Automatisierte Busse sammeln in der Schweiz erst einmal Orientierungsdaten

Von Jürgen Vagt

Mir ist ein interessanter Artikel in die Hände gefallen, der sehr anschaulich die Schwierigkeiten bei der Einführung des automatisierten Autofahrens beschreibt. Denn im Wesentlichen ist die Sensortechnik noch nicht so weit, wie es nötig wäre. http://www.zeit.de/mobilitaet/2016-04/autonomes-fahren-wallis-sion-sensoren-kleinbusse .
Ich hatte ja schon über den Test in der Schweiz berichtet: http://automatisiertes-auto.de/automatisierte-busse-im-oeffentlichen-nahverkehr-test-in-der-schweiz/ .
Hier werden ja zwei automatisierte Busse eingesetzt, um zu testen, wie automatisierte Busse sich im öffentlichen Nahverkehr einbinden lassen. In der Schweizer Stadt Soin werden mehrere Aspekte der Zukunftmobilität erprobt, denn einerseits wird ein neues Konstruktionsprinzip bei Bussen erprobt und anderseits werden hier auch Busse mit einem voll elektrischen Antrieb getestet.
Zudem wird auch die Einbettung des automatisierten Busses in den öffentlichen Nahverkehr getestet, denn diese Verkehrsbusse fahren nicht in konventionellen Zeitplänen, sondern werden durch das Smartphone herbeigerufen.
Dieser Einsatz von automatisierten Busse könnte den öffentlichen Nahverkehr flexibler und kostengünstiger werden, weil man von den starren Fahrplänen abweichen kann, und die Steuerung könnte über Smartphones flexibler wäre. Das ist auch Gegenstand der Londoner Versuche: http://automatisiertes-auto.de/in-london-sollen-bald-selbstfahrende-autos-fahren/

Orientierung des automatisierten Busses

Um den Bus erst einmal in der Stadt fahren zu lassen, müssen von den Fahrstrecken 3 D Karten erzeugt werden und das bedeutet, dass die Strecken in der Schweizer Stadt Sion vermessen und erfasst werden müssen. Aber problematisch ist es eben, wenn die Fahrsituationen komplex und unübersichtlich werden. Wenn Fahrsituationen sehr vorhersehbar und stupide sind, dann kann man das automatisierte Auto oder der automatisierten Busse einsetzen, wie bei den Autobahnversuchen von Daimler. http://automatisiertes-auto.de/mercedes-lkws-fahren-automatisiert-ueber-die-autobahn/
Aber die Fahrsituationen in einer Stadt sind bei Weitem komplexer und unvorhersehbarer , denn es können Menschen auf die Straße treten und ist ein Gegenstand auf der Straße harmloser Müll oder ein Ball, der vom einem Kind geholt wird.
Diese subjektive Gefahrenanalyse kann der Mensch mehr oder weniger gut treffen, aber das automatisierte Auto oder Bus erst lernen und dazu müssen erst Millionen von Fahrsituationen erfasst und gespeichert werden.

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