Entwicklungsoffensive von BMW für das automatisierte Auto

Von Jürgen Vagt

BMW hat die Möglichkeit genutzt, auf dem Genfer Autosalon die Zukunftspläne für das automatisierte Auto darzustellen. Renault Nissan hat ja schon die Möglichkeit genutzt, um klare gesetzlichen Vorgaben und für das automatisierte Auto zu fordern und eine halbautonome Version des Nissan Qshqui für das Jahr 2017 anzukündigen. http://automatisiertes-auto.de/renault-nissan-will-klare-gesetzliche-vorgaben-fuer-das-autonome-autofahren
Wie sieht es denn nun bei BMW aus, in einem Pressegespräch hat der BMW Aufsichtsrat Fröhlich die strategische Bedrohung durch die Softwarekonzerne aus Kalifornien näher dargestellt.
Diese Konfrontation der Autokonzerne und der Softwareindustrie habe ich ja schon in meinem Buch (Das selbstfahrende Auto) näher dargestellt.
Aber auf dem Pressegespräch sagte BMW – Aufsichtsrat Klaus Fröhlich laut http://www.macerkopf.de/2016/03/07/bmw-aufsichtsrat-ansatz-bereich-autos/ , dass die Autoindustrie aufpassen muss nicht zu namenlosen Produzenten zu verkommen, die ein Anhängsel der Softwarekonzerne Google und Apple sind. Ähnlich wie heute Foxcom mit Ihren riesigen Fabriken das Iphone baut und Apple nur sein Logo daraufsetzt, könnten die heutigen Autohersteller zu Produzenten des automatisierten Autos verkaufen, während Google und Apple die Marken in der Wahrnehmung der Kunden sind.
Wenn die heutigen Autohersteller zu Zulieferern verkommen, werden die Unternehmen im Vordergrund und mit einem direkten Kontakt zu den Kunden die Gewinne und großen Margen einstreichen. Wie ich es auch schon in meinem Buch beschriebenen habe, könnte eine Machtverlagerung durch das automatisierte Auto zugunsten der Softwareindustrie erfolgen.
Die Entwicklungstendenz zu automatisierten Auto wird laut BMW Aufsichtsrat Fröhlich dafür verantwortlich sein, dass der Anteil der Programmier in der Forschungsabteilung von jetzt 20 % auf 50 % in den nächsten fünf Jahren angehoben werden soll.
Das ist natürlich plausibel, denn die Autoindustrie hat bei Programmieraufgaben einen Nachholbedarf gegenüber der Softwareindustrie und daher müssen die Kompetenzen aufgebaut werden, damit die konventionellen Autohersteller die Software – und Sensortechnik des automatisierten Autos beherrschen. Allerdings muss die Softwareindustrie auch bei der Autoproduktion nachholen, daher hat Apple auch Gespräche mit BMW gesucht, um gemeinsam an der automatisierten Version des BMW i3 zu bauen.
Apple will die moderne elektrische Antriebstechnik des BMW i3 mit der hauseigenen Technologie des automatisierten Autos kombinieren.

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