Voll autonomes Autofahren und rechtliche Hürden – Quo Vadis?

Von Jürgen Vagt

Sascha Pallenberg oder in Fachkreisen wird er auch Palle genannt verdient seine Brötchen nicht mehr als freier Unternehmer, sondern als angestellter Blogger beim Daimler: https://blog.daimler.com/2016/12/09/sascha-pallenberg-wechselt-von-mobilegeeks-zu-daimler/
Nun hat er einen sehr kritischen Beitrag zum Thema rechtlichen Hürden und autonomes Fahren veröffentlicht und jetzt gibt es eine Kritik an der Kritik. https://www.mobilegeeks.de/artikel/autonome-autos-unueberwindbaren-rechtlichen-huerden/
Er schreibt eigentlich viel Wahres, aber das gilt nur für autonome Fahren. Also wenn der Fahrer keine Möglichkeit hat, das Fahrzeug zu steuern, dann ist das Auto autonom von Fahrer. Das machen aber auch Journalisten falsch und stiften eine Begriffsverwirrung http://www.spiegel.de/spiegel/das-erste-auto-das-komplett-ohne-fahrer-auskommt-a-1177468.html . In dem Fahrzeug von Waymo gibt es Pedale und Bremsen, so dass der Fahrer ins Fahrgeschehen eingreifen kann, damit ist das kein autonomes Fahren. Der Hersteller sagen nur, dass das Auto voll automatisiert Fahren kann. Dieses Fahrzeug soll also jede Fahrsituation eigenständig bewältigen können, der menschliche Fahrer muss niemals eingreifen.

Softwarekonzerne wollen das autonome Auto

Und Autokonzerne wollen es um jeden Preis verhindern. Diesen Konflikt hat der gute Palle leider vergessen, denn wenn das autonome Auto kein Lenkrad und keine Schaltung hat, dann kann jeder Softwarekonzern ein Auto bauen und die Autokonzerne verlieren Ihre Macht und Ihr Geschäftsmodell. Google als Vertreter der Softwareseite hat es mit seinem autonomen Fahrzeug auch schon vorgemacht http://automatisiertes-auto.de/die-modellversuche-mit-automatisierte-autos-von-google-eine-erste-bilanz/
Palle schreibt viel rechtliche Hürden und die Notwendigkeit einer ethisch normativen Debatte. Genau momentan wird viel darüber diskutiert, wen das autonome Auto im Zweifelsfall töten soll. Ein Mann oder eine Frau oder ein Kind.
Mir geht es eher um die Brancheninteressen, die der gute Pallenberg vergessen hat. Denn die Wiener Konvention verhindert das autonome Auto, ein riesiges Vertragswerk, dass die Autozulassung in vielen Nationen regelt. Momentan sagt die Wiener Konvention, dass die Verantwortung beim Autofahren beim menschlichen Fahrer liegt. Auf dieser rechtlichen Basis hat die Autoindustrie Ihr Geschäftsmodell aufgebaut und das soll so bleiben und die Softwareindustrie will das ändern, weil Sie mit dem autonomen Auto viel Geld verdienen könnten. Diesen latenten Konflikt sollten Sie nicht vergessen, wenn Sie Nachrichten zu diesem Themenfeld hören. Mehr dazu hier: http://elektroautovergleich.org/buecher-und-kurse-rund-ums-elektroauto/

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