Voll automatisierte Autos im Tatort – Tödliche Fahrmaschinen in der Primetime

Von Jürgen Vagt

ich hätte nicht vor zwei Jahren nicht gedacht, dass dieses Blogthema es einmal in die Primetime schafft, aber Neujahr 2018 war es dann soweit. Im Tatort aus Saarbrücken ist ein selbstfahrendes Fahrzeug als Mordwaffe eingesetzt worden und es gab Diskussionen über die ethischen Fragen des voll automatisierten Autofahrens. Wer ist der Mörder ? Der Mensch oder die Maschine. Beim Tatort war es der Mensch und ich fand den Saarbrücker Tatort auch noch nie gut. http://www.augsburger-allgemeine.de/panorama/Ein-Klischee-folgt-dem-naechsten-Pressestimmen-zum-Saarland-Tatort-id43686546.html .
Diese Meinung vertreten auch einige Kommentatoren, aber zurück zum Thema dieses Blogs. Denn man muss jetzt immer mehr mit einer Medienlogik bei diesem Innovationsthema rechnen. Ich hatte ja schon ein Interview im Spiegel kommentierte als ein ängstlicher Psychologe Angst vor den Fahrrobotern hatte. http://automatisiertes-auto.de/autonomes-autofahren-kann-toedlich-sein/

Kern der technologischen Entwicklung

Für mich ist es eben auch eine Zielsetzung dieses Blogs den realen Kern der Entwicklung ohne das Medienbohei herauszuarbeiten, denn wie auch beim Elektroauto so in den Jahren 2011 wird viel über Thema geschrieben. Und das Thema bekommt dann eine eigene Konjunktur, also Journalisten schreiben das Thema rauf und runter. So von meinem Gefühl ist das Thema des automatisierten bzw. autonomen Autofahrens auf der Optimisten-Seite angekommen. Es wird sehr viel über die Erfolge in der Forschung geschrieben und schon in den nächsten 2- 3 Jahren wird dem unkundigen Laien suggeriert, dass man komplett selbstfahrende Fahrzeuge auf den deutschen Straßen sehen wird. Auch ich berichte über diese Herstellerankündigungen: http://automatisiertes-auto.de/voellig-autonomes-autofahren-mit-bmw-ab-2021/
Aber ich erwarte auch, dass sich berechtigt oder unberechtigt der Tenor gegenüber dem automatisierten bzw. autonomen Fahren in den Medien verschlechtern wird. Auf den Überschwang der letzten beiden Jahre folgt jetzt eine Phase der Ernüchterung und das ist bei Innovationen normal. Jedenfalls ist es bei dem Thema meines Schwesterblogs http://elektroautovergleich.org/ so gewesen und dann sickert das Thema aus der Innovationsszene in breitere Gesellschaftsschichten herunter. Mal ganz abgesehen davon, dass in der Tat eine gesellschaftliche Debatte über die moralischen Dilemmata beim automatisierten Autofahren erfolgen muss. Auch das war ja Thema im Tatort. Mehr dazu hier: https://elopage.com/s/JuergenVagt/das-selbstfahrende-auto-wie-google-und-co-unsere-autos-automatisiert-und-die-autoindustrie-veraendert

One thought on “Voll automatisierte Autos im Tatort – Tödliche Fahrmaschinen in der Primetime”

  1. Es wundert mich, dass technische Laien, die wohl nicht den Unterschied zwischen eine Regelung und einer Steuerung kennen, und für die der Cremonaplan ggf. die Alternative zum Morgenthau-Plan war, sich mit Statements wie „Autos aus Pappe bauen“ zu automatisierten Autos äußern. Autonomes Fahren ist Schönewetterfahren. Vor einer Woche bin ich mit einem A4, der autonom lenkt, bremst und Gas gibt, bei starken Schneetreiben nachts über den Irschenberg der A8 gefahren. Das autonome System fiel natürlich aus und der Fahrer musste sich wieder an die Gesetze der Physik halten. Ohne die Kenntnisse der Physik, insbesondere Maschinenbau, Regelungstechnik, Thermodynamik, Elektrotechnik kann man keine grundlegenden technischen Aussagen zu Autos machen.

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