Wie werden automatisierte Autos getestet?

Von Jürgen Vagt

Ich hatte ja schon über den ersten Unfall des selbstfahrenden Autos in dem Versuch von Google berichtet und dieser Unfall hatte ja auch große Medienaufmerksamkeit auf sich gezogen. http://automatisiertes-auto.de/das-voll-automatisierte-auto-von-google-rammt-einen-bus/ .
Die Mehrzahl der Experten gehen davon aus, dass das automatisierte Auto die Anzahl der Unfälle und der Verkehrstoten reduzieren wird. Der Mensch macht eben in komplexen Verkehrssituationen weniger Fehler als ein Rechner, daher wird der Mensch als Fehler im automobilen Straßenverkehr ausgeschlossen. In der Gegenwart werden 90 % aller Verkehrstoten durch menschlich bedingte Fehler verursacht und da setzt das automatisierte Auto an. Aber ein Rechner wird eben auch nicht perfekt funktionieren und es wird die Nachricht kommen, wenn ein automatisiertes Auto einen tödlichen Unfall verursachen wird. Selbst Google, die das automatisiertes Auto pausenlos in Ihren Pressemitteilungen loben, erwartet Unfälle, die nicht nur mit Blechschäden ausgehen werden. Ein tödlicher Unfall würde die Etablierung des Elektroautos massiv behindern und die Akzeptanz der Kunden gefährden. Nun stellt sich auch die Frage, ob die Tests der automatisierten Autos auf öffentliche Straßen ausgeweitet werden soll. Und die Öffentlichkeit muss auch über die Tests und Teststandards informiert werden, denn Sie muss Vertrauen in das automatisierte Auto fassen. Daher ist es wichtig, sich mit diesen Teststandards zu befassen. Ich hatte ja schon über die erste Bilanz des Versuches mit dem selbstfahrenden Googlefahrzeug berichtet: http://automatisiertes-auto.de/die-modellversuche-mit-automatisierte-autos-von-google-eine-erste-bilanz/ .
Man muss sicherlich anmerken, dass die Tests in öffentlichen Straßenverkehr immer einen gewissen Zufall unterliegen, also wäre der Einsatz einer Simulationssoftware wichtig. Denn innerhalb einer Simulation könnten Milliarden Verkehrssituationen getestet werden und man würde die Prognose über die Sicherheit eines automatisiertes Auto auf eine deutliche breite und stabile Datenlage stellen. Allerdings müssen diese Simulationsergebnisse auch einen breiteren gesellschaftlichen Diskurs öffnen, denn die Gemeinschaft muss ja auch mit den neuen Risiken durch das automatisierte Auto leben oder in erster Linie das automatisierte Auto als Kunde akzeptieren.

Uber will automatisierte Autos von Mercedes Benz einsetzen!

Von Jürgen Vagt

Eine Nachricht wie ein Donnerschlag für das automatisierte Auto, denn der Taxidienst Uber will 100000 automatisierten S-Klassen und in seinem Taxidienst einsetzen. Das wäre die größte Einzelbestellung in der Geschichte von Mercedes Benz und würde einen Wert von 10 Milliarden Euro entsprechen. Allerdings gibt es auch widersprüchliche Nachrichten, denn andere Quellen meinen das der Taxidienst Uber nur Angebote für automatisierte Autos von einige deutschen Autoherstellern eingeholt worden. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/uber-stellt-daimler-mega-auftrag-in-aussicht-a-1083091.html . Uber geht es aber nicht um die S-Klasse von Mercedes Benz an sich, sondern um selbstfahrende Fahrzeuge. Also Auto, die voll automatisiert fahren, und ohne menschliche Fahrer auskommt. In der Gegenwart gibt es keine Autohersteller in Deutschland, der voll automatisierte Autos anbietet, denn momentan werden nur mit teilweise automatisierten Autos angeboten.
Wenn man den Verlautbarungen des Mercedes – Benz Konzerns glauben darf, dann kommen voll automatisiertes Autos im Jahr 2020 von Mercedes – Benz auf den Markt.

Automatisierte Autos im Taxidienst

Stellt sich die Frage, wie diese Nachricht einzuschätzen ist? In den letzten Jahren ist Uber mit seinem Mitfahrtdienst Uberpop in deutschen Städten an den rechtlichen Rahmenbedingungen gescheitert, denn in allen großen deutschen Städten haben diesen Dienst verboten. Aber es soll Gespräche auf höchster Ebene der beiden Vorstandsvorsitzender gegeben haben. Nun wie ich auch schon in meinem Buch prognostiziert habe, könnten automatisierte Autos den öffentlichen Nahverkehr verändern, denn automatisierte Fahrzeuge könnten in Zukunft Taxis und Busse ersetzen und diese automatisierte Autos könnten zentral gesteuert werden. Aber warum soll dafür die Oberklasselimousine von Mercedes-Benz mit einem Preisschild von über 100000 € eingesetzt werden. Das wäre eine sehr teureres Unterfangen. Aber grundsätzlich wird es in der Fachwelt als realistisch angesehen, dass selbstfahrende Autos eine zentrale Rolle im öffentlichen Nahverkehr spielen werden. Aber ob Mercedes -Benz sich mit so einem Geschäft ein Gefallen tut ist eine andere Frage. Denn so ein immens großer Deal würde die Macht zugunsten von Uber verschieben und damit käme es auch zu einer Abhängigkeit eines klassischen Autoherstellers von einem Start up und das wollte die konventionelle Autoindustrie eigentlich verhindern.

Entwicklungsoffensive von BMW für das automatisierte Auto

Von Jürgen Vagt

BMW hat die Möglichkeit genutzt, auf dem Genfer Autosalon die Zukunftspläne für das automatisierte Auto darzustellen. Renault Nissan hat ja schon die Möglichkeit genutzt, um klare gesetzlichen Vorgaben und für das automatisierte Auto zu fordern und eine halbautonome Version des Nissan Qshqui für das Jahr 2017 anzukündigen. http://automatisiertes-auto.de/renault-nissan-will-klare-gesetzliche-vorgaben-fuer-das-autonome-autofahren
Wie sieht es denn nun bei BMW aus, in einem Pressegespräch hat der BMW Aufsichtsrat Fröhlich die strategische Bedrohung durch die Softwarekonzerne aus Kalifornien näher dargestellt.
Diese Konfrontation der Autokonzerne und der Softwareindustrie habe ich ja schon in meinem Buch (Das selbstfahrende Auto) näher dargestellt.
Aber auf dem Pressegespräch sagte BMW – Aufsichtsrat Klaus Fröhlich laut http://www.macerkopf.de/2016/03/07/bmw-aufsichtsrat-ansatz-bereich-autos/ , dass die Autoindustrie aufpassen muss nicht zu namenlosen Produzenten zu verkommen, die ein Anhängsel der Softwarekonzerne Google und Apple sind. Ähnlich wie heute Foxcom mit Ihren riesigen Fabriken das Iphone baut und Apple nur sein Logo daraufsetzt, könnten die heutigen Autohersteller zu Produzenten des automatisierten Autos verkaufen, während Google und Apple die Marken in der Wahrnehmung der Kunden sind.
Wenn die heutigen Autohersteller zu Zulieferern verkommen, werden die Unternehmen im Vordergrund und mit einem direkten Kontakt zu den Kunden die Gewinne und großen Margen einstreichen. Wie ich es auch schon in meinem Buch beschriebenen habe, könnte eine Machtverlagerung durch das automatisierte Auto zugunsten der Softwareindustrie erfolgen.
Die Entwicklungstendenz zu automatisierten Auto wird laut BMW Aufsichtsrat Fröhlich dafür verantwortlich sein, dass der Anteil der Programmier in der Forschungsabteilung von jetzt 20 % auf 50 % in den nächsten fünf Jahren angehoben werden soll.
Das ist natürlich plausibel, denn die Autoindustrie hat bei Programmieraufgaben einen Nachholbedarf gegenüber der Softwareindustrie und daher müssen die Kompetenzen aufgebaut werden, damit die konventionellen Autohersteller die Software – und Sensortechnik des automatisierten Autos beherrschen. Allerdings muss die Softwareindustrie auch bei der Autoproduktion nachholen, daher hat Apple auch Gespräche mit BMW gesucht, um gemeinsam an der automatisierten Version des BMW i3 zu bauen.
Apple will die moderne elektrische Antriebstechnik des BMW i3 mit der hauseigenen Technologie des automatisierten Autos kombinieren.

Opel Mutter General Motors kauft sich Kompetenzen für autonome Autos hinzu

Von Jürgen Vagt

General Motors hat für eine Milliarde Dollar ein Start up gekauft, dass seit 2013 Nachrüstsätze für konventionelle Autos baut. Mit den Nachrüstsätzen von Cruise Automation kann man sein konventionelles Auto zu einem automatisierten Auto bzw. zu einem selbstfahrenden Auto umbauen. Mit diesem Firmenzukauf will General Motors seine Kompetenzen in der Produktion von selbstfahrenden bzw. automatisierten Autos ausbauen. Das ist die erste klare Positionierung seitens General Motors im Feld der automatisierten Autos. Die großen Volumenhersteller also die Hersteller der globalen Brot- und Butterautos wie General Motors und Volkswagen sind eher zögerlich im Vergleich zu Herstellern, die komfortorientiert sind und eine ältere Zielgruppe haben.
Aber nun hat General Motors immerhin eine Milliarde Dollar in ein Unternehmen mit 40 Mitarbeitern gesteckt und dies ist schon die zweite Übernahme in diesem Jahr, mit der sich General Motors für den Wettbewerb um das automatisierte Auto stärken will.
General Motors hat angekündigt, dass man so schnell wie möglich zusammen mit seinen Töchtern automatisierte Autos auf den Markt bringen will, allerdings sind bislang auf keine Zeitangaben erfolgt. Wie ich schon berichtet habe, will Renault-Nissan bereits 2017 halbautonome Autos auf den Markt bringen.
http://automatisiertes-auto.de/renault-nissan-will-klare-gesetzliche-vorgaben-fuer-das-autonome-autofahren
So gesehen gibt es auch in diesem noch jungen Technologiefeld noch erheblichen Nachholbedarf für General Motors.
Einerseits gibt es natürlich den normalen Vertrieb von Produktionsfahrtzeugen, aber anderseits will General Motors auch automatisierte Autos für den Flottenbetrieb bauen und hat hierzu eine Kooperation mit dem Uber-Konkurrent Lyft abgeschlossen. Ich hatte über diese Entwicklungsrichtung der Automobilindustrie durch die zunehmende Automatisierung des Autos spekuliert, also das aus Autoherstellern Betreiber des öffentlichen Nahverkehrs werden.
Das könnte dann ein neues Geschäftsfeld der Autoindustrie werden, denn wenn Autos oder kleine Busse automatisiert fahren oder zentral gesteuert werden, dann wäre es für Autohersteller nur noch ein kleiner Schritt zum Mobilitätsdienstleister. Der Einsatz von Roboterautos als Fahrzeuge des öffentlichen Nahverkehrs will General Motors nun gemeinsam mit der Ridesharingplattform Lyft testen.

Das automatisierte Auto soll zum Autokino werden!

Von Jürgen Vagt

Ford in den USA hat einen Patentantrag gestellt, damit aus dem automatisierten Auto ein Autokino wird. In die autonom fahrende in Autos sollen eine Leinwand eingezogen werden. Aus dem Autohimmel wird eine Leinwand abgesenkt, die Frontscheibe des Autos abdecken soll. Der Fahrer kann die Zeit während des Autofahrens nutzen, um Filme auf der Leinwand zu schauen, er muss sich ja nicht mehr auf das Fahren konzentrieren, denn das übernimmt das Automatisierungstool des Autos. http://www.golem.de/news/patentantrag-ford-will-das-autonome-auto-zum-kino-machen-1603-119640.html
Ich hatte ja schon darüber berichtet wie Google das automatisierte Auto als Lieferwagen einsetzen will. http://automatisiertes-auto.de/google-erhaelt-ein-patent-fuer-einen-automatisierten-lieferwagen/
Aber man hört jetzt auch von Möglichkeiten, wie sich der Innenraum eines Fahrzeuges ändern soll, damit man die Vorteile des automatisierten Autos nutzen kann. So entwickelt Ford auch einen Ansatz, damit man aus den Innenraum in eine Lounge umbauen kann. Die Sitze lassen sich dann so verstellen, dass sich die Passagiere gegenüber sitzen, denn der Fahrer muss sich ja nicht mehr auf das Steuern des Autos konzentrieren.

Volkswagen will auch das automatisierte Auto

Von Jürgen Vagt

ich hab ja schon eben den Standpunkt von Renault-Nissan und von dessen Vorstand-vorsitzender Charlos Ghosn dargestellt:
http://automatisiertes-auto.de/renault-nissan-will-klare-gesetzliche-vorgaben-fuer-das-autonome-autofahren .
Aber auch Volkswagen nutzte die Gelegenheit auf den Genfer Autosalon seine Zukunftsvisionen zu präsentieren und Matthias Müller der neue Vorstandsvorsitzender von Volkswagen kündigte ein autonomes Auto bis 2020 an.
Johann Jungwirth der gegenwärtige Chefentwickler des automatisierten Autos bei Mercedes Benz und der ehemalige Entwickler des automatisierten Autos bei Apple wurde von Volkswagen abgeworben und soll nun bei Volkswagen das automatisierte Auto entwickelt werden.
In der Präsentation hat Martin Müller die altbekannten Prognosen dargestellt, die für das automatisierte Auto sprechen, denn einerseits könnten die 1,25 Millionen Verkehrstoten reduziert werden und anderseits fährt der durchschnittliche Mensch 37600 Stunden in seinem Leben Auto. Das automatisierte Auto könnte diese Zeit dem Autofahrer wieder geben und man könnte diese Zeit dann anders nutzen.
Das erste autonome Auto von Volkswagen soll im Jahr 2020 kommen, aber erst einmal werden Entwicklungszentren in Potsdam, im Silicon Valley und China gebaut: http://www.20min.ch/wissen/news/story/Auch-VW-tueftelt-an-selbstfahrendem-Auto-15958025

Renault-Nissan will klare gesetzliche Vorgaben für das autonome Autofahren

Von Jürgen Vagt

Auch ich muss mich hier dem Genfer Autosalon widmen und mich mit der Zukunftsvorschau der Automobilhersteller beschäftigen, und Charlos Ghosn der gegenwärtige Vorstandsvorsitzender hat angekündigt, dass der SUV Qashqai von Nissan 2017 als halbautonomes Auto auf den Markt kommt. Das wäre dann ein großer Schritt für einen Volumenhersteller, aber was ist ein Volumenhersteller im Automobilbau.
Nun damit sind im Wesentlichen die Hersteller von Brot – und Butterautos gemeint wie Volkswagen und Renault oder Fiat. Diese Massenhersteller tun sich im Gegensatz zu den Premiumhersteller wie Mercedes-Benz und BMW schwerer Innovationen umzusetzen, da Sie preisbewusste Kunden haben und einfache Massenmobilität anbieten müssen und wohl auch wollen.
Der einkommensstarke BMW-Kunde und Mercedes-Benz-Kunde kann es verschmerzen, dass eine Innovation wie das ABS, Airbags und der Gurtstraffer einen Aufpreis kosten, aber solche Preissteigerungen sind bei Renault – oder Volkswagenkunden schwerer durchzusetzen.
Daher ist es spannend das Renault-Nissan schon im nächsten Jahr 2017 ein halbautonomes Autos bei seinem erfolgreichen SUV Qashqai anbieten will.

Vorstandsvorsitzender fordert Rahmenbedingungen für das autonome Auto

Auf solchen Plattformen wie dem Genfer Autosalon werden auch immer Reden von hochrangigen Vertretern der Autoindustrie gehalten. So hat auch Charlos Ghosn den Anlass genutzt, um von der europäischen Politik klare und verbindliche gesetzliche Regelungen für die Zukunftsthemen der Automobilwirtschaft zu fordern, denn laut Ghosn ist es nicht klar wie CO2 Vorschriften eingehalten werden sollen und wie die gesetzlichen Vorgaben für das autonome Auto aussehen : http://www.kfz-betrieb.vogel.de/wirtschaft/articles/523443 .
An dieser Stelle hob Ghosn auch noch einmal hervor, dass jedes zweite Elektroauto auf der Welt von Renault-Nissan stammte.
Momentan hat ja auch Tesla Ärger mit den Aufsichtsbehörden, wenn es um die Zulassung des Elektroautos geht . http://automatisiertes-auto.de/tesla-will-updates-per-wlan-ein-sicherheitsrisiko/ .
Dieses Thema wird das automatisierte Auto auch noch länger beschäftigen, denn im Gegensatz zu den USA haben große Teile der europäischen Staaten die Wiener Konvention ratifiziert, so dass in Europa der Autofahrer immer die Kontrolle und Steuerung über das Auto behalten muss und das macht die Zulassung von autonomen Autos schwierig.

Das voll automatisierte Auto von Google rammt einen Bus

Von Jürgen Vagt

Mich erinnert dieser Vorfall und dessen mediale Reaktionen an die brennenden Elektroautos in den Jahren 2010 bis 2012, aber zur Sache. Denn Google musste zugeben, dass eines Ihrer selbstfahrende Fahrzeuge also komplett automatisierte Autos einen Bus gerammt hat und das dieser Fehler durch die Software des selbstfahrenden Autos verursacht worden ist. Das Nachrichtenmagazin der Spiegel behauptet sogar, dass diese der erste Unfall eines selbstfahrenden Autos ist, dem muss ich widersprechen. Denn wenn man sich die Unterlagen, die Google bei der amerikanischen Verkehrsbehörde eingereicht hat, dann kann man erkennen das es bislang schon einige Unfälle bei niedrigen Geschwindigkeiten gegeben hat. http://automatisiertes-auto.de/die-modellversuche-mit-automatisierte-autos-von-google-eine-erste-bilanz/ oder http://automatisiertes-auto.de/das-automatisierte-auto-macht-den-verkehr-sicherer
Also bei einem Ausweichmanöver bei einer Geschwindigkeit von 3 km/H wurde ein Verkehrsbus, der selbst mit einer Geschwindigkeit von 24 km/h fuhr, gerammt.
Google räumte bei diesem Vorfall eine Mitverantwortung ein. Der Bagatellunfall soll durch eine Software des selbstfahrenden Fahrzeuges verursacht worden sein, aber bislang hat es schon 17 Unfälle in diesen Modellversuchen mit den selbstfahrenden Autos gegeben.

Viel Rauch um Nichts

Eigentlich ja, dieser Unfall hat eigentlichen keinen Nachrichtenwert, aber zur Zeit ist das Thema in aller Munde und einige Protagonisten tun so, als würde in den nächsten Jahren flächendeckend das automatisierte Auto eingeführt werden und das ist nicht realistisch.
Zwar fahren die selbstfahrenden Autos von Google in Kalifornien in dem normalen Straßenverkehr mit und treffen somit in Kalifornien auch auf andere Verkehrsteilnehmer, aber das Ganze ist ein groß angelegter Modellversuch, der von staatlichen Aufsichtsbehörden überwacht wird.
Mit aller Vorsicht kann man wohl festhalten, dass bei komplexen Fahrsituation es zu Kollisionen bei niedriger Geschwindigkeit kommt. Das kann aber auch noch im Verlauf des Modellversuchs abgestellt werden. http://www.spiegel.de/auto/aktuell/selbstfahrendes-google-auto-in-unfall-verwickelt-konzern-raeumt-mitschuld-ein-a-1079957.html .
Das Ausweichverhalten des selbstfahrenden Autos ist natürlich auch ein moralisch aufgeladenes Thema, denn hier trifft die Maschine eine Entscheidung, die potenziell Menschen gefährden kann. Deswegen ist das Ineinander krachen des selbstfahrenden Autos auch so ein tolles Thema für die Medien.

Tesla will Updates per WLAN – Ein Sicherheitsrisiko?

Von Jürgen Vagt

Mangelende Innovationstätigkeit kann man Tesla wirklich nicht vorwerfen, aber damit hat sich Tesla jetzt massiven Ärger mit den europäischen Zulassungsbehörden eingehandelt.
Man kann jetzt Updates per Wlan Schnittstelle in die Motorenelektronik einspeisen. Nur Tesla bietet die Möglichkeit die Motorenelektronik per Wlan zu aktualisieren, bei allen anderen Herstellern geht das nur mit einen Kabel in der Fachwerkstatt.
Das wird aber auch schon zum Problem, denn nun kann man sich die Frage stellen wie sicher so eine Lösung ist und die europäische Zulassungsbehörde tut dies auch.
Natürlich gibt es auch in anderen Lebens – bzw. Technikbereichen Updates per Wlan, aber beim Auto ist das neu und öffnet die Türen für Datendiebe.
Das ist zwar jetzt zwar eine wilde Zukunftsprojektion, aber das Auto könnte in Zukunft eine offene Datenplattform werden und auf diese Plattformen würden relativ viel Software installiert werden.
Nun Tesla angefangen die technologische Entwicklung zu vollziehen, leider fehlt noch ein überzeugendes Sicherheitskonzept wie die Softwareupdates sinnvoll und sicher verschlüsselt werden sollten.

Das voll autonome Auto per Update

Der zweite Punkt der nun Tesla Ärger macht ist aber der Inhalt des Updates, denn Tesla wollte auch in Europa ein sehr umfangreiches Automatisierungstool in sein Spitzenmodell Tesla S einspeisen. Nun ist die europäische Zulassungsbehörde der Meinung, dass die ursprüngliche Zulassung erloschen ist, denn Tesla hat ursprünglich kein hochgradig automatisiertes Auto zulassen wollen. Mit dem neuen Update konnte der Tesla S fast vollständig autonom von Fahrer fahren. Da die USA nicht die Wiener Konvention ratifiziert hat sind die rechtlichen Einschränkungen über das automatisierte Auto auch kleiner. http://automatisiertes-auto.de/verkehrsbehoerde-erlaubt-den-computer-als-autofahrer-in-den-usa

Bundesminister Dobrindt will das Deutschland beim autonomen Auto führt

Von Jürgen Vagt

Entwicklungsstadium des autonomen Autos hin oder her, jetzt wird dem Thema schon auf höchster Bundesebene Aufmerksamkeit geschenkt. Verkehrsminister Alexander Dobrindt hat sich in einem Interview über das autonome Auto geäußert, er sieht auch schon eine Bedrohung in dem Entwicklungsfortschritt von Google.
Die Logik ist ja immer die Gleiche, denn die Autoindustrie ist eben sehr bedeutend für Deutschland. Wenn man die Autozulieferer hinzu zieht, dann kommt man auf 5 Millionen Arbeitnehmer und ganz Deutschland hat 39 Millionen Erwerbstätigen.
Die Elite hat eben ständig Angst, dass die deutsche Autoindustrie ein Innovationsthema verpennt und dann Ihre Wettbewerbsfähigkeit verliert.
In Deutschland ist die Autoindustrie ein volkswirtschaftliches Klumpenrisiko und daher wird jede Zuckung beobachtet.
Konkret sieht Alexander Dobrindt schon einen Technologievorsprung bei Google: http://automatisiertes-auto.de/die-modellversuche-mit-automatisierte-autos-von-google-eine-erste-bilanz .
Im gleichen Atemzug fordert Dobrindt, dass Deutschland Leitmarkt für diese Technologie sein soll. Er hebt auch hervor und damit hat er auch in weiten Teilen recht, dass viele deutsche IT- Komponenten in den autonomen Googlefahrzeugen verbaut sind. Ich halte diese politische Diskussion unter Beobachtung, ob es bald eine politische Strategie für die Etablierung des autonomen Autos geben wird.