Autonomes Autos und Unfälle – Wie viel Unfälle werden passieren?

Von Jürgen Vagt 22.02.18

wie ernst muss man das Versprechen nehmen, dass selbstfahrende Autos keine oder jedoch weitaus weniger Unfälle und damit eben bedeutend weniger Verkehrstote und Verletzte verursachen. Viele Protagonisten und Befürworter der voll autonomen Autos sehen eine komplett unfallfreie Zukunft durch selbstfahrende Autos. http://automatisiertes-auto.de/wer-haftet-bei-einem-unfall-von-automatisierten-autos/
Nun die Logik ist bestechend, denn Menschen fahren zu schnell und betrunken und bauen somit Unfälle. Menschen schlafen beim Autofahren ein und sind unkonzentriert, aber Roboter tun dies nicht und sind rund um die Uhr leistungsstark.

Schätzungen sagen 90 % weniger.

Die Roboter am Steuer können 90 % aller Unfälle vehindern. https://www.welt.de/sonderthemen/noahberlin/article165739463/An-den-meisten-Unfaellen-sind-Menschen-schuld.html
Die Prognose beschreibt eben diesen Effekt, denn mit einer prognostizierten Reduktion von 90 % sind die schweren Unfälle durch Alkohol am Steuer und überhöhte Geschwindigkeit gemeint. Aber es bleiben die kleinen Rempler, wie man Sie auch in den flächendeckenden Modellversuchen gesehen hat. http://automatisiertes-auto.de/das-voll-automatisierte-auto-von-google-rammt-einen-bus/
Soweit die Prognose, die viele Befürworter des hoch automatisierenden Fahrens, das dann voll autonom vom menschlichen Fahrer sein wird, teilen.

Der Weg zum selbstfahrenden Auto ist das Problem


Die Prognosen werden sich erst in ferner Zukunft vielleicht realisieren, aber bis dahin müssen viele Daten gesammelt werden und mit diesen Daten müssen die Fahrroboter gefüttert werden. http://automatisiertes-auto.de/selbstfahrende-auto-und-nvida-kuenstliche-intelligenz-und-entwicklerplattformen/
Das passiert ja auch gegenwärtig an verschiedenen Automobilstandorten weltweit, damit stellt sich eine Frage, welche auch von Sascha Lobo oder Sascha Pallenberg gestellt wird.
Wie viele Daten müssen verarbeitet werden, damit die ersten voll automatisierten Autos sicher in den öffentlichen Straßenverkehr eintreten können. Es gibt eben kaum Erfahrungswerte bei einer solche gravierenden Änderung im Straßenverkehr, zumal die selbstfahrenden Autos parallel zu normalen Autofahrern in den nächsten Jahrzehnten fahren werden. Um das Ganze noch mal zu schärfen, es hat zwar immer Innovationen wie den Airbag oder das ABS gegeben, aber wir reden hier von einer vielen größeren Innovation mit sehr weit reichenden Auswirkungen. Wenn wir in 20 Jahren auf das Jahr 2018 zurückschauen, dann haben wir auf jeden Fall selbstfahrende Autos, allerdings wird der Weg nicht ohne Schwierigkeiten und Unfälle ablaufen. Mehr dazu hier: https://elopage.com/s/JuergenVagt/das-selbstfahrende-auto-wie-google-und-co-unsere-autos-automatisiert-und-die-autoindustrie-veraendert

Autonomes Fahren ersetzt automatisiertes Fahren – GM schafft das Lenkrad ab

Von Jürgen Vagt 24.01.18

der größte Autohersteller der Welt will im Jahr 2019 ein voll autonomes Auto auf den Markt bringen. https://www.golem.de/news/autonomes-fahren-gm-kuendigt-lenkradloses-auto-fuer-2019-an-1801-132149.html . Viele der neuen Blogleser wissen nicht, was das bedeutet. Nun der Blog heißt automatisiertes Auto, weil ich erwartet habe, dass sich das Autofahren automatisiert. Trotzdem wird ein Lenkrad und die Pedale im automatisierten Auto verbaut, damit der menschliche Autofahrer die letzte Entscheidung hat. Zwar haben Google und die anderen Softwarekonzerne immer das autonome Auto favorisiert. http://automatisiertes-auto.de/die-modellversuche-mit-automatisierte-autos-von-google-eine-erste-bilanz/

Der Mensch trägt die Verantwortung

Die Autoindustrie hat immer die Fahne des automatisierten Fahrens hochgehalten, denn die Automobilindustrie plant mehr konventionelle Fahrzeuge. http://automatisiertes-auto.de/volvo-bringt-2020-automatisierte-autos-auf-den-markt/
Diese Studien sehen noch sehr stark nach konventionellen Autos aus und haben eben auch ein Lenkrad und Pedale. Es gibt eben mit der Wiener Konvention ein riesiges bilaterales Vertragswerk, dass seit 1968 gilt und die Basis für das internationale Auto darstellt. Die Wiener Konvention regelt eben, dass die letzte Verantwortung für die Fahrentscheidung beim menschlichen Fahrer liegt. Um dieses Rechtskonstrukt hat sich die internationale Autoindustrie herum aufgebaut. http://automatisiertes-auto.de/huerde-fuer-das-automatisierte-auto-faellt-die-wiener-konvention-wird-geaendert/

Autohersteller und autonomes Fahren

Deswegen ist das eine gravierende Veränderung, denn nun haben konventionelle Autohersteller zum ersten Mal ein komplett autonomes Autos auf die Straße gestellt und schon im nächsten Jahr 2019 soll es testweise losgehen.
Aber es sind auch nur ein paar umgebaute Chery Bolts und solche kleinen Studien sind für tradierte Autohersteller mit Ihren riesigen Etats kein Problem. Also es geht noch nicht um eine richtige Serienproduktion, sondern man stellt einfach ein paar Studien auf Autoshows aus und hat damit einen schönen Marketingeffekt. Aber trotzdem zum ersten Mal rücken die Autohersteller von Ihrem Mantra des automatisierten Autos ab. Also wenn die Verantwortung nicht mehr beim Menschen liegt, sondern beim Steuerungsroboter. Dann verliert die Autoindustrie Ihre Vormachtstellung, weil die Kompetenzen bei der Steuerung und beim Fahrwerk nicht mehr bedeutend sind. Mit dem autonomen Auto kann man die Karosserie aus Pappe bauen und man braucht keine aufwendige Federung mehr. Mehr dazu hier: http://elektroautovergleich.org/buecher-und-kurse-rund-ums-elektroauto/

Automatisierte Autos und der deutsche Mittelstand – Osram baut ein Forschungszentrum

Von Jürgen Vagt 16.01.18

zwei Dimensionen macht diese Nachricht spannend, denn einerseits entwickelt sich ein deutscher Mittelständler zum Automobilzulieferer fürs autonome Auto und anderseits wurde ein Forschungszentrum in Berlin gebaut. https://www.rbb24.de/wirtschaft/beitrag/2018/01/osram-berlin-standort-ausbauen-autonomes-fahren.html
Wenn man heute in Wolfsburg und oder in Untertürkheim herumfährt, dann sieht man viele autonome aber auch halb automatisierte Fahrzeuge durch die jeweiligen Firmengelände fahren. Denn wenn man autonome Auto besser machen will, denn man muss den Steuerungsroboter mit Daten füttern. Genauer gesagt mit Umgebungsdaten also mit den Kamerabildern der Umgebung, durch diese Daten wird das Auto besser in seinen Fahrentscheidungen. Das autonome Auto muss mindestens an vier Punkten Umgebungsdaten aufnehmen, also müssen an mindestens vier Punkten des Autos Sensoren sein, damit das autonome Auto fahren kann. Weil das System mit immer mehr Umgebungen und Fahreinflüssen konfrontiert wird, wird der Steuerungsrobotor immer kompetenter im automatisierten Steuern des Autos.

Autozulieferer in Richtung automatisiertes Auto

Osram kannte ich als Hersteller von Glühbirnen, aber wie so viele gehen Sie auch in Richtung Softwareunternehmen. Als Dienstleister will man sich als Autozulieferer positionieren. Auch wenn es noch keine automatisierten Fahrzeuge auf der Straße gibt, gruppieren sich Unternehmen in diesem Feld neu: http://automatisiertes-auto.de/autozulieferer-und-automatisiertes-autos-neue-kooperationen-finden-sich/ . Auch Osram ist auf den CES in Las Vegas, um sich in den Zukunftsthemen der Automobilindustrie als moderner Zulieferer positionieren. http://automatisiertes-auto.de/voll-automatisierte-autos-auf-der-ces-5g-ist-das-zukunftsthema/ . Laut dem Pressetext soll im Berliner Forschungszentrum an der Car- to Car Kommunikation gearbeitet werden, auch hierüber habe ich schon gebloggt. http://automatisiertes-auto.de/voll-automatisierte-autos-auf-der-ces-5g-ist-das-zukunftsthema/
Und diese Kommunikation soll mittels Lichtchips von Osram bewältigt werden, also Osram baut gegenwärtig LED Chips und diese müssen technisch erweitert werden, damit Sie im autonomen Auto eingesetzt werden können. Das Daten-Sammeln wird in allen Testregionen erfolgen und auch Osram ist bei diesem Test mit dabei. Osram klagt auch darüber, dass man keine geeigneten Mitarbeiter findet. Das kann ich leider bestätigen, denn es gibt nur die Online-Universität Udacity und einige Fachhochschulen haben eine Masterstudiengänge aufgelegt. Aber in der Industrie steigt der Bedarf und bei diesem Innovationsthema wird die Unsicherheit immer kleiner, daher sollte man mehr Weiterbildungsangebote auflegen. Mehr dazu hier: http://elektroautovergleich.org/buecher-und-kurse-rund-ums-elektroauto/

 

Selbstfahrende Auto und Nvida – künstliche Intelligenz und Entwicklerplattformen

Von Jürgen Vagt 04.01.18

es tut sich grundsätzlich viel in Sachen autonomes Fahren und insbesondere viel im Januar, weil in Las Vegas auf der Elektronikmesse CES viele Neuigkeiten präsentiert worden. http://automatisiertes-auto.de/voll-automatisierte-autos-auf-der-ces-5g-ist-das-zukunftsthema/
Heute will ich mich mit Nvida beschäftigen, denn dieser Technikkonzern wird immer mehr zu einem Knotenpunkt der Entwicklung ums automatisierte Autofahren. Einerseits wird mit den Ridesharingplattformen wie Uber zusammengearbeitet, schon heute fahren mehrere umgebaute Volvo-Suvs mit der Steuerungstechnik von Nvida und im Dienste von Uber. In solchen Tests werden fleißig Umfelddaten gesammelt, um zukünftigen Fahrentscheidungen auf eine breitere Datenbasis zu stellen. Uber als Vermittlungsplattform für Mitfahrten ist zudem sehr aktiv im Feld. http://automatisiertes-auto.de/uber-will-automatisierte-autos-von-mercedes-benz-einsetzen/

Nvida liefert das Grundgerüst – Aurora entwickelt weiter

Nvida baut zuden Plattformen http://automatisiertes-auto.de/nvida-baut-eine-plattform-fuer-autonome-auto/
und schafft so die Rahmenbedingungen für Entwickler, momentan geht es um Drive PX und Drive Xavier und hiermit werden die Ausgangsvoraussetzungen für die Entwickler von Aurora gelegt. http://getmobility.de/20180108-superrechner-und-autonomes-fahren-grosser-aufschlag-auf-der-ces-von-nvidia/ . Aurora ist ein neuer Player und es handelt sich, um ein Allstarteam mit diversen Führungskräften von Google und Uber: Aurora ist jetzt ein Jahr alt und hat schon Volkswagen und Hyundai als Kunden. In diesem Technologiefeld fungiert Nvida als Systemlieferant und Entwickler können individuelle Lösungen auf dem System basteln, aber wenn die Etablierung des automatisierten bzw. autonomen Auto Fahrens einsetzt, dann hat Nvida eine ordentliche Ausgangsposition.

Rolle der künstlichen Intelligenz

Ich will das Thema nur kurz aufreißen, aber künstliche Intelligenz wird im automatisierten Fahren eine massive Rolle spielen. So hat sich jedenfalls der Markenschef von Volkswagen Diess geäußert, allerdings meinen das viele Experten. Welche Rolle soll künstliche Intelligenz beim automatisierten Autofahren haben? Nun beim automatisierten Autofahren werden mittels Umfeldsensorik Daten über den jeweiligen Umweltzustand des Autos aufgenommen. Diese Daten müssen verarbeitet werden, damit automatisiert Fahrentscheidungen getroffen werden und an dieser Stelle kommt “ Deep Learning“ ins Spiel. In diesem Forschungsgebiet ist in letzten 10 – 15 Jahren viel passiert und diese Entwicklungen fließen ins autonome Auto: Mehr dazu hier: https://elopage.com/s/JuergenVagt/das-selbstfahrende-auto-wie-google-und-co-unsere-autos-automatisiert-und-die-autoindustrie-veraendert

Voll automatisierte Autos auf der CES – 5G ist das Zukunftsthema

Von Jürgen Vagt 04.01.18

im Januar trifft sich die Elektronik – und immer mehr die Autobranche, um über die Neuerungen in der Autoelektronik auf der CES in Las Vegas zu diskutieren. Auf dieser Elektronikmesse werden die aktuellen Technologiethemen wie das Internet der Dinge, smart Home dargestellt. Uns geht es hier um selbstfahrende Auto, die komplett automatisiert fahren. Aber das große Thema ist 5G, das ist der zukünftige Datenstandard im Mobilfunk. https://www.4g.de/news/ces-2018-5g-mittelpunkt-11169/ und ich hatte auch schon darüber berichtet: http://automatisiertes-auto.de/das-auto-der-zukunft-5g-als-datenstandard-macht-es-moeglich/
Was wird mit dem Übertragungsstandard möglich, die Übertragung wird bedeutend schneller und man kann Daten innerhalb einer Millisekunde übertragen. Also werden Anwendungen bzw. Applikationen für selbstfahrende Auto möglich, die gegenwärtig nicht realisierbar sind. 5G ist international beschlossene Sache, aber es wird wohl zu unterschiedlichen Zeitpunkten umgesetzt. Schon in diesem Jahr 2018 will der us-amerikanische Telefonkonzern AT and T testweise 5 G in den Großstädten der USA erproben. Kommerzielle Netze sollen in den USA und in Asien so ab 2020 eingesetzt werden, allerdings gibt es probeweise ein Netz mit den 5G Standard zu den olympischen Winterspielen in Südkorea.

Welche Anwendungen gibt es mit 5G ?

Wenn ich mich jetzt in den Giftküchen der Autoindustrie umhöre, oh Entschuldigung den Forschungslaboren der Autoindustrie, dann wird gegenwärtig an digitalen Services rund ums Thema Parken gewerkelt. Aber wenn man Daten im Millisekundenbereich übermitteln kann und diese Übertragung ist dann stabil und sicher, dann können Autos ähnlich Flugzeuge kommunizieren und mit dieser Technologie und Steuerungsrobotern könnte man Zusammenstöße zwischen Autos vermeiden. Zudem wären die technischen Voraussetzungen geschaffen, um Fahrzeuge in stark befahrenen Region wie Großstädten intelligenter zu steuern. Seitens der europäischen Kommission ist festgelegt worden, dass bis 2025 alle Großstädten und Hauptverkehrsrouten mit dem 5G Standard ausgerüstet sein sollen. Dann könnten wir solche Service und entsprechende Sicherheitsanwendungen bei den voll automatisierten Autos sehen. Zudem wären auch zeitnahe Kommunikationsleistungen für die menschlichen Passagiere der selbstfahrenden Autos möglich.
Mehr dazu hier: http://elektroautovergleich.org/buecher-und-kurse-rund-ums-elektroauto/

Voll automatisierte Autos im Tatort – Tödliche Fahrmaschinen in der Primetime

Von Jürgen Vagt

ich hätte nicht vor zwei Jahren nicht gedacht, dass dieses Blogthema es einmal in die Primetime schafft, aber Neujahr 2018 war es dann soweit. Im Tatort aus Saarbrücken ist ein selbstfahrendes Fahrzeug als Mordwaffe eingesetzt worden und es gab Diskussionen über die ethischen Fragen des voll automatisierten Autofahrens. Wer ist der Mörder ? Der Mensch oder die Maschine. Beim Tatort war es der Mensch und ich fand den Saarbrücker Tatort auch noch nie gut. http://www.augsburger-allgemeine.de/panorama/Ein-Klischee-folgt-dem-naechsten-Pressestimmen-zum-Saarland-Tatort-id43686546.html .
Diese Meinung vertreten auch einige Kommentatoren, aber zurück zum Thema dieses Blogs. Denn man muss jetzt immer mehr mit einer Medienlogik bei diesem Innovationsthema rechnen. Ich hatte ja schon ein Interview im Spiegel kommentierte als ein ängstlicher Psychologe Angst vor den Fahrrobotern hatte. http://automatisiertes-auto.de/autonomes-autofahren-kann-toedlich-sein/

Kern der technologischen Entwicklung

Für mich ist es eben auch eine Zielsetzung dieses Blogs den realen Kern der Entwicklung ohne das Medienbohei herauszuarbeiten, denn wie auch beim Elektroauto so in den Jahren 2011 wird viel über Thema geschrieben. Und das Thema bekommt dann eine eigene Konjunktur, also Journalisten schreiben das Thema rauf und runter. So von meinem Gefühl ist das Thema des automatisierten bzw. autonomen Autofahrens auf der Optimisten-Seite angekommen. Es wird sehr viel über die Erfolge in der Forschung geschrieben und schon in den nächsten 2- 3 Jahren wird dem unkundigen Laien suggeriert, dass man komplett selbstfahrende Fahrzeuge auf den deutschen Straßen sehen wird. Auch ich berichte über diese Herstellerankündigungen: http://automatisiertes-auto.de/voellig-autonomes-autofahren-mit-bmw-ab-2021/
Aber ich erwarte auch, dass sich berechtigt oder unberechtigt der Tenor gegenüber dem automatisierten bzw. autonomen Fahren in den Medien verschlechtern wird. Auf den Überschwang der letzten beiden Jahre folgt jetzt eine Phase der Ernüchterung und das ist bei Innovationen normal. Jedenfalls ist es bei dem Thema meines Schwesterblogs http://elektroautovergleich.org/ so gewesen und dann sickert das Thema aus der Innovationsszene in breitere Gesellschaftsschichten herunter. Mal ganz abgesehen davon, dass in der Tat eine gesellschaftliche Debatte über die moralischen Dilemmata beim automatisierten Autofahren erfolgen muss. Auch das war ja Thema im Tatort. Mehr dazu hier: https://elopage.com/s/JuergenVagt/das-selbstfahrende-auto-wie-google-und-co-unsere-autos-automatisiert-und-die-autoindustrie-veraendert

Automatisierte Autos und Mobilität als Dienstleistung

Von Jürgen Vagt 28.12.17

nutzen wir mal die stille Zeit zwischen den Jahren, um ein bisschen über die Automobilindustrie der Zukunft nachzudenken. Wohin führt das automatisierte Auto, dass immer autonomer vom menschlichen Fahrer wird, die Automobilindustrie. Zu Autoherstellern die Mobilitätsdienstleistern werden. Also wird man vielleicht schon in 15 oder 25 Jahren mit einem Abomodell fahren. Sowohl der Mobilitätsforscher Andreas Knie als auch der Innovationsvordenker Gunter Dueck prognostizieren eine solche Zukunft. Und was bedeutet, dass für die Automobilindustrie.
Eine Wandlung von Herstellern zu Mobilität-Anbietern, dann wird es nicht mehr darum gehen, dass Volkswagen 45000 Fahrzeuge mit 600000 Beschäftigten jeden Tag herstellt.

Bewegungskilometer statt Fahrzeuge

Automatisierte Fahrzeuge ermöglichen es den Automobilherstellern und deren Zulieferern sich in die Geschäftsfelder des öffentlichen und halböffentlichen Personenverkehrs hineinzubewegen. http://automatisiertes-auto.de/bosch-bringt-2018-robotertaxis-selbstfahrende-autos-schon-2018/
Es entstehen auch beachtliche Möglichkeiten, auch wenn man festhalten muss. Aller Voraussicht werden weniger Fahrzeuge durch Autohersteller abgesetzt, wenn ein automatisierte Auto gemeinschaftlich genutzt wird. Dann steigt die tägliche Nutzung von den gegenwärtige 3 % am Tag auf vielleicht 30 % und dann braucht theoretisch nur 10 % des jetzigen Fahrzeugbestandes und wenn Stoßzeiten hinzurechnet, dann sind das auch nur 30 % vergleichen mit dem Jahr 2017. Und diese Entwicklung kann schneller kommen als man denkt: http://www.faz.net/aktuell/finanzen/finanzmarkt/warum-mobilitaet-als-dienstleistung-schneller-als-gedacht-kommt-15351780.html

Wird die deutsche Autoindustrie untergehen

Ja, aber ist gar nicht so schlimm. Es ist nur die Frage, ob Sie die Innovation aus eigener Kraft angehen oder ob es der Weltmarkt diktiert. Das ist jetzt flapsig daher gesagt, denn aus etablierten Herstellern und Produktionsbetrieben können nicht über Nacht Mobilitätsdienstleister wie die Bahn zu werden. Ich bin der Meinung, die Bahn hat es selber noch nicht hinbekommen. Und in dieser neuen Wettbewerbssituation treffen die ´Autoindustrie auch auf eine neue Gruppe von Wettbewerber, denn die Softwareindustrie will eben auch in den spannenden Markt der Personenbeförderung. Zudem darf man weltweit natürlich nicht Ridesharingplattformen wie Uber und Lyft http://automatisiertes-auto.de/uber-will-automatisierte-autos-von-mercedes-benz-einsetzen/
vergessen. Für mich ist auch nur eine Frage, wann die Plattformen in Deutschland zugelassen werden. Personenbeförderungsgesetz hin oder her. Mehr dazu hier: https://elopage.com/s/JuergenVagt/das-selbstfahrende-auto-wie-google-und-co-unsere-autos-automatisiert-und-die-autoindustrie-veraendert

Ford bringt ein selbstfahrendes Nutzfahrzeug – schon ab 2021

Von Jürgen Vagt

ich hatte schon vor knapp zwei Jahren gepostet, dass sich das automatisiertes Autofahren wahrscheinlich zuerst bei den Nutzfahrzeugen durchsetzen wird und diese Nachricht stützt diese These: https://www.fool.de/2017/12/10/fords-plan-bei-selbstfahrenden-autos-ein-nutzfahrzeug-bis-2021/
Denn nun will die Nummer 3 der Autohersteller schon 2021 ein selbstfahrendes Nutzfahrzeug auf die Straße bringen und folgt somit Daimler: http://automatisiertes-auto.de/mercedes-lkws-fahren-automatisiert-ueber-die-autobahn/  .
In gut drei Jahren will Ford ein komplett selbstfahrende Nutzfahrzeug bringen, gegenwärtig wird von Daimler und anderen Hersteller noch das sogenannte automatisierte Kolonne fahren auf der Autobahn getestet. Aber Ford verspricht ein höheres Automatisierungsniveau bei den selbstfahrenden Nutzfahrzeugen.

2018 Testphase 2021 Markthochlauf

Ich hatte ja schon über die Pläne bei Ford geschrieben: http://automatisiertes-auto.de/ford-investiert-ins-autonome-auto/ . Und momentan ist man in Detroit im Plan, noch im Jahr 2018 will man unter Realbedingungen das autonome Fahren erproben. 2021 ist als Jahreszahl nicht so prägnant wie 1984, aber es geht ja nicht um den Überwachungsstaat. Aber im Jahr 2021 kommen einige Hersteller mit selbstfahrenden Fahrzeugen auf den internationalen Markt. http://automatisiertes-auto.de/voellig-autonomes-autofahren-mit-bmw-ab-2021/ .
Ich wäre jetzt noch vorsichtig, was die Ankündigung des voll autonomen Autofahrens im Jahr 2021 angeht. Aber sowohl Ford als auch BMW wollen 2021 die Stufe 5 des automatisierten Fahrens anbieten. Wer sich mit dieser Staffelung des autonomen Autofahrens vertraut machen will, kann sich hier informieren: https://elopage.com/s/JuergenVagt/das-selbstfahrende-auto-wie-google-und-co-unsere-autos-automatisiert-und-die-autoindustrie-veraendert

Selbstfahrende Nutzfahrzeuge im Einsatz

Ich halte es für wahrscheinlich, dass die Etablierung des selbstfahrenden Fahrzeuges in Nutzverkehr beginnen wird, weil hier Fahrer im Angestelltenverhältnis tätig sind. In diesem Anwendungsfeld ist es einfach möglich, durch einen geänderten Anstellungsvertrag das autonome Fahren verpflichtend zu machen. Also ist das im Regelfall männliche Fahrerego kein Problem. Zudem herrscht im Speditionsgewerbe heute schon ein ruinöser Wettbewerb, so dass jede Innovation mit einem Kostensenkungspotenzial eingeführt wird. Bosch hat Laut gegeben und meint, dass die Kosten pro Kilometer von 80 Cent auf 20 Cent senken wird. http://automatisiertes-auto.de/bosch-bringt-2018-robotertaxis-selbstfahrende-autos-schon-2018/ . Und solche Kostensenkungen wird es eben überall in der Logistik geben und da muss man Spediteure nicht zwei mal bitten. Mehr dazu hier: http://elektroautovergleich.org/buecher-und-kurse-rund-ums-elektroauto/

Automatisierte Autos in London – Ab 2021 werden Sie zugelassen

Von Jürgen Vagt

ja, dieser Blog wird nun langsam 2 Jahre alt und ich bin ein bisschen nostalgisch als ich diese Nachricht las. http://t3n.de/news/london-2021-selbstfahrende-autos-878217/?xing_share=news
Denn der erste Blogpost auf meinem Blog ging eben auch um das Thema automatisiertes Autos in London. http://automatisiertes-auto.de/in-london-sollen-bald-selbstfahrende-autos-fahren/
Und mit dem Abstand von 2 Jahren ist nun auch klar, dass sich das Thema des automatisierten Autos in den nächsten Jahren in Großstädten durchsetzen wird und London wird wohl ein europäischer Vorreiter sein. Jedenfalls pusht der Bürgermeister von London und die dazugehörige Stadtverwaltung das Thema massiv, also ab 2021 sollen komplett selbstfahrende Fahrzeuge in London zugelassen werden. Noch mal zur Erinnerung mit selbstfahrende Fahrzeugen wird die höchste Automatisierungsstufe 5 beschrieben, mit diesem Automatisierungsniveau kann das Fahrzeug jede Fahrsituation eigenständig und ohne jeden menschlichen Eingriff bewältigen.

Hersteller wollen 2021 mit voll automatisierten Fahrzeugen auf den Markt

Dieses Jahr 2021 wird wohl ziemlich entscheidend, denn auch einige Automobilhersteller wollen in diesem Jahr mit voll automatisierten Autos auf den Markt kommen wie BMW: http://automatisiertes-auto.de/voellig-autonomes-autofahren-mit-bmw-ab-2021/
Aber es sind einfach auch nur Ankündigungen und man wird sehen, ob wirklich spannende Fahrzeuge auf den Markt kommen werden und ob diese Fahrzeuge wirklich alle Fahrsituationen eigenständig durch den Steuerungsroboter des Autos bewältigt können.

Großbritannien als neues Automobilland

Obwohl Großbritannien ein stolzes automobiles Erbe hat, gibt es jetzt Stand 2017 keinen britischen Autohersteller. Kurz nach den Zweiten Weltkrieg war das vereinigte Königreich der größte Automobilexporteur der Welt, aber dann haben es die Briten kräftig verbockt. In den 1980 er Jahren sind die letzten britischen Autohersteller infolge von massiven Streikes und zu hoher Kosten eingegangen. Aber jetzt wollen die Briten beziehungsweise deren Regierung sich gut im Wettbewerb um das Auto der Zukunft aufstellen, denn die britische Regierung gibt Millionenbeträge für die Ladeinfrastruktur und Elektroautos und Projekte ums autonome Auto aus. Und insbesondere die 9 Millionenstadt London würde vom automatisierten Fahren profitieren, denn mittels automatisierten Fahrens würden sich Suchverkehre in den Städten reduzieren. Mehr dazu hier: http://elektroautovergleich.org/buecher-und-kurse-rund-ums-elektroauto/

 

Voll autonomes Autofahren und rechtliche Hürden – Quo Vadis?

Von Jürgen Vagt

Sascha Pallenberg oder in Fachkreisen wird er auch Palle genannt verdient seine Brötchen nicht mehr als freier Unternehmer, sondern als angestellter Blogger beim Daimler: https://blog.daimler.com/2016/12/09/sascha-pallenberg-wechselt-von-mobilegeeks-zu-daimler/
Nun hat er einen sehr kritischen Beitrag zum Thema rechtlichen Hürden und autonomes Fahren veröffentlicht und jetzt gibt es eine Kritik an der Kritik. https://www.mobilegeeks.de/artikel/autonome-autos-unueberwindbaren-rechtlichen-huerden/
Er schreibt eigentlich viel Wahres, aber das gilt nur für autonome Fahren. Also wenn der Fahrer keine Möglichkeit hat, das Fahrzeug zu steuern, dann ist das Auto autonom von Fahrer. Das machen aber auch Journalisten falsch und stiften eine Begriffsverwirrung http://www.spiegel.de/spiegel/das-erste-auto-das-komplett-ohne-fahrer-auskommt-a-1177468.html . In dem Fahrzeug von Waymo gibt es Pedale und Bremsen, so dass der Fahrer ins Fahrgeschehen eingreifen kann, damit ist das kein autonomes Fahren. Der Hersteller sagen nur, dass das Auto voll automatisiert Fahren kann. Dieses Fahrzeug soll also jede Fahrsituation eigenständig bewältigen können, der menschliche Fahrer muss niemals eingreifen.

Softwarekonzerne wollen das autonome Auto

Und Autokonzerne wollen es um jeden Preis verhindern. Diesen Konflikt hat der gute Palle leider vergessen, denn wenn das autonome Auto kein Lenkrad und keine Schaltung hat, dann kann jeder Softwarekonzern ein Auto bauen und die Autokonzerne verlieren Ihre Macht und Ihr Geschäftsmodell. Google als Vertreter der Softwareseite hat es mit seinem autonomen Fahrzeug auch schon vorgemacht http://automatisiertes-auto.de/die-modellversuche-mit-automatisierte-autos-von-google-eine-erste-bilanz/
Palle schreibt viel rechtliche Hürden und die Notwendigkeit einer ethisch normativen Debatte. Genau momentan wird viel darüber diskutiert, wen das autonome Auto im Zweifelsfall töten soll. Ein Mann oder eine Frau oder ein Kind.
Mir geht es eher um die Brancheninteressen, die der gute Pallenberg vergessen hat. Denn die Wiener Konvention verhindert das autonome Auto, ein riesiges Vertragswerk, dass die Autozulassung in vielen Nationen regelt. Momentan sagt die Wiener Konvention, dass die Verantwortung beim Autofahren beim menschlichen Fahrer liegt. Auf dieser rechtlichen Basis hat die Autoindustrie Ihr Geschäftsmodell aufgebaut und das soll so bleiben und die Softwareindustrie will das ändern, weil Sie mit dem autonomen Auto viel Geld verdienen könnten. Diesen latenten Konflikt sollten Sie nicht vergessen, wenn Sie Nachrichten zu diesem Themenfeld hören. Mehr dazu hier: http://elektroautovergleich.org/buecher-und-kurse-rund-ums-elektroauto/