Fahrsysteme der nächsten Generation. http://automatisiertes-auto.de/automatisiertes-fahren-in-der-forschung-die-zukunftsmobilisten-nr-33-dr-ilja-radusch-fraunhofer-fokus/
Also muss ein Mensch entscheiden, wie mit dem Blatt auf der Straße umgegangen werden soll. Die Prüforganisation Dakra hat die Geschwindigkeit auf 25 km/h begrenzt und in deutschen Großstädten ist die Durchschnittsgeschwindigkeit auch nur 22 km/h, aber auf dem Lande ist diese begrenzte Geschwindigkeit ein Problem. Der E-Mover soll unter Umständen vielleicht 60 km/h fahren dürfen und in einem begrenzten Rahmen eigenständige Fahrentscheidungen treffen können. https://e-go-mobile.com/de/newspool/pressemitteilung-e.go-mit-zwei-weltneuheiten-auf-dem-internationalen-automobil-salon-genf-2019/
in diesem brandenburgischen Test wird auch endlich der menschliche Faktor berücksichtigt und die Passagiere werden über die potenzielle Akzeptanz befragt. http://automatisiertes-auto.de/autonomes-autofahren-und-unternehmensberater-der-mensch-als-kunde-wird-ignoriert/
Neben den Akzeptanzproblemen wird wohl untersucht, wie die automatisierten Busse in den Dienst einer durchschnittlichen Verkehrsgesellschaft passt. Denn auch die selbstfahrenden Busse müssen von Irgendjemanden betrieben werden und eine Verkehrsgesellschaft muss diese Flotten betreiben.
Mehr dazu hier: http://elektroautovergleich.org/buecher-und-kurse-rund-ums-elektroauto/ und vernetzen können Sie sich hier: https://www.xing.com/communities/groups/elektrische-fahrzeuge-in-die-fahrzeugflotte-8554-1104577 und ich bitte um finanzielle Unterstützung: http://elektroautovergleich.org/unterstuetzen-sie-elektroautovergleich-org-und-automatisiertes-auto-de/ Sie können Vorträge buchen: http://elektroautovergleich.org/referenzen-innovationsworkshops-vortraege-beratung/ und Podcast Interviews mit Akteuren der Verkehrswende gibt es hier: http://elektroautovergleich.org/willkommen-bei-der-podcastreihe-die-zukunftsmobilisten/

Automatisiertes Fahren in der Forschung – Die Zukunftsmobilisten: Nr. 33 Dr. Ilja Radusch ( Fraunhofer FOKUS)

von Jürgen Vagt 28.04.19

heute war der promovierte Ingenieur Dr. Ilja Radusch zu Gast bei den Zukunftsmobilisten und Dr. Ilja Radusch verantwortet die technische Forschung über das automatisierte Auto innerhalb der Fraunhofer Gruppe in Berlin. Am Anfang des Gespräches wurde die skeptische Haltung von Dr. Ilja Radusch deutlich, dass auf absehbare Zukunft kein voll automatisiertes Auto bei Privatkunden zu erwarten ist. Eine Etablierung des automatisierten Autofahrens im öffentlichen Nahverkehr ist in den nächsten Jahren sehr viel wahrscheinlicher und man sieht natürlich auch schon die ersten Modellversuche in Europa. http://automatisiertes-auto.de/autonome-busse-bei-der-charite-test-auf-dem-berliner-klinikgelaende/
Aber die technischen Anforderungen für voll automatisiertes Fahrer bei normalen Bürgern sind zu hoch und daher wird man eine Weiterentwicklung dieser Modellversuche sehen. In den Randlagen der Großstädte und in strukturschwachen Regionen werden automatisierte Busse bald eingesetzt. Umgangssprachlich werden die automatisierte Busse Roboter-Taxis genannt und diese Bezeichnung trifft auch den Kern der technischen Entwicklung, weil die Industrie und insbesondere die us-amerikanischen Techgiganten nur Mobilitätsdienstleistungen anbieten wollen und nicht Produkthersteller für Privatkunden sein möchten. Man sieht die ersten Flotten von automatisierten Roboter-Taxis schon in Kalifornien und diese Flotten werden früher auch in Deutschland kommen. Der Sicherheitsaspekt wird in Deutschland sehr gravierend wahrgenommen und in der Tat hat diese Technologie Risiken. Das automatisierte Autofahren ist eben noch unerprobt und die Entwickler müssen nach viele Fahrsituationen erfassen und diese Fahrsituationen müssen dann als Daten an die Fahrroboter verfüttert werden. Aber verschiedene Teile im voll automatisierten Auto müssen noch doppelt ausgelegt werden, damit das automatisierte Fahrzeug sicher ist. Dr. Ilja Radusch sieht da einerseits die Lenkung und anderseits muss die Sensortechnik stabil und sicher funktionieren. Dr. Ilja Radusch will keine Verengung auf die getesteten Fahrkilometer, sondern eine umfassende Analyse der Sicherheitsaspekte und erst dann sollten die Roboter-Taxis im öffentlichen Raum eingesetzt werden. Aber es stellt sich die Frage, ob Lkws nicht schneller automatisiert werden können. Auf langen Autobahnen oder und Freeways ist das Fahrprofil einfach und für den Fahrer sehr stupide, deswegen könnte schon in den nächsten Jahren der voll automatisierte Lkw Realität werden.

Diese freie Version des Interviews umfasst 13.30 Minuten und unter https://www.digistore24.com/product/269747  können Sie das vollständige Interview mit 45 Minuten gegen 2,38 € brutto und 2 € netto erwerben. Mehr dazu hier: http://elektroautovergleich.org/buecher-und-kurse-rund-ums-elektroauto/ und vernetzen können Sie sich hier : https://www.xing.com/communities/groups/elektrische-fahrzeuge-in-die-fahrzeugflotte-8554-1104577 und ich bitte um finanzielle Unterstützung: http://elektroautovergleich.org/unterstuetzen-sie-elektroautovergleich-org-und-automatisiertes-auto-de/ Sie können Vorträge buchen: http://elektroautovergleich.org/referenzen-innovationsworkshops-vortraege-beratung/ und Podcastinterviews mit Akteuren der Verkehrswende gibt es hier: https://podcastreihe-die-zukunftsmobilisten.podigee.io