Verkehrsbehörde erlaubt den Computer als Autofahrer in den USA

Von Jürgen Vagt

Der Spiegel berichtete das die Verkehrsbehörde der USA die NHTSA grundsätzlich einen Computer als Autofahrer akzeptiert und damit wurde eine Anfrage von Google positiv beantwortet. Allerdings muss laut NHTSA ein Auto immer noch Pedale und ein Lenkrad haben, damit der Autofahrer in die Steuerung des Lenkrades eingreifen können.
Bislang ist noch nichts über eine Zulassung eines autonomen Autos in Deutschland bekannt. Aber die Ausgangssituation ist Deutschland anders, denn die USA haben nicht die Wiener Konvention unterschrieben bzw. ratifiziert.
Die Wiener Konvention verlangt von den unterzeichnenden Staaten, dass nur ein menschlicher Fahrer akzeptiert wird und nicht ein Computer. Deutschland hat die Wiener Konvention unterzeichnet und daher ist die rechtliche Voraussetzung in Deutschland auch anders als in den USA.
Die Einschränkung der Verkehrsbehörde der USA die NHTSA ist bedeutend, denn es müssen auch in den USA immer noch Steuerungskomponenten für den Fahrer wie Pedale und ein Lenkrad vorhanden sein.
Diese Einschränkung wird wohl charakteristisch für automatisierte Autos bleiben, denn egal wie viele Automatisierungstools in einem Auto sind. Am Ende muss der Fahrer immer noch in das Fahrgeschehen eingreifen können und die letzte Entscheidung verbleibt beim menschlichen Fahrer.

Eine Hürde ist genommen, aber es bleibt ein weiter Weg

Die amerikanische Verkehrsbehörde die NHTSA macht aber auch klar, dass bevor eine voll automatisiertes Fahrzeug zugelassen wird, muss das automatisierte Fahrzeug auch nachweisen das es die gleichen Sicherheitsstandards erfüllt wie ein Auto mit einem menschlichen Fahrer.
Google hat auch zugegeben, dass die Testfahrer während der bisherigen Modellversuche mehrfach in die Lenkung eingreifen mussten, damit der Fahrcomputer keine Unfälle produziert. Allerdings komme ich in einem der nächsten Blogbeiträge noch zu dem Thema, wie man die Modellversuche von Google bilanzieren sollte. Des Weiteren bleibt die Frage, wie man die rechtlichen Bedingungen für automatisierte Autos in Europa bzw. in den Unterzeichnerstaaten der Wiener Konverntion ändern sollen.

In London sollen bald selbstfahrende Autos fahren!

Von Jürgen Vagt

Mit dem konservativen Boris Johnson als Bürgermeister will die Londoner Stadtregierung die selbstfahrende Autos von Google nach London holen, na das ist doch mal eine Nachricht zum Auftakt dieses Infoportals über automatisierte Autos. Gegenwärtig fahren die selbstfahrende Autos von Google in einem Pilotprojekt in Kalifornien, aber laut eines Berichtes führt das Londoner Verkehrsamt Gespräche mit dem amerikanischen Softwarekonzern, damit die Testfahrzeuge von Google in einem Pilotprojekt in London eingesetzt werden.
Diese berühmten kleinen Autos leisten bekanntlich ihre Probefahrten in Kalifornien und Texas ab und nun soll auch den Bundesstaat Washington dazu kommen, um die Fahrzeuge auch bei kälteren Witterungsbedingungen zu testen. Der Testlauf in Washington wäre dann ja auch schon ein guter Testlauf für das miese Wetter in London.

Selbstfahrende Autos im öffentlichen Nahverkehr

Bislang hat sich aber Google noch nicht zu dem Verstoß geäußert und es ist somit noch nicht geklärt, ob Google seine selbstfahrende Fahrzeuge für einen Modellversuch in London zur Verfügung stellen wird. Das Londoner Verkehrsamt so vermute ich mal, will in diesem Modellversuch klären, ob und wie automatisierte Fahrzeuge in den öffentlichen Nahverkehr einer europäischen Großstädten passt.
Der Sinn dieses angedachten Modellversuches ist aber bislang noch nicht konkretisiert.