Autokonzerne suchen digitale Experten

Von Jürgen Vagt

Wenn man sich die Zukunftsthemen der Autoindustrie wie das automatisierten Auto, Elektroautos und die Digitalisierung und die Ausbildungsprofile der Manager in der Autoindustrie anschaut, dann stellt man eine große Diskrepanz fest. Denn alle relevanten Technologiethemen haben eine digitale Ausrichtung und es gibt kaum qualifizierte Fachleute innerhalb der Autoindustrie. Ola Källenius der Vertriebschef von Mercedes Benz sieht hierin ein großes Problem und ich stimme ihm hier zu und bereite ja hier ein Jobportal vor: http://automatisiertes-auto.de/jobportal .
Denn ich denke, dass eine Plattform auf der sich Spezialisten im Themenfeld des automatisierten Autos und die Autoindustrie treffen können, wichtig ist, um das automatisierte Auto voranzutreiben.
In das gleiche Horn stößt auch BMW und will den Anteil von Informatiker in der Entwicklungsabteilung von 30 % auf 50 % erhöhen. http://automatisiertes-auto.de/entwicklungsoffensive-von-bmw-fuer-das-automatisierte-auto/ .
Der Vertriebschef von Mercedes -Benz Ola Källenius traf sich auf einer Podiumsdiskussion von Auto-Motor-Sport mit dem Deutschlandchef von Google und es wurden auch über den potenziellen Kulturwandel innerhalb der Autoindustrie diskutiert .In der Tat wird ein anderer Managertyp in die Führungsriege der Autoindustrie einziehen und It-Kompetenzen werden bei der Beförderung eine zentrale Rolle spielen. http://www.heise.de/newsticker/meldung/Autokonzerne-suchen-digitalen-Nachwuchs-3163258.html?hg=1&hgi=3&hgf=false Ola Källenius der gegenwärtige Vertriebschef von Mercedes Benz gilt als Kronprinz von Dieter Zetsche und damit eben klar, das die Mittvierziger an die Macht in der Autoindustrie kommen.
Was bedeutet die Digitalisierung der Autoindustrie nun konkret, einerseits werden die Produktlebenszyklen immer kürzer. Früher wurde ein neues Auto entwickelt und auf den Markt gebraucht und fertig. So gesehen, ist ein monatliches Softwareupdate für die Autoindustrie etwas Neues.
Und in der Softwareindustrie wird ja eher in kleinen agilen Teams gearbeitet, wobei in der Autoindustrie immer noch sehr in Hierarchien gearbeitet wird. Zudem herrschte gerade bei Volkswagen ein ziemlicher Bundeswehrkommandoton, das ist wahrscheinlich auch kein ideales Umfeld für Informatiker.
Außerdem ist das Digitale noch nicht in den Autoherstellern institutionalisiert worden, denn es kleinen eindeutigen Verantwortlichen in der Führungsriege der Autohersteller und das sollte sich ändern.

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